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Die Faszination Gamerscore

Veröffentlicht 13. Januar 2011 | 23:59 Uhr von Marcel




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Der Mensch ist bis heute ein Jäger und Sammler. Einige sammeln Briefmarken und andere wiederum DVDs. Die Vielfältigkeit ist schier grenzenlos. Mit dem Launch der Xbox 360 hat Microsoft die „Gamerscore“-Punkte eingeführt. Für bestimmte Ziele im Spiel erhält der Spieler sogenannte Gamerscore Punkte. Die Ziele und wie viele Punkte ein Erfolg gibt, wird durch den Entwickler des Spiels festgelegt. Am Anfang konnte in jedem Spiel, bis auf ein paar Ausnahmen zum Beispiel „Condemned“, 1000 Gamerscore Punkte frei geschalten werden. Der Clou an der ganzen Geschichte. Jeder Xbox Live Spieler konnte seine Erfolge mit anderen Spielern vergleichen, was ein regelrechter Kampf auslöste. Bevor die Erfolge allerdings miteinander verglichen werden können, muss ein Xbox Live Konto erstellt werden.

Die ersten Spiele aus dem Hause Electronic Arts waren mit sehr einfachen und schnellen Erfolgen ausgestattet. Beste Beispiele sind Fifa 06: Road to Worldcup oder NHL 2k6 oder auch NBA Live 06. Im Laufe der Zeit wurden die Gamerscore Erfolge immer schwerer und zeitintensiver. So hatte ein Spiel am Anfang meist wenige Erfolge dafür mit sattem und grosszügigem Punktegewinn. Jetzt wo das System doch schon ganze fünf Jahre auf dem Buckel hat, haben sich die Entwickler intensiv mit den Erfolgen befasst und nutzen das System richtig gut. Viele neue Spiele haben jetzt mehr Erfolge dafür erhält der Spieler auch mit jedem einzelnen Erfolg weniger Punkte, was logisch ist, weil jedes Retailspiel mindestens 1000 Gamerscore Punkte aufweist.

In den ganzen fünf Jahren hat sich einiges getan. So hat in der Zwischenzeit Microsoft das Punktelimit angehoben. Jeder Add-on für ein Spiel bringt meist auch weitere Erfolge mit sich. Gerade dieser Schritt war von Microsoft in meinen Augen nicht richtig durchdacht. Mal ehrlich. Es sieht doch Scheisse aus wenn ein Spiel maximal 1000 Gamerscore Punkte hat und ein anderes Spiel wie beispielsweise Lips weist sogar 1750 Gamerscore Punkte auf.

Viele Spieler verfielen diesem neuartigen Phänomen, wollten die Besten sein und möglichst viele Punkte auf dem virtuellen Gamerscore Konto haben! Um das Ziel zu erreichen fanden schnell findige Hacker erste Sicherheitslücken im System und nutzten diese schamlos und ohne Skrupel aus. Übers Internet wurden auf einschlägigen Seiten Spielstände untereinander getauscht und Account Sharing im grossen Stile betrieben. Mit einigen Spielständen konnten in Fifa 07 nach einem Spiel alle Erfolge auf einen Schlag frei gespielt werden oder in Flatout reichte ein einziges Rennen aus. Das verfälscht die Rangliste massiv. An was die findigen Cheater nicht gedacht hatten, war das Microsoft jedem Erfolg einen unsichtbaren Zeitstempel verpasst hat. Microsoft hat mit einem der letzten Herbst Update die Lücke geschlossen und Cheater von der Xbox Live Rangliste ausgeschlossen.

Es ist ein Katz und Maus Spiel zwischen Entwickler und Hackern. Findige Hacker hatten schnell eine neue Möglichkeit entdeckt das System erneut zu manipulieren und falsche Spielstände vorzutäuschen. Immer raffinierter sind die Methoden auf die die Hacker zurückgreifen und können teilweise nicht nachgewiesen werden, weil die manipulierten Erfolge dermassen echt Aussehen und kaum zurückzuführen sind.

Auf die ganze Entwicklung möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht weiter eingehen, das würde erstens denn Rahmen sprengen und Vieles ist auch gar nicht mehr möglich, weil die Sicherheitslücken glücklicherweise durch Microsoft geschlossen wurden. Die einzigen recherchierten Sicherheitslücken sind die beiden Hackerprogramme „Profile Editor“ und „Le Fluffie“. Mit beiden Programmen kann innert Sekunden der Gamerscore Stand in die Höhe getrieben werden. Jeder beliebige Erfolg lässt sich durch simples manipulieren freischalten. Ihr müsst nicht einmal das Spiel besitzen oder in der Spielliste haben. Das Programm fügt das Spiel auf Wunsch automatisch der Spielliste hinzu. Nach dem letzten Kinect Update beklagen sich immer mehr Spieler über zurückgesetzte Spielerprofile und das die beiden Programme nicht mehr funktionieren. Ob Microsoft die Lücke schliessen konnte?

Wir haben für euch einen einfachen Test gemacht und es funktioniert tatsächlich. Schaut euch unser Fakeprofil „Miranda CH7“ an. Dort sind die ganzen Erfolge manipuliert.

Ich war von der ersten Sekunde an begeisterter Gamerscore Jäger. Die Faszination hat in den letzten Jahren stark nachgelassen, bis mich das Fieber vor einigen Monaten wieder gepackt hat, weil ich unter anderem wieder mehr Zeit zum gamen besitze. Als ich in den letzten Tagen ein wenig Recherche im Internet betrieben habe, verging mir die Lust aber schlagartig wieder. Alle Erfolge die ein ehrlicher Mensch frei spielt sind für die Katze. Gut, die Punkte sind sowieso für Nichts gut und nur repräsentativ, aber wenn ich weiss dass es Cheater ebenfalls schaffen und das ohne grossen Zeitaufwand, dann kackt es mich dermassen an.


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Kategorien: PS3 News
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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

  • Tricky89 sagt:

    Netter Artikel, kann ich nur unterstützen, auch wenn ich persönlich nicht so sehr daran interessiert bin, was andere Leute mit ihren Trophäen machen :). Ansonsten eine gute Leistung der Artikel!

    MfG

  • Pirat sagt:

    MS hat es leider vermasselt.
    - Es fehlen Strukturen. z.B sollte es immer gleich viel GS offline resp. Online zum frei spielen geben.
    - DLC werden autom. dazu gezählt egal ob ich den gekauft habe oder nicht.. Dadurch stimmt die Statistik nicht mehr. (fördert den DLC verkauf)
    - Jetzt wo mygamercard.Net offline ist gibt es keine Übersicht / Statistik mehr. = Motivation weg
    - EA stellt einfach Server ab und GS können nicht mehr freigeschalteten werden.
    Das bringt dem Zocker nichts mehr. im Gegenzug dürfen wir jeden Sch**** zusätzlich zahlen. (Avantarkleider Vom Hut bis zu den Socken) EA und der Onlinepass…..

    nee die nehmen uns nur noch aus! früher konnte man im Spiel soche Kleidung freischalten.
    Also was bringt das dem Zocker?
    MS müsste den Zocker z.B. für 1000 freigeschaltenen GS, 100 MS Points gutschreiben. Dann hätte ich wieder ein Grund auf Gamerscorejagd zu gehen.

    aber so wie es jetzt ist, ist es völlig sinnfrei.

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