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Dying Light – Angespielt auf der gamescom 2014

Veröffentlicht 19. August 2014 | 20:16 Uhr von Jan Clement




Dying Light

Auch wenn Dead Island 2 jetzt von Yager entwickelt wird, lässt es sich Techland nicht nehmen ein weiteres Spiel mit Zombies auf den Markt zu bringen. Der neuste Streich von den ehemaligen Dead Island und Dead Island Riptide Entwicklern heißt Dying Light und erscheint dieses Mal nicht über Deep Silver (Koch Media), sondern wird von Warner Bros. Interactive veröffentlicht. Einen durchaus angebrachten Vergleich zwischen den beiden Spielen werden wir separat veröffentlicht. Jetzt widmen wir uns allerdings erst einmal Dying Light, denn wir hatten während der gamescom 2014 Gelegenheit Hand anzulegen und eine Mission kooperativ zu spielen.

Unser Tag beginnt noch bei Sonnenschein in einem Hochhaus. Unsere Aufgabe: Bomben anbringen, damit wir das Haus in die Luft sprengen können. Wieso, weshalb und warum bleibt noch ungeklärt und wir haben auch keine Zeit zum Nachfragen, denn als wir mit unseren Koop-Partner zusammen geworfen werden, tauchen auch schon gleich die ersten Zombies auf. In alter Dead Island-Manier schlagen und schneiden wir uns durch diese hindurch und bestaunen nebenbei wie gut die Zombies doch aussehen.

Da im Hochhaus die Fenster zum größten Teil verbarrikadiert sind, fällt nur wenig Licht in die Gänge und Zimmer hinein, wodurch eine schön bedrohliche Atmosphäre entsteht. Da die erste Welle an Zombies besiegt ist, machen wir uns daran die letzte Bombe auf einen Herd zu legen und das Gas aufzudrehen. Nun heißt es raus aus dem Gebäude, denn wir wollen uns nicht im Explosionsradius aufhalten, wenn wir per Fernzündern das Signal zur Zündung senden. Der Weg aus dem Gebäude führt durch die Kanalisation. Doch dorthin müssen wir erst einmal gelangen, da wir uns in einem der obersten Stockwerke befinden.

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Parkouring für Einsteiger

Hier können wir das erste Mal eine der großen Neuerungen von Dying Light ausprobieren – die Parkour-Elemente. Die Steuerung auf dem Xbox One Controller ist sehr simpel gehalten: Durch Drücken des linken Sticks sprintet ihr, mit einmal RB drücken springt ihr und RB gedrückt halten, lässt euch an Kanten festhalten und hochziehen. Also springen wir flott an ein Tragseil in einem Aufzugschacht und rutschen dieses nach unten in die Aufzugkabine hinein, welche dann auch prompt abstürzt und wir im Keller landen. Hier ist kaum etwas zu sehen, weshalb wir gleich die Taschenlampe auspacken und somit auch schon die ersten Zombies auf uns aufmerksam machen.

Im erneuten Kampf mit den Zombies landen wir gleich einen kritischen Treffer mit unserem Hammer und sehen in Zeitlupe mit Röntgensicht, wie der Knochen im Arm des Zombies bricht. Dies verlangsamt ihn beim Schlagen, was uns zu Gute kommt, da wir entsetzt feststellen, dass unsere Waffe kaputt ist. Doch dank eines neuen System ist es jetzt einfach möglich die Waffe unterwegs zu reparieren, womit man auf die Werkbank verzichten kann. Diese wird jedoch noch immer nötig sein, um Waffen zu verbessern oder zu modifizieren, so der Entwickler, welcher uns beim Anspielen zuschaut. Unseren Freund Maurice, welcher den Zünder für die Bomben hatte, finden wir tot am Boden, weshalb wir die Zündung selbst übernehmen werden müssen.

Nach dem Reparieren unserer Waffe schauen wir uns einmal unsere Ausrüstung an und was diese alles zu bieten hat. Es findet sich alles, was das Zombiejäger-Herz begehrt. Flammensichel, Elektromachete und Spitzhammer sind die Waffen unserer Wahl für den weiteren Weg durch die Kanalisation. Doch uns erwartet nur ein riesiger Feuerwehr-Zombie, der uns mit seiner gigantischen Feueraxt zerteilen will. Der Kampf gegen ihn erfordert geschickte Ausweichsprünge, welche wir ganz simpel durch drücken der B-Taste ausführen können und dabei den linken Stick in die gewünschte Richtung ziehen. Da wir kaum eine Chance gegen den untoten Firefighter haben, entschließen wir uns diesen einfach zu ignorieren und an ihm vorbei durch die Kanalisation zu klettern. Da uns jedoch die Steuerung noch nicht ganz ins Blut übergegangen ist, fallen wir und unser Koop-Partner einige Male wieder zum Zombie herunter. Wir verenden elendig in der Ecke, doch unser Koop-Partner schafft es, den Parkour zu meistern und wir können uns wiederbeleben und zu ihm teleportieren. Dies ist ebenfalls ein Neuerung im Spiel, denn nur alle Spieler zusammen können durch gewisse Türen, die als Checkpoints dienen.

