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Elevator – BluRay Test / Review

Veröffentlicht 27. März 2013 | 15:48 Uhr von Nicolas




Elevator - Film Test

Nach drei Kurzfilmen und einem norwegischen Film gibt der norwegische Regisseur Stig Svendsen mit Elevator sein Debüt im englischsprachigen Raum. Mit einem geschätzten Budget von 3 Millionen US-Dollar schuf Svendsen einen Horror-Thriller, der versucht, mit einem kleinen Set und ohne grosse Namen zu überzeugen. Ob er das schafft, lest ihr in unserem Review zu Elevator.

Das deutsche BluRay-Cover sagt es bereits: 9 Personen. 1 blockierter Aufzug. 1 Bombe… Null Entkommen. Im Barton Building, einem fiktiven Gebäude in New York City, steigt eine Cocktail-Party. Neun der geladenen Personen treffen sich in einem Aufzug, der sie zu dieser Party führen soll. Unter diesen Leuten befindet sich unter anderem der Chef der Firma, Henry Barton, mit seiner Enkelin. Diese merkt schnell, dass der Komiker, der für die Abendunterhaltung sorgen sollte, an Klaustrophobie leidet. Um ihm einen Streich zu spielen, drückt sie den Stopp-Knopf und der Lift bleibt im 49. Stock stecken. Die Hotline wird angerufen, das Problem geschildert. Doch es scheint ihnen niemand zu helfen. Eine ältere Frau leidet unter Nebenwirkung der Drogen, die sie vor der Party konsumiert hatte, und fällt zu Boden. Kurz darauf ist die Dame tot: Herzinfarkt. Jetzt liegt es an den acht verbleibenden Personen, das eigene Leben zu retten und heil aus dem blockierten Aufzug zu kommen.

 

Interessante Idee schwach umgesetzt

Elevator wird als Horror-Thriller beworben, die Idee scheint interessant. Neun sich fremde Personen werden in einen Aufzug gepackt, der kurz darauf stecken bleibt. Das Cover verrät bereits, dass es eine Bombe im Aufzug gibt. Zudem verrät es, dass der Aufzug blockiert wird. Der Film versucht, mit den Erwartungen des Zuschauers zu spielen, dies gelingt teils gut, teils überhaupt nicht. Zu Beginn des Films wird öfters die Stockwerkanzeige gefilmt und weckt so die Erwartungen, dass die Zahl sich einmal nicht erhöht. Man schaut gespannt auf die Zahl und wartet, bis die nächste kommt – oder eben nicht. Ebenfalls freut man sich auf ein Ratespiel, wer denn die Bombe bei sich trägt. Doch leider ist jeder Person mit Verstand nach dem ersten Satz der besagten Figur klar, dass er oder sie die Bombe hat. Hier wird wohl das meiste Potenzial verspielt, denn damit hätte man sehr viel mehr Spannung aufbauen können. Spannung kommt aber im ganzen Film praktisch keine auf. Als ein wenig Spannung aufkommt, ist der Film zu Ende. Der Schluss kommt urplötzlich und wirkt so, als ob die Drehbuchschreiber keine Ideen mehr gehabt hätten.

Film nimmt sich zu ernst

Das grosste Problem am ganzen Film ist aber, dass er sich viel zu ernst nimmt – er möchte etwas sein, was er nicht ist. Die Schauspieler tragen keine grossen Namen, sind aber nicht per se schlecht. Joey Slotnick als klaustrophischer Comedian war der Einzige, der die Stimmung etwas lockerte. Die restlichen Charaktere vergisst man nach einmal schlafen bereits wieder. Aber auch Slotnick war viel zu ernst, als würde er in einem Hitchcock-Thriller die Hauptrolle spielen. Dieses Ziel, ein Hitchcock-mässiges Werk zu sein, verfehlt Elevator bei weitem. Auf der BluRay-Disc befindet sich ein “Behind the Scenes”-Video, in dem der Regisseur über seinen Film schwärmt – das Drehbuch sei fantastisch, die Charaktere toll. Das Drehbuch strotzt aber nur so vor unsinnigen Plot-Twists und versuchten Drama-Events. Nichts davon wirkt glaubwürdig, bei vielen Aktionen kann man sich nur an die Stirn fassen. Ausserdem erzählt der Regisseur Stig Svendsen von den Möglichkeiten der Kameraplatzierung, wie man das Geschehen spannend einfangen kann. Doch leider wird diese Möglichkeit ausgelassen und der Film wird nicht einmal visuell interessant. In Kombination mit der mittelmässigen akustischen Untermalung wirkt Elevator leider einfach nur langweilig. Nicht einmal die einzig blutige Szene wird interessant inszeniert. Schnelle Schnitte, schrille Klavierklänge und die Szene ist zu Ende.

Fazit

Stig Svendsen schafft es in seinem Debüt nicht, visuelle, akustische oder narrative Spannung zu schaffen. Die Charaktere sind langweilig, die Story-Twists unnötig und das Potenzial wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Das grösste Problem des Films ist aber, dass er sich viel zu ernst nimmt. Er möchte eine Mischung aus aufregendem Thriller und hässlichem Horrorfilm sein, ist aber weder das eine, noch das andere – und beides alles andere als gut. Elevator kann man sowohl als Horror- wie auch als Thriller-Fan getrost auslassen und investiert das Geld besser in Cabin in the Woods.


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Kategorien: Filme Test
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