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Cold Blood – Blu-ray Review / Test

Veröffentlicht 8. Mai 2013 | 17:44 Uhr von Nicolas




Cold-Blood

Ein Geschwisterpaar überfällt ein Casino. Dies geht in die Hose, und nun sind die beiden auf der Flucht. Mit Stefan Ruzowitzky wurde für Cold Blood ein eher unbekannter Regisseur verpflichtet. Kann der Österreicher, dessen letztes Werk eine Hexe-Lilly-Verfilmung war, einen spannenden Thriller mit Starbesetzung realisieren?

Das Geschwisterduo Addison und Liza haben gerade ein Casino ausgeraubt. Doch dieser Raub lief nicht ganz glatt und deshalb sind sie nun auf der Flucht. Auf einer verschneiten Straße kommt es zu einer Kollision mit einem Reh und bei dem Unfall stirbt der Fluchtfahrer. Das Auto ist nicht mehr fahrbar. Nun müssen sich die beiden durch den kalten Schnee in Illinois kämpfen. Sie teilen sich auf, wobei Addison schnell von der Polizei entdeckt und verfolgt wird. Liza trifft auf der Straße auf den ehemaligen Boxer Jay, der sie in seinem Auto mitnimmt. Die Geschwister sprechen sich nun ab, um sich bei Jays Eltern treffen. Doch auf dem Weg kommen sich Jay und Liza näher und so steht Liza zwischen den Fronten …

 

Nichts Berauschendes
Was macht Cold Blood anders als alle anderen Thriller? Leider genau nichts! Das Drehbuch ist ziemlich lückenhaft und führt diverse Geschichten ein, die danach nie mehr aufgegriffen werden und völlig in Vergessenheit geraten. Zudem unterhält der Film drei unterschiedliche Handlungsstränge, an denen definitiv der Feinschliff fehlt. Die zwei Stränge um das Geschwisterpaar, das sich nach dem Unfall zu Beginn des Films trennt, ist noch einigermassen nachvollziehbar. Wieso sich die beiden überhaupt trennen, ist allerdings etwas seltsam. Im dritten der Stränge wird versucht, eine Vater-Tochter-Story zu etablieren, die aber einerseits herzlich wenig mit den beiden Geschwistern zu tun hat und andererseits völlig belanglos und aufgesetzt ist. Der Boxer Jay, der zu Beginn aus dem Gefängnis kommt, hat beinahe auch schon eine eigene Story, aber diese wird überhaupt nicht ausgearbeitet. Wäre an den unterschiedlichen Strängen mehr gefeilt worden, hätte Cold Blood ein richtig solider Thriller werden können. Schade!

Eric Bana stiehlt die Show
Für Cold Blood konnten einige grosse Namen verpflichtet werden, allen voran Eric Bana. Der Australier spielt Addison, den männlichen Part des Geschwisterduos. Von Anfang bis Ende spielt er die “Badass”-Karte aus, lässt seine Dialogzeilen cool auf die Zuschauer los. Einige Aktionen seinerseits sind etwas fragwürdig, vor allem zum Schluss. Dies liegt aber am Drehbuch und nicht zwingend an Bana. Seine Schwester Liza wird von Olivia Wilde gespielt, und dies weder schlecht noch gut. Sie war ganz offensichtlich wieder dafür da, um gut auszusehen. Der Boxer und Lizas späterer Freund Jay wird von Charlie Hunnam ganz okay gespielt, ist aber ein ziemlich verschwendeter Charakter. Seine Backstory wäre nicht uninteressant gewesen. Aber weder diese, noch die Tat nach seiner Gefängnisentlassung werden im späteren Verlauf aufgegriffen. Zwischen Jay und Liza kommt es innerhalb von zehn Minuten zu zwei Sexszenen, wobei die erste richtig schlecht inszeniert und zu sehr in die Länge gezogen wurde. Der restliche Cast ist ziemlich vergessbar, außer vielleicht Kate Mara für die Männer.

 

Optisch ganz interessant
Der visuelle Teil kann durchaus überzeugen. Immer wieder bietet Cold Blood einen schicken Kontrast zwischen weißem, kaltem Wald und warmen Bars oder Wohnzimmern, wobei eine angenehme Dynamik im Bild entsteht. Zudem ist der Unfall zu Beginn des Films stark inszeniert. Allgemein haben der Regisseur und die Kameraleute solide Arbeit geleistet. Verschiedene Szenen im Film, hauptsächlich diese mit Eric Bana, sind richtig gut inszeniert. Die musikalische Untermalung ist dezent, aber ganz solide. Auf der technischen Ebene kann sich Cold Blood also durchaus sehen lassen.

Fazit
Optisch geht Cold Blood absolut in Ordnung und Eric Bana spielt richtig gut. Das Drehbuch ist aber zu löchrig und die Handlungsstränge sind zu wenig ausgearbeitet, um aus dem Film einen gut funktionierenden Thriller zu machen. Zudem ist das Ende ein zu großes Chaos. Cold Blood ist einer dieser Filme, den man schauen kann, wenn er mal im Free-TV läuft, aber der Kauf einer Blu-ray oder DVD ist eher nicht zu empfehlen.


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Kategorien: Filme Test
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