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Der letzte Exorzismus: The next Chapter – Blu-ray Test / Review

Veröffentlicht 27. Februar 2014 | 15:43 Uhr von Sandra




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Der letzte Exorzismus: The Next Chapter ist die Fortsetzung der erfolgreichen 2010er Produktion Der letzte Exorzismus. Dieser wurde in Found Footage (zu Deutsch: Gefundenes Filmmaterial) Design gedreht. Found Footage umschreibt in der Regel Aufnahmematerial, das vermissten oder auch verstorbenen Personen zugeordnet ist und erst im Nachhinein gefunden wird. Üblich ist für diesen Stil auch, dass die Schauspieler selbst die Aufnahmen machen und hinter der Kamera das Geschehen kommentieren. Nicht selten ist das Schauspiel dabei improvisiert. Einer der bekanntesten Vertreter dieses Genres ist Blair Witch Project (1999). Die 2013er Weiterführung des letzten Exorzismus, Zusatzname The next Chapter, beschreitet diesen Weg jedoch nicht mehr und bedient sich einer eher klassischen Erzählweise. Ob dieser Schritt geglückt ist?

Ich weiß nichts!

Nell, gespielt von Ashley Bell, erwacht in einem abgelegenen Wald, allein und ohne Erinnerung. Sie wird gefunden und kommt zunächst in ein Krankenhaus, später in ein Heim für Frauen. Die Ärzte und dann auch die Betreuer, allen voran Frank Merle, gespielt von Muse Watson, versuchen ihr zu helfen sich der verdrängten Ereignisse bewusst zu werden. Aber die Erinnerungen wollen nicht wiederkommen. Nell findet zurück ins Leben und sogar einen Job. Darüber hinaus lernt sie in der Nachbarschaft Chris, gespielt von Spencer Treat Clark, kennen und lieben. Aber die Bürde der Vergangenheit, sie lastet schwer und holt Nell schließlich ein. Visionen plagen die junge Frau, in denen sie Feuer sieht, Schreie hört, dazu ihren Vater und den Pastor. Viel schlimmer allerdings ist, dass auch ihr Dämon und Peiniger wieder erscheint. Dieses Mal jedoch will er nichts Böses von Nell – ganz das Gegenteil ist der Fall, denn der Dämon liebt Nell, er will Nell und wird jeden vernichten, der sich zwischen Nell und ihn stellt. Am Ende kann es nur einen Ausweg geben: Nell muss sich einem erneuten Exorzismus unterziehen.

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Außen hui, innen pfui!

So interessant und ansprechend sich die Geschichte von Der letzte Exorzismus: The next Chapter ggf. auch lesen mag, es ist nichts weiter als heiße Luft. Im Ganzen ist die Story uninspiriert erzählt und bietet nichts, dass man nicht schon x-fach in anderen Grusel/Horrorstreifen dieser Art gesehen hätte – vor allem schon besser inszeniert gesehen hat. Hinzu kommt, dass vieles einfach unlogisch, nicht selten sogar erzwungen wirkt. Dass dabei diverse Dialoge langweilig als auch unnötig erscheinen, wird selbst dem weniger am Ball bleibenden Zuseher nach kurzer Zeit bewusst. Die wenigen Schock-Momente, die enthalten sind, wollen erst noch welche werden. Auch atmosphärisch wird auf Vorhersehbarkeit gesetzt. Gleichwohl die Eröffnungssequenz noch brauchbares Material bietet, kommt hernach nichts mehr, dass nicht von Zuschauer erahnt werden kann. Schuld daran ist die Musik, die erst mit leisem Geklimper andeutet, was dann mit großem eher Krach-Boom-Bäng-Getöse über die Mattscheibe flimmert. Last not least steht noch das ganz klar von Weitem zu erkennende Ende, welches zudem damit kokettiert einen dritten Teil folgen lassen zu können. Wir sagen an dieser Stellte: Bitte nicht!

Technisch besehen ist die Blu-ray über so gut wie jeden Zweifel erhaben. Der letzte Exorzismus: The Next Chapter bietet klaren Sound und ein scharfes Bild – was will man in diesem Fall mehr.

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FAZIT

Nein, Ed Gass-Donnelly hat seine Sache als Regisseur nicht gut gemacht. Gleiches gilt auch für Mit-Produzent Eli Roth (Cabin Fever, Death Proof – Todsicher), der zwar mit Teil 1 der Teufelsaustreibung ein gutes Brett vorgelegt hat, aber dann offenbar mit diesem Ableger an sich selbst gescheitert ist. Man möchte fast unterstellen, dass die vielen Dollarzeichen seine Sicht für das Wesentliche getrübt haben. Wenn etwas gut geworden ist an Der letzte Exorzismus: The next Chapter, dann die Tatsache, dass man versucht hat  verschiedene religiöse Ideen zusammen zu bringen, mit denen er Exorzismus betrieben wurde: Voodoo, Christentum, schwarze Magie und Satanismus Hand in Hand um Nell zu helfen. Aber leider, leider ist es an der gesamten Ausführung, nicht zuletzt auch am Drehbuch, gescheitert. Uninspirierte Darstellung, konfuse, zusammenhanglose Story-Sprünge und zu jederzeit klar erkennbar, was als nächstes folgen wird. Last not least Schock-Momente, die keine sind, weil sie sich viel zu aufdringlich ankündigen schaffen am Ende alles, nur kein guter Horrorstreifen zu sein. Schade!


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Kategorien: Filme Movie News Test
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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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