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Argo – Blu-ray Review / Test

Veröffentlicht 23. April 2013 | 18:44 Uhr von Nicolas




Argo

Nach Gone Baby Gone und The Town ist Argo Ben Afflecks drittes Projekt als Regisseur. Im Februar 2013 durfte Affleck sogar den Oscar für Argo als Bester Film entgegennehmen. Was wir vom Film halten, lest ihr in unserem Review.

Ende des Jahres 1979 wird die US-Botschaft in Teheran von wütenden Iranern gestürmt und besetzt, dutzende Geiseln werden genommen. Sechs der Mitarbeiter können fliehen und finden in der kanadischen Botschaft einen Unterschlupf. Währenddessen rätselt die CIA, wie sie diese Leute sicher in die USA zurückholen kann. Denn wenn sie gefunden werden, ist die Chance groß, dass sie hingerichtet werden. Es werden Ideen für die Befreiung gebracht, doch keine scheint sicher genug. Tony Mendez von der CIA beschreibt eine Idee, die zwar waghalsig und absurd ist, aber durchaus funktionieren könnte: Er will die Gefangenen als kanadische Filmcrew tarnen, die für die Drehortsuche im Iran verweilt. Mendez selbst reist darauf in den Iran, um den irren Plan umzusetzen …

 

Authentische Präsentation
Argo basiert auf einer wahren Geschichte, die bis in die 90er unter Verschluss gehalten wurde. Affleck, seinerseits studierter Nahost-Kenner, nahm sich der Aufgabe an, diese Story der unkonventionellen Art zu verfilmen. Größtenteils kann Argo durchaus überzeugen, und obwohl er eigentlich eine bitterernste Geschichte erzählt, schafft es der Film, immer wieder Witz und vor allem Seitenhiebe an die Filmbranche zu machen. Dies lockert das Geschehen erfrischend auf. Argo braucht etwas an Zeit, um richtig spannend zu werden. Bis zum letzten Akt ist der Film selten spannend, in diesem dafür aber umso mehr. Obschon bekannt ist, wie die Geschichte ausgeht, ist der Schluss richtig aufregend. In den weniger spannenden Szenen kann der Film durch seine Authentizität überzeugen. Beispielsweise wird nicht einmal ein Lied verwendet, das vor dem Jahr 1979 erschienen ist. Zudem ist die Atmosphäre richtig gut getroffen. In den Räumen wird geraucht was das Zeug hält und sowohl die Kleidung als auch die Technik sind der entsprechenden Zeit angepasst. Dies macht Argo extrem glaubwürdig, was bei einer solch bizarren Story schwer zu realisieren ist.

 

Stark gespielt
Nicht zuletzt dank den Schauspielern wirkt Argo so realistisch. Ben Affleck nimmt sich der Rolle von Tony Mendez gleich selbst an und spielt diesen richtig gut. Obwohl seine Figur ein amerikanischer Held ist, bleibt Affleck auf dem Boden und “überspielt” seine Rolle nicht. Um den Fake-Film zu produzieren, kontaktiert Mendez den Maskenbildner Chambers, gespielt von John Goodman. Dieser hat zwar nur wenig Screentime, in dieser überzeugt er aber auf der ganzen Linie. Sein Geschäftspartner Lester Siegel, gespielt von Alan Arkin, und Chambers bilden ein Duo, das für die meisten Schmunzler im Film sorgt. Alan Arkin war nicht umsonst für einen Oscar in der Kategorie bester Nebendarsteller nominiert, leider hatte er etwas wenig Screentime, aber wenn, dann richtig. Er war es auch, der den Schlagsatz, den Catchphrase, des Films brachte: Argo fuck yourself. Eine noch kleinere Rolle hatte Bryan Cranston, der, wie in jeder Rolle, toll spielt, gibts nichts anzufügen. Die sechs Geiseln sind top gespielt und es ist beeindruckend, wie exakt die Produzenten das Aussehen traf, denn im Abspann sieht man, wie die richtigen Geiseln aussahen.

Fazit
Ben Afflecks neuster Streich hinter der Kamera ist ein durchaus gelungener Film, der leider etwas zu lange braucht, um wirklich spannend zu werden. Argo ist toll gespielt, wahnsinnig authentisch und sehr sauber produziert – was mit einem Oscar für den besten Schnitt belohnt wurde. Alles in allem ist Argo bestimmt keine leichte Filmkost, überzeugt aber auf ganzer Linie; Ben Affleck hat als Regisseur (und als Darsteller) sehr gute Arbeit geleistet.


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Kategorien: Filme Test
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