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Fast & Furious 6 – Filmkritik / Review

Veröffentlicht 18. Mai 2013 | 9:13 Uhr von Nicolas

Letzte Änderung 10. Juni 2013




Fast & Furious 6

Justin Lin verabschiedet sich mit Fast & Furious 6 aus dem Regisseurstuhl der Rennserie. Obwohl das Wort “Rennserie” seit dem fünften Teil etwas daneben ist. Der Film läuft zwar erst ab dem 24. Mai 2013 in unseren Kinos, aber wir haben ihn uns bereits ansehen können, und sagen euch in unserem Review, was wir davon halten.

Nach dem großen Diebstahl in Rio de Janeiro haben sich Dominic Toretto und Brian O’Conner zur Ruhe gesetzt. Da sie aufgrund ihrer Verbrechen nicht in die USA reisen können, lebt die gesamte Gruppe auf dem Globus verteilt. Luke Hobbs, der beim Rio-Raub noch auf der Jagd nach Toretto war, bittet diesen nun um Hilfe. Eine neue Söldnergruppe, geführt vom ehemaligen SAS-Offizier Owen Shaw, ist in London aufgetaucht. Hobbs macht Toretto ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann: Er verspricht ihm und seiner Gruppe vollen Straferlass. Zudem zeigt er Dom ein Foto seiner totgeglaubten Freundin Letty Ortiz, die nun mit Shaw zusammenarbeitet.

 

Zum Action-Franchise umfunktioniert
Wer beim fünften Teil im Abspann etwas geduldig war, sah, dass Fast & Furious 6 nur eine Frage der Zeit war. Das ehemalige Racer-Franchise wurde mit dem fünften Abschnitt der Serie aber zum Action-/Heist-Movie umfunktioniert, um vom Tuning und den Strassenrennen wegzukommen und den Film so etwas zeitgemäßer zu machen. In den Augen vieler war dies eine gute Entscheidung, denn an den Kinokassen klingelte es. Nun ist eine frische Fortsetzung Tatsache und mit Fast & Furious 6 ist klar, dass sich die Serie definitiv vom Rennfahr-Image entfernt, und völlig auf die Action-Schiene setzt.

Die Story im Film ist eigentlich zweigleisig: Einerseits macht die Gruppe Jagd auf Shaw und seine Crew, andererseits ist Dom aber auch hinter Letty her und will sehen, ob sie tatsächlich noch lebt. Mehr muss zur Story nicht gesagt werden, denn der Plot an sich ist ziemlich unwichtig. Fanatiker der Filme werden allerdings bestimmt einige Stellen entdecken, die auf die früheren Teile Bezug nehmen, außer 2 Fast 2 Furious. Aber sonst geht es darum, dass Shaw einen Computer-Chip will. Fertig. Teilweise wird etwas zu viel Gewicht auf Lettys und Doms Handlungsstrang gesetzt, dies aber höchst selten. In Fast & Furious 6 geht es um die Action, und eigentlich nur darum. Das Tempo des Films ist perfekt, es reiht sich eine Actionszene an die andere. Auf Faustkampf folgt Verfolgungsjagd, auf Verfolgungsjagd folgt Explosion, auf Explosion folgt Schießerei. Dennoch hat sich der neuste Ableger der ehemaligen Racing-Reihe nicht komplett von seinen Wurzeln entfernt. Autos sind immernoch ein wichtiger Bestandteil, wenn auch nicht mehr als Spielzeuge um Rennen zu fahren, sondern für Verfolgungsjagden. Leider verrät der Trailer die meisten Szenen bereits, deshalb empfehlen wir, diesen zu meiden. Außerdem ist Physik und Logik im Film kein Thema. Dies ist aber einer der Gründe dafür, dass Fast & Furious 6 teilweise richtig witzig ist. Aber auch diverse Dialoge sind komisch, nicht zwingend weil sie stumpf sind, sondern weil sie einfach zum Lachen sind.

