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Alexandre Ajas Maniac – Blu-ray Review / Test

Veröffentlicht 14. Juni 2013 | 20:02 Uhr von Nicolas




Manic - Screenshot

Die Flut an Remakes und Reboots nimmt kein Ende. Mit Alexandre Ajas Maniac erscheint das Remake des 1980er Horrorfilms, welcher unter gleichem Namen lief, nun auf Blu-ray. Für den Film wurde derselbe Produzent wie beim Original verpflichtet, der Regisseur Stuhl wird aber von einem unbekannten besetzt. Ob sich Alexandre Ajas Maniac im aktuellen Horror-Genre beweisen kann, erfahrt ihr in unserem Review zu Alexandre Ajas Maniac.

Frank besitzt einen Laden für Schaufensterpuppen, den er früher mit seiner Mutter betrieben hat. Neben der Faszination für die leblosen weissen Figuren hegt er noch weitere Passion: Frauen töten. Er verfolgt sie am Abend, tötet und skalpiert sie. Den Skalp nimmt er in seinen Laden, legt sie auf die Köpfe der Puppen und tut so, als wären es echte Personen. Eines Tages steht die junge Anna, eine französische Künstlerin, vor seinem Laden und fotografiert seine Figuren. Er lässt sie in den Laden und verspricht ihr, einige Puppen für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Zudem versucht er, mehr mit ihr zu unternehmen, da er sich krankhaft zu ihr hingezogen fühlt.

 

Ungewohnte Erzählperspektive
Beinahe jede Woche kommt ein generischer Horrorfilm in die Kinos oder die Läden, die Flut ist immens. Mit Alexandre Ajas Maniac befindet sich aktuell aber für einmal ein spezieller Film dieses Genres in den Regalen. Dieser Film zeichnet sich durch die ungewohnte Ich-Perspektive aus. Nicht nur storytechnisch, sondern auch kameratechnisch, dazu später mehr. Der junge Frank, gespielt von Elijah Wood, ist besessen von Frauen, jedoch auf eine nicht sonderlich gute Art. Er tötet und skalpiert sie. In diesem Szenen zeigt der Film, dass er nichts für schwache Nerven ist. Die Morde und die darauffolgenden Skalpierungen werden ohne Hemmungen gezeigt. Dies trägt zur dichten Atmosphäre des Films bei, die stets düster ist. In einigen Momenten, wenn Frank mit Anna Zeit verbringt, hellt sich das Ganze etwas auf und das Menschliche in Frank kommt hervor. Kaum ist er aber wieder weg von Anna, wird er zum Psychopathen. Nicht zu einem lauten, “Ich werde dich niederschlachten”-Psychopathen, viel mehr zum fiesen, gruseligen Serienmörder, jedenfalls über einen Teil des Films.

Schauspielerisch nicht überragend
Die Hauptfigur Frank wird von Elijah Wood dargestellt, obwohl man ihn selbst nur sehr selten sieht, da der Film praktisch konsequent aus der Ego-Perspektive gefilmt wurde. Dass er aber einen guten Psychopathen darstellen kann, hat man bereits bei Sin City in seiner Rolle als kannibalistischer Kevin gesehen. Auch hier spielt er sehr gut, der kleine, gestörte Grenzdebile passt gut zu ihm. Nora Arnezeder spielt Anna, die französische Künstlerin, auf die Frank abfährt. Auch sie macht einen soliden Job. Die weiteren Performances sind gut, aber niemand sticht heraus. Megan Duffy, die eines seiner Opfer spielt, stellt allerdings einen äußerst stupiden Charakter dar, der aber Gott sei Dank schnell das Zeitliche segnet.

 

Innovative Kameraführung
Einige aktuelle Horrorfilme sind billig produziert und setzen auf die viel zu oft verwendete Shaky Cam – Paranormal Activity hat diesen Trend wieder hochgebracht. In Maniac wird aber ziemlich konsequent die Ego-Perspektive durchgesetzt, was einerseits endlich mal etwas Frisches ist und andererseits erstaunlich gut funktioniert. Man fühlt sich zwar nie wie der Serienkiller selbst, wie es in Games der Fall ist, allerdings kann so sehr gut mit seiner krankhaften, psychopathischen Art gespielt werden. Sieht man das Geschehen durch seine Augen, kann seine Sichtweise viel glaubhafter dargestellt werden. Die grässlichen – nicht zu verwechseln mit schlechten – Soundeffekten unterstützen die morbide Mordlust Franks.

Fazit
Mit Maniac erschien ein interessanter Horrorfilm auf Blu-ray und DVD. Hauptsächlich ist dies der ungewöhnlichen Kameraperspektive zuzuschreiben. Elijah Wood gibt zudem einen guten Psychopathen ab, mit 90 Minuten hat der Film auch eine perfekte Länge gefunden und sich nicht in die Länge gezogen. Die dichte Atmosphäre und Franks Gräueltaten verhelfen dem Film, sich von der Masse abzuheben. Solltet ihr auf der Suche nach einem Horrorfilm sein, der nicht komplett verwackelt gefilmt ist, könnt ihr bei Alexandre Ajas Maniac getrost zugreifen.


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