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Beasts of the Southern Wild – Blu-ray Review / Test

Veröffentlicht 3. Juni 2013 | 11:46 Uhr von Nicolas




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Mit vier Oscar-Nominierungen – unter anderem für den besten Film – hat Beasts of the Southern Wild überrascht, denn nur wenige haben den Film gesehen, geschweige denn überhaupt schon davon gehört. Der Regisseur Benh Zeitlin hatte bisher noch keine grossen Auftritte in Hollywood oder allgemein im Filmbusiness, deshalb sind diese Nominierungen noch erstaunlicher und lassen auf einen tollen Film hoffen. Ob Beasts of the Southern Wild dies auch ist, erfahrt ihr in unserem Review.

Die 6-jährige Hushpuppy lebt mit ihrem temperamentvollen und cholerischen Vater in einer grossen Blechhütten-Siedlung, entfernt von jeglicher weiterer Zivilisation – Sie nennt es “The Bathtub”. Ihre Mutter sei weg, mehr weiss Hushpuppy nicht. Die Gesellschaft, in der sie lebt, will nichts von den äusseren Umständen wissen, sie sind wie ein eigenes kleines Volk. Am anderen Ende der Welt schmelzen die Eiskappen und die Menge an Wasser flutet das komplette kleine Dorf. Hushpuppy und ihr Papa müssen nun mit einer handvoll anderen Leuten flüchten. Zudem will das kleine Mädchen endlich ihre Mutter finden…

Beasts of the Southern Wild - Blu-ray

Einzigartiger Film
Das Wort einzigartig beschreibt Beasts of the Southern Wild eigentlich perfekt. Weder schauspielerisch, noch visuell, noch akustisch war jemals etwas da, was mit diesem Film vergleichbar wäre. Die Story an sich ist eigentlich recht simpel- hauptsächlich geht es um die Beziehung zwischen Hushpuppy und ihrem Daddy. Diese Beziehung gelingt gut. Dass ihr Vater cholerisch ist und so seine Probleme hat, vor allem gesundheitlich, macht das Ganze noch interessanter. Seltsamerweise geht der Film im dritten Akt in eine etwas andere Richtung, die nicht so ganz in den Rest des Films passt. Das Ende kann den einen oder anderen bestimmt zu Tränen rühren. Teilweise leidet der Film etwas unter Tempoproblemen, denn in der ersten Dreiviertelstunde ist der Film noch nicht sehr fesselnd. Beasts of the Southern Wild sticht aber nicht nur durch die Story raus, sondern auch durch die Schauspieler.

Quvenzhané Wallis überzeugt
Der Film kommt ohne grosse Namen aus, dennoch muss sich das ganze Ensemble nicht verstecken, allen voran Quvenzhané Wallis – sprecht das mal aus – und Dwight Henry. Dank deren grossartigen Performance und dem Drehbuch gelingt die Beziehung, zudem stimmt die Chemie zwischen den beiden. Wallis wurde als beste Hauptdarstellerin bei den Oscars nominiert, musste den Preis schlussendlich aber Jennifer Lawrence überlassen. Die Nominierung geht völlig in Ordnung, vor allem wenn man bedenkt, dass die Dame gerade mal neun Jahre alt ist. Sie spielte glaubwürdiger als mancher Erwachsener, der sich Schauspieler nennt. Ihre Entwicklung vom nervigen zum verantwortungsbewussten Mädchen gelingt wunderbar. Dwight Henry, der ihren Vater spielt, ist ebenfalls richtig gut. Seine etwas gestörte Persönlichkeit und seine Angst davor, Hushpuppy nicht mehr beschützen zu können, kommt sehr gut rüber. Sowieso wirkt der ganze Film – auch dank den Schauspielern – sehr real, als könnten diese Ereignisse tatsächlich passiert sein.

Beasts of the Southern Wild - Blu-ray Review

Tolle musikalische Untermalung
Neben Wallis war auch der Regisseur Benh Zeitlin für einen Academy Award nominiert. Die Stimmung und die Atmosphäre fesselt den Zuschauer und lässt ihn in diese Welt eintauchen, in der sich Hushpuppy befindet. Leider steht die Kamera zu kaum einem Zeitpunkt still und wackelt praktisch ständig, auch in ruhigen Szenen. Dies kann unter Umständen zu einer Ablenkung werden und gefiel mir nicht sonderlich gut. Ansonsten ist die Bildsprache schön, auch dank einer optischen Abwechslung im dritten Akt. Die Blu-ray-Qualität ist passend, an vielen Stellen ist das Bild aber leicht körnig. Was vollends überzeugt, ist das Sounddesign, speziell der Soundtrack. Wie auch Beasts of the Southern Wild selbst ist die Musik sehr einzigartig und passt demnach sehr gut zum Film selbst.

Fazit
Beasts of the Southern Wild ist ein sehr einzigartiger und spezieller Film, der garantiert nicht jedem voll und ganz zusagen wird. Obwohl ich fast nur positive Worte für den Film übrig hatte, fand ich den Film nicht überwältigend. Ausser den Soundtrack, den fand ich überwältigend. Quvenzhané Wallis und Dwight Henry spielten zudem exzellent. Alles in allem, ich kann mich nur wiederholen, ist Beasts of the Southern Wild einfach einzigartig. Wer mehrheitlich Mainstream-Filme schaut, sollte diesem kleinen, unabhängigen Film dennoch eine Chance geben.


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