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Drive im Blu-ray Test

Veröffentlicht 28. Juli 2012 | 12:13 Uhr von Tim Jung




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Wir konnten uns die Blu-ray-Fassung des im letzten November im Kino erschienenen “Drive” ansehen. Obwohl wir wahrscheinlich zu dieser Zeit nicht mehr die Schnellsten mit dem Testbericht zum Film sind, möchten wir ihn euch nicht vorenthalten. Schliesslich handelt es sich hier um ein Meisterwerk, jenes leider dennoch keinen Oscar einbringen konnte. Meiner Meinung nach zu unrecht.

Die Hauptrolle spielt Ryan Gosling, der bereits in den Filmen “Gegen jede Regel (2000), “Das perfekte Verbrechen (2007) und “The Ides of March (2011) Erfolge feiern konnte. Ryan Gosling schlüpft also in die Rolle des “Drivers”, der während des ganzen Films betrachtet, nicht sehr oft zu Wort kommt. Er ist ein stiller Genosse, falls ihn jemand nach dem Job fragt antwortet er schlicht und einfach: “Ich fahre.” Dennoch lernt der Zuseher natürlich im Laufe des Films den Driver näher kennen. So arbeitet er hauptberuflich und somit tagsüber in der Autowerkstatt von Shannon (Bryan Cranston). Dies ist aber noch nicht alles, denn um zusätzlich Geld zu verdienen, arbeitet er nebenberuflich als Stunt-Fahrer für Hollywood-Filme. Doch wohl der “wichtigste” Beruf in dem er ebenfalls noch tätigt ist, ist der “Fluchtwagenlenker”. In der kriminellen Szene gehört er zu den Besten weit und breit. Der Fahrer lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, das erkennt der Zuseher auch gleich zu Beginn mit der spektakulären Verfolgungsjagd. Doch schon kurz darauf zieht eine neue Nachbarin, Irene (Carey Mulligan) mit ihrem Sohn Benicio (Kaden Leos), ein. Schon nach kurzen Gesprächen unter “Nachbarn” fühlt sich Driver immer mehr für die Beiden verantwortlich. Immer wieder unternehmen die Drei gemeinsame Ausflüge, es entsteht eine Art Zuneigung. Doch so schön bleibt die Geschichte natürlich nicht. Kurze Zeit darauf wird der Vater von Benicio Standard (Oscar Isaac) aus dem Gefängnis gelassen. Der Driver möchte nun Standard helfen, seine kriminelle Vergangenheit beiseite zu schaffen und fährt mit ihm zusammen zu einem abgelegenen Pfandleiher. Standards Kumpanin Blanche (Christina Hendricks) hilft ihm dabei, den Pfandleiher zu überfallen um die Restschulden von Standard beim Gangsterboss Bernie Rose (Albert Brooks) auszulösen. Doch dabei hat Nino (Ron Perlman) etwas dagegen und löst eine Aktion aus mit der alles aus dem Ruder läuft. Daraufhin wird sich der Film komplett ändern, vom Guten zum Bösen.

Nicolas Winding Refn kreierte mit “Drive” ein Meisterwerk der Superlative. Gleich schon zu Beginn mit dieser spektakulären Verfolgungsjagd, und das ohne kaputte Autos, unlogische Crashs. Mit realistischen Stunts wird das Meisterwerk eröffnet. Auch bildlich ist das Ganze nicht nur stilvoll, sondern ein Spektakel. Mit jeder Szene wird die Atmosphäre des Films angehoben und zusätzliche Spannung erzeugt. Vor allem der Wechsel in der Mitte des Filmes ist fantastisch. Zu Beginn ist alles gut und schön, der Driver lernt die neue Nachbarin kennen und sie unternehmen etwas. Doch als alles aus dem Ruder läuft wird der Film nicht nur Action reicher, sondern auch um einiges düsterer. Der Wortkarge Driver ändert sich, er will den Gangstern auf die Pelle.

Somit sind auch einige Szenen mit reichlich Action bespickt. Doch nicht mit irgendeiner 0815-Action, sondern auch diese, oftmals ziemlich brutale Szenen, werden mit furiosen und grandiosen Bildern abgerundet. Ich denke hierbei zusätzlich an die Lift-Szene, was passiert, muss jeder selber sehen. Neben dem bildlichen Spektakel ist auch der Soundtrack fantastisch, und ja ich habe mir die CD gekauft. Auch hier möchte ich gerne ein Beispiel nennen. Als Standard zurück aus dem Gefängnis nach Hause kommt, gibt es natürlich ein Fest. Driver ist zwar nicht an der Feier, doch die Musik die diese Szenen miteinander verknüpft ist grandios.

Drive von Nicolas Winding Refn ist einfach grandios. Bildlich ein Spektakel, musikalisch perfekt und die Schauspieler zeigen alle eine fantastische Leistung. Vor allem auch Albert Brooks als Oberfiesling liefert seine beste Vorstellung seiner bisherigen Karriere. Zum Glück hat Drive in Cannes noch einen “Award” erhalten, nämlich den “Prix de la mise en scène”. Somit wird der Zuseher gleich zu Beginn bestens an den Film gefesselt, danach kommt zwar die Action für einige Zeit nicht gross in den Vordergrund, doch im allgemeinen betrachtet müssen Actionfans hier auch nicht einen Actionfilm erwarten. Nur durch die grandiose Wendung in der Mitte des Filmes kommt auch die Action wieder zur Geltung. ”Drive” ist Kunst. Ein ganz großer Film der mich von der ersten Sekunde an gefesselt hat und Drive ist das coolste das ich seit langem gesehen habe. Drive hat dementsprechend auch viel grafische, subtile  Brutalität die mit perfekten Bildern ins Szene gesetzt werden.

Wer Drive nicht sieht, Pech gehabt. Auf jeden Fall verpasst dieser ein Meisterwerk, der an die Filmkunst einer Zeit von früher erinnert.


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