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Dunkel die Nacht doch ist

Endlich aus der Kanalisation entkommen, treten wir vor die Tür, wo sich schon die Sonne dem Untergang neigt. Ein paar Mal auf den Auslöser vom Zünder gedrückt, explodiert das Hochhaus. Zu unserer Überraschung sind jedoch nur spezielle Räume davon betroffen, welche brennend ein Zeichen am Haus hinterlassen. Ein trauriger Smiley ist zu sehen und der Entwickler verrät uns, dass wir dies getan hätten, um auf uns aufmerksam zu machen, damit Versorgungsflugzeuge uns ausfindig machen können. Diese sollen immer wieder Güterpakete in die Stadt abwerfen, welche wichtig für den Spieler und andere Menschen in der Stadt sind. Auf dem Weg zu unseren nächsten Ziel setzt die Nacht ein und wir können ohne Taschenlampe kaum die Hand vor Augen sehen. Um möglichst in Sicherheit zu bleiben, bewegen wir uns per Parkour über die Dächer fort, wo weniger Zombies anzutreffen sind.

Nachdem wir uns einige Schritte in der Dunkelheit voran getraut haben, wird unser Spiel auf einmal von einem gegnerischen Mutanten invadiert. Unser aktuelles Ziel ändert sich darauf diesen auszuschalten. Dabei haben beide Spieler zusammen nur 6 Leben und müssen 3 Lager des Mutanten mit jeweils 3 Nestern zerstören, um diesen wieder aus dem Spiel zu vertreiben. Wir stellen fest, das der eingefallene Mutant einer der Entwickler ist, welcher an einem PC neben uns Platz genommen hat. Motiviert diesen zu besiegen stürmen wir in die Richtung der Nester los und sterben gleich einmal.

Der Mutant mit seiner Kräften, welche er nutzt, um sich schnell fortzubewegen und uns zu flankieren, ist eine echte Bedrohung, wenn man nicht weiß wie man diesen zu begegnen hat. Der Entwickler weißt uns auf eine UV-Taschenlampe hin, mit welcher wir den Mutanten solange blenden können, wie es die Batterie der Lampe erlaubt. Solange er geblendet ist, kann er nur wenig tun und man kann es sogar schaffen diesen zu töten. Doch aufgepasst! Sobald man einmal den Mutanten aus den Augen verloren hat, kann dieser schnell wie ein Hunter (ähnlich Left 4 Dead) sein und einen der Spieler anspringen, was zum sofortigen Tot führt. Um dies zu verhindern, muss man eng beisammen bleiben und sich gegenseitig decken. Um den Mutanten aufzuspüren, können wir zum Glück unsere Instinkte nutzen, welche ein Signal ausschicken, welches den Mutanten rot auf der Karte und im HUD markiert, solange er nahe genug ist.

Nach einigen Toden und Atem raubenden Verfolgungen schaffen wir es in das letzte Lager des Mutanten. Wir haben noch zwei Leben und der Entwickler als Mutant versucht natürlich dieses Lager zu verteidigen. Wir erwischen ihn mit der UV-Lampe, doch verlieren ihn direkt wieder. Panisch halten wir Ausschau, schicken ein Signal los, doch sterben im selben Moment als wir feststellen, dass er sich hinter uns befindet. Mit noch einem Leben rennen wir erneut zum Lager, wo unser Koop-Partner noch versucht nicht zu sterben und somit das letzte Leben zu verlieren. Seine Batterie der UV-Lampe neigt sich dem Ende, doch wir schaffen es gerade noch rechtzeitig anzukommen. Wir blenden den Mutanten, während unser Koop-Partner mutig diesen angreift und den Mutanten tötet. Dies verschafft uns genug Zeit die letzten 3 Nester zu zerstören und somit den Mutanten aus unserem Spiel zu verscheuchen.

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Es wird wieder Tag. Was für eine Nacht!

Die Version, welche wir anspielen konnten, lief auf einen PC und es bestand die Möglichkeit diese per Controller oder Maus und Tastatur zu spielen. Wir als alte Konsoleros haben uns selbstverständlich für den Xbox One Controller entscheiden, mit welchem die Steuerung sehr gut von der Hand ging. Lediglich an die Parkour-Steuerung mussten wir uns erst einmal gewöhnen, welche dann aber auch sehr gut funktionierte. Das Spiel sah zumindest auf den PC sehr gut aus und vor allem die Licht- und Schatten-Spiele wussten zu begeistern.

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Fazit

Mit Dying Light steht eine ordentliche Weiterentwicklung der Dead Island-Serie an, bloß das nicht mehr Dead Island auf der Packung steht. Das alte Gameplay wurde um einige sinnvolle und spaßige Optionen erweitert, wie zum Beispiel den Parkour oder der Tag/Nacht-Wechsel. Die Grafik sieht zumindest auf dem PC vielversprechend aus und die Steuerung ist ordentlich. Der Spruch aus dem neusten gamescom Trailer trifft es genau auf den Punkt „Hunt at Day, Pray at Night“. Ein Spaß, zwischen der Jagd nach Zombies am Tag und der Flucht vor diesen bei Nacht, welchen man sich nicht entgehen lassen sollte.


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Kategorien: Gamescom 2014 Previews PS4 News Spielemessen Vorschau Xbox One News
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Kommentare

  • Erzgebirgskind sagt:

    Erscheint Dying Light nur auf den Next gens? Ansosnten Danke für den ausführlichen Review! Dead Island hab ich wahnsinnig gern gespielt aber vom 100. Aufguss wird es auch nicht besser. Dying Light scheint das Potential zu haben sich mal nach längerer Abstinenz wieder auf Zombie-Jagd zu begeben.

    • Ricky sagt:

      Erzi, nein, erscheint nicht nur für Next-Gen. Bis dato ist Dying Light auch weiterhin für PS3 / Xbox 360 angekündigt.

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