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Dead Space 3 – Vorschau / Preview

Veröffentlicht 18. Januar 2013 | 16:10 Uhr von Sandra




Dead Space 3

Diese Woche haben Entwickler Visceral Games und Publisher Electronic Arts ein paar sogenannte Early Access Demo Codes für Dead Space 3, exklusiv für Xbox 360, ausgeschüttet und so die Option geboten, vorab in den dritten Horror-Shooter-Ableger rein zu schnüffeln. Man musste uns nicht zwei Mal bitten, als der Code angekommen war, diesen einzulösen und los zu spielen.

Dead Gears Lost of Space War Planet 3?

Aber, aber … werte Damen und Herren des gepflegten Horror- und Shooter Spektakels Dead Space, wer wird denn da gleich die Flinte ins ewige Eis werfen und mit rümpfender Nase davon hechten, nur weil Visceral Games ein wenig mehr Action in Dead Space 3 eingestreut hat. Zugegeben, es mutet ein wenig gewöhnungsbedürftig an, angesichts des bereits mehrfach veröffentlichten bewegten Video-Materials und auch die Dead Space 3 Demo lässt den voreiligen Schluss zu, dass Dead Space 3 seinen eigenen Wurzeln den Rücken gekehrt haben könnte. Ja, genau so ist es – die Betonung liegt auf „könnte“, denn Visceral Games hat sicher einiges über den Haufen geworfen, vieles neu gemacht und auch im Hinblick auf Story und Setting ein dickes ‚change‘ einfließen lassen. Wenn ein Entwickler-Studio wie Visceral Games das angeht, dann darf man doch ein wenig vertrauen haben und gewiss sein, dass von Spielern geliebte Elemente dennoch hinreichend vorhanden sind.

Komplizierte Freundschaft

Augenscheinlich war es Visceral Games ein Bedürfnis Dead Space 3 mit einer tiefgehenden Geschichte zu versehen. Das kann gut wie schlecht sein, doch im Falle des Horror-Shooters war die Entscheidung, zwei Kollegen in den Froster zu schicken, nicht verkehrt. Iscaac und John, die beiden Protagonisten könnten nicht gleicher als auch nicht verschiedener sein. Während der eine noch die Chance hat das Leben seiner Freundin Elli zu retten, ist der andere von Rache getrieben darauf aus den Tod von Frau und Kind zu sühnen, die auf dem Planeten Uxor ihr Leben gelassen haben. Als wäre dies noch nicht schlimm genug, scheint John auch irgendwie mit einem Marker auf Uxor in Kontakt geraten zu sein, der sein Inneres, seine Psyche am Rad drehen lässt. John sieht nicht selten Dinge, die gar nicht da sind. Grund genug für Isaac seinem Kumpanen ins Gewissen zu reden und ihm klar zu machen, dass rostige Krankenhausbetten keine Teddybären beherbergen und blutüberströmte Zinnsoldaten nur eine Ausgeburt seiner überreizten Fantasie sind.

Daraus resultierend bekommt Dead Space 3 ein wichtige, spannend inszenierte als auch immer wieder optisch gut präsentierte Geschichte verpasst, so dass Fans des gepflegten Schock-Moments auf ihre Kosten kommen werden. Horror muss nicht immer düster, dunkel, nachtschwarz sein. Ein durchgedrehter Mann, dem man die Familie genommen, und der mit einer offenbar Geisteskrank machenden Substanz in Berührung kam, liefert ebenso, wenn nicht gar besseres Potential, subtile Angstgefühle zu vermitteln. John wird immer wieder von Visionen geplagt sein, die gekonnt in das Geschehen verwoben wurden und damit auch nicht nur spielerisch Abwechslung bieten, sondern dem gewünschten Schreck-Moment einen Dienst erweisen.

Achtung: Kamera, Licht, Monster – Action!

Erinnert ihr euch noch an das erste Dead Space, welches eine gekonnte Mischung von Horror-Elementen und schießgewaltigen Action-Einlagen geboten hat? Dead Space 3 macht es im Grunde nicht anders, gleichwohl man das Setting verändert hat und natürlich mit John einen Kollegen mehr an Board hat. Aber der Kollege und seine Visionen, eingebildet oder real – wer weiß das schon – sind ein wichtiger Aspekt, der Hand in Hand mit der Balleraction steht. Während ihr allein unterwegs natürlich das Gefühl habt, es geht irgendwie heftiger zur Sache, ist das am Ende nur eine Pause vom Grusel. Oder hättet ihr „gruseliges Schießen“ lieber gehabt? Nein, oder?! Denn seien wir mal ehrlich: Grusel, Horror, unterschwellig vermittelte Angst will genossen werden, ebenso wie das partiell panisch-hektische Abknallen von inzwischen deutlich fieser gewordenen Monstern. Ergo wechselt sich das ab, ohne dass das eine oder andere ein Übergewicht bekommt.