 

The Rock stiehlt die Show
Wie bereits der fünfte Teil ist auch Fast & Furious 6 gefüllt mit großen Namen. Vin Diesel und Paul Walker sind wieder mit von der Partie und beide spielen ihre Rollen gut, gibt es nichts zu beanstanden. An ihrer Seite stehen Ludacris und Tyrese Gibson, sowie Sung Kang und Gal Gadot. Gibson und Ludacris sind sowas wie das Comedy-Duo der Truppe, denn die zwei sorgen locker für die meisten Lacher im ganzen Film. Klasse, wie sie sich verstehen und wie der Humor beim Zuschauer ankommt. Kang und Gadot gehen etwas unter, und ihre Pseudo-Liebesbeziehung wirkt etwas aufgesetzt, dennoch stören sie nicht. Mehr oder weniger freiwillig in Diesels Team sind Dwayne ‘The Rock’ Johnson und Gina Carano. Man kann sagen, was man will, aber The Rock stiehlt jede Szene, in der er ist. Einerseits weil er einen Kopf größer ist als alle anderen, andererseits weil er wortwörtlich seine Muskeln spielen lässt. Langsam aber sicher entwickelt sich Johnson zu dem Actionstar dieser Generation. Gina Carano, eine ehemalige MMA-Kämpferin, sagt nicht viel, schlägt aber umso härter zu. Für viel mehr scheint sie auch nicht zu gebrauchen zu sein. Der Bösewicht wird von Luke Evans verkörpert, dieser spielt den ehemaligen SAS-Offizier sehr stark, auch wenn er seine Boshaftigkeit etwas zu selten richtig zum Ausdruck bringt. An seiner Seite befindet sich Letty Ortiz, gespielt von Michelle Rodriguez, die ursprünglich für tot gehalten wurde. Bereits nach dem Abspann von Fast Five war aber klar, dass sie noch lebte. Und wie sie lebt: Sie liefert sich einige Faustkämpfe mit Gina Carano und teilt richtig gut aus. Ihre Liebelein mit Vin Diesel sind so kitschig wie in den Vorgängern, stören aber nicht. Schlussendlich spielen alle ihre Rolle zweckmässig und nur The Rock sticht richtig heraus – kein Wunder bei dieser Grösse.

Visuell und akustisch top
Justin Lin sitzt bereits zum vierten Mal im Regisseursstuhl der Fast & Furious-Reihe und der Mann weiß wie man Action zu filmen hat. Die Verfolgungsjagden sind packend inszeniert, ebenso die Schlägerein und gelegentlichen Schusswechsel. Zum Glück kommt der Film ohne viel Shaky-Cam, also verwackelte Kamera, aus, und so kann man schön sehen, was passiert. So zum Beispiel, dass die Stuntmänner ihre Hände oder ihre ganzen Körper dreckig gemacht haben, um einen völlig irren Stunt noch viel irrer wirken zu lassen. An der Inszenierung gibt es nichts zu meckern. Der Soundtrack des Films ist so wie er sein sollte. Gefüllt mit Hip-Hop und House, passt die Musik genauso gut zum Film wie zu dessen Wurzeln. Kaum ein Track wirkt fehl am Platz. Selbst wenn man mit den genannten Genres nichts anzufangen weiß, gehören sie beinahe schon zur Racing-Szene.

 

Fazit:
Bereits mit Fast Five entfernte sich die Serie von seinen Wurzeln, Fast & Furious 6 tut hier nichts anderes. Während die Reihe nach dem vierten Film ausgelutscht wirkte, brachte der fünfte frischen Wind und der sechste perfektionierte dieses Vorhaben. Dieser Film macht einfach unheimlich viel Spass. Fans kommen durch diverse Anekdoten auf ihre Kosten, Actionfans werden nicht enttäuscht und selbst die eine oder andere Racing-Szene fand den Weg in den Film. Wer jetzt nörglen möchte, dass die Reihe nicht mehr das ist, was sie mal war, hat zwar Recht, sollte aber bedenken, dass die Zeiten des Tunings und der Strassenrennen entgültig durch sind. Fast & Furious 6 macht genau das Richtige mit der Reihe, und führt sie zu neuer Frische. Wer sich also mal für zwei Stunden gut unterhalten haben will, macht mit dem neusten Ableger der Serie absolut nichts falsch.

ACHTUNG: Nach dem Abspann gibt es noch eine kurze Szene, die nicht ganz unwichtig für die Zukunft der Serie ist, bleibt also noch sitzen. Wie empfehlen, die bekannte Seite imdb.com zu meiden, da diese den After-Credit-Cameo bereits verrät.

Leider gibt es keinen einzigen Trailer, der nicht schon den halben Film verrät. Wir haben euch hier deshalb den so weit ‘harmlosesten’ heraus gesucht:


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