Apropos Monster, da macht euch mal auf was gefasst. Visceral Games hat sich nämlich gedacht „machen wir die Nekromorphs mal nen Tacken heftiger und fordern die Spieler heraus. Und was sollen wir sagen? Ja, dass macht einfach Spaß, wenn man sich überlegen muss, wie man einen Fodder erledigt, da man diesen nicht mehr einfach so in seine Einzelteile zerlegen kann. Vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass die abgetrennten Körperteile in Zeitraffer nachwachsen und das Teil um ein x-faches schneller machen. Wer sich nicht zu oft die virtuellen Radieschen von unten ansehen mag, überlegt gut, welche Waffe wie am effektivsten welchen Gegner in die Hölle schickt.

Klingt soweit alles ganz gut – meint ihr nicht? Abstriche müssen jedoch in Kauf genommen werden, vor allem wenn es ans Kämpfen geht. Isaac ist nicht gerade schnell, wenn es ums Ausweichen, in Deckung Springen und ähnliche Aktionen geht. Behäbig, fast zeitlupenartig haben wir die Moves empfunden und waren damit, zugegeben, wenig zufrieden. Das ist definitiv ein Teil von dem wir uns wünschen, dass es ein wenig Nachbesserung erfährt. Ebenso dass man im direkten Fight, wenn man zu nah am Widersacher dran ist, gern mal die Übersicht verliert. Das sind wir doch sehr gespannt darauf, ob das im fertigen Spiel auch noch der Fall sein wird.

Waffen-Bastelbogen

Fortschrittlich ist Visceral Games auch das – salopp formuliert – Waffen basteln angegangen. Während in den Vorgängern simple gefundene Energieknoten in die Wummen investiert wurden, um beispielsweise das Fassungsvermögen der Magazine zu erhöhen, stehen jetzt durchaus interessante Optionen zur Verfügung. Je nach Waffentyp lassen sich bestimmte Teile aus- bzw. umbauen und ergeben infolge neuer Möglichkeiten auftauchende Gegner ins Nirwana zu schicken. So kann der Flammenwerfer z.B. von seiner Gasfüllung befreit und mit einer Säureladung versehen werden. Wir sagen dann mal „gut spritz“. Oder gefällt euch Brennstoffplasma besser, mit den sich Körperteile der Opponenten ganz leicht vom Rumpf abtrennen lassen.

Natürlich lassen sich die verschiedenen Schießprügel nicht einfach mal so um- bzw. ausbauen. Es braucht Ressourcen, etwa Metalle sowie Kristalle, damit der Umbau funktioniert. Finden könnt ihr das benötigte Material mithilfe eines Handscanners, mit dem die Umgebungen abgesucht werden können. Das kann im Übrigen auch eine gruselige Angelegenheit werden, denn außer einer kleinen Funzel, umgangssprachlich auch Taschenlampe genannt, ist es Essig mit Helligkeit. Wer sich indes vielleicht nicht traut in dunkle, unerforschte Gebiete vorzudringen, bedient sich einem Scavenger-Bot, einem kleinen Roboter, der für euch das Suchen übernimmt. Der kleine elektronische Spürhund muss jedoch erst gebaut werden.

Insidegames’ Einschätzung:

Allen Unkenrufen und Schwarzsehereien zum Trotz, Dead Space 3 wird ein Dead Space werden, wie es Fans der Reihe lieben. Auch Neueinsteiger werden ihren Spaß haben und die – wie wir finden – gut gemachte Mischung aus Grusel und Action genießen. Ganz gleich ob ihr alleine auf Monsterhatz geht oder zusammen mit einem Kumpel die Koop-Option nutzen werdet. Zum Erschrecken gibt es genug, ebenfalls zum Entdecken, bauen und forschen als auch jede Menge Monster, die ihr erledigen müsst – Boss-Gegner natürlich inklusive.

Wir rechnen Visceral Games hoch an, dass sie offenbar nicht nur einen Aufguss ihres eigenen Erfolgsspiels servieren, sondern gekonnt etablierte Features mit neuen Ideen garnieren. So kann sich ein Spiel weiter entwickeln, ohne dabei seine eigenen Roots zu verraten. Stillstand bei Spiele-Serien gibt es genug – Dead Space 3 jedoch macht es, so viel steht jetzt schon jetzt – einfach anders. Und das steht der Reihe, darüber sind wir uns einig, gut zu Gesicht. Was wir im Übrigen auch von der bisher gesehenen Optik sagen können. Aber diese final zu bewerten heben wir uns für den eigentlichen Test auf. Auch werden wir dann probieren, wie gut – oder auch nicht – die Kinect-Integration funktioniert und natürlich auch, was diese taugt.

Dead Space 3 erscheint europaweit am 7. Februar 2013 für PC, Playstation 3 und Xbox 360. Und wie Publisher Electronic Arts unlängst bestätigt hat, erscheint Dead Space 3 uncut und mit der Kennzeichnung “ab 18 Jahren” in Deutschland.


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