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GTA 5 – Aktive Folterszene sorgt für Proteste

Veröffentlicht 22. September 2013 | 14:40 Uhr von Sandra




GTA-V-sunglasses-artwork

Grand Theft Auto 5, das wohl schon jetzt als mit eines der erfolgreichsten Spiele in der Videospielgeschichte gefeiert wird, sieht sich gerade schweren Vorwürfen gegenüber, da Menschenrechtsorganisationen aktiv geworden und eine aktive Folterszene in GTA 5 massiv kritisieren. Dabei geht es um eine Trevor-Mission, in der man mit Trevor einem Gefangenen Informationen entlocken muss. Diese Figur ist unbewaffnet und es gilt u.a. aktiv Zähne zu ziehen und Elektroschocks zum Einsatz zu bringen. Sollte dem Opfer das Herz stehen bleiben, muss man ihn wiederbeleben. Das dieses Vorgehen nicht umgangen werden kann, sondern Bestandteil zum Vorankommen, somit wichtig für den Erfolg ist, ist verschiedenen Menschenrechtsorganisationen mehr als nur ein Dorn im Auge.

Menschenrechtsorganisationen vs. GTA 5

Folglich haben verschiedene Organisationen, u.a. Freedom from Torture, Amnesty, Lehrervereinigungen, die ATU und andere bereits zwei Tage nach Erscheinen von GTA 5 ihrem Unmut Luft gemacht und Beschwerde eingereicht. Freedom from Torture Chief Executive Keith Best dazu – Zitat:

Rockstar North hat eine Grenze überschritten, da sie Spieler dazu animieren, ja schon zwingen die Rolle eines Folterknechts zu übernehmen und diesen auffordern unsägliche Handlungen vorzunehmen, um Erfolg zu haben.

Folter ist eine Realität und kein Spiel. Folter in der modernen Popkultur zu glorifizieren führt die Arbeit von Freedom from Toture und Folter-Überlebende ad absurdum.

Auch der britische Abgeordnete Keith Vaz hat keine guten Worte für die im Spiel enthaltene Aktion und kommentiert diese wie folgt:

Ich bin erstaunt angesichts der gezeigten Gewaltdarstellung.

Alison Sherrat, President der Lehrervereinigung (Assiciation of Teachtesr and Lectures – kurz ATL) schließt sich der Aussage von Vaz an und gibt zudem zu bedenken, dass auch jüngere Kinder, sprich unter 18jährige z.B. ihren großen Geschwistern beim Spielen zuschauen könnten und nicht in der Lage sind zu erkennen, dass die Szenen nicht  real sind:

Die Grafik ist so realistisch, dass kleinere Kinder nicht erkennen werden, dass sie ein Spiel sehen. Vier- bis Fünfjährige haben generell eine Tendenz alles, was sie auf dem TV Bildschirm sehen, nachmachen zu wollen, egal ob es dieser ist oder es dem Feuerwehrmann gleichzutun und das Feuer zu löschen.

ATL will mitnichten, dass das Spiel verboten wird oder das eine Zensur stattfindet. Wir wollen, dass die Eltern aufpassen und sich darum kümmern, dass die Kleinen diese Bilder nicht sehen.

GTA 5 – zu realistisch und gar nicht so gut?

Ein weiterer Kritikpunkt auch von den Vereinigungen ist, dass GTA 5 ein anderes Level erreicht hat und Elemente wie Zynismus und Satire nicht mehr bzw. nur noch gering zu bieten hat. GTA 5 wirke „zu ernst“ und „zu realistisch“.

Ohne jede Frage, die GTA-Serie hat von jeher, mal mehr, mal weniger, viel Gegenwind zu spüren bekommen. Wer erinnert sich nicht an Jack Thompson, der schon häufiger gerichtlich gegen die Muttergesellschaft von Rockstar Games, Take 2, vorgegangen ist. Mit – wie wir alle wissen – keinem großen Erfolg

Aber GTA 5 wird nicht generell positiv aufgenommen. Es gibt auch Kollegen, z.B. Jeff Gerstmann von Giant Bomb, die vom neuen GTA wenig angetan sind – Zitat:

… es fühlt sich vorhersehbar an, wenig Abenteuer lastig und keine bissige Satire, wie es noch bei den Vorgängern der Fall war.

Aber auch die Kollegen von Gamespot scheinen offenbar kritisch gegenüber GTA 5 eingestellt, da sie in ihrem Review, so heißt es, den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit erheben. Dazu heißt es – Zitat:

Verschiedene Szenen, u.a. im Strip Club (Mission & freies Spiel) seien eher sexistisch und lassen sich nicht mehr mit der Beschreibung Satire verteidigen.

Wer diese Meinung habe, sei starrköpfig, heißt es weiter, außerdem:

… ja, das sind Übertreibungen frauenfeindlicher Strömungen, orientiert an unserer Gesellschaft, aber nicht satirisch. Es gibt nichts in der Erzählung, in der Darstellung das unterstreicht, wie verrückt und falsch das ist. Es ist das Feiern von Sexismus. Und bezogen auf die Folterszene entsteht ein falsches Bild, denn als Belohnung gibt es mehr Informationen und das ist das falsche Signal nach außen.

Der Artikel schließt in diesem Zusammenhang nochmals mit einem Zitat von Keith Best, Chief Executive bei Freedom from Torture:

… ich bin absolut unbeeindruckt davon, ob und wie Rockstar versucht satirisch zu sein. Diese Darstellung verletzt Folter-Überlebende die mit physischen und psychischen Narben in der echten Welt leben müssen. Sollte Rockstar North eine Message versteckt haben da sie Folter kritisieren, dann haben wir sie jedenfalls nicht gefunden.

Weder Rockstar Games noch Take 2 haben die Vorwürfe kommentiert als auch auf diesen Artikel, erschienen im The Guardian, reagiert.


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Kategorien: Playstation 3 PS3 News Xbox 360 Xbox 360 News
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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

Kommentare

  • Viothex sagt:

    Lächerlich, wen es nicht gefällt soll es nicht spielen. Und wer damit Argumentiert das Kinder das ja sehen könnten, hat auch nichts zu tun. Aufsichtspflicht ?!?!?! Jaja aber schuld ist ja ein Spiel, wenn leute Amoklaufen und bei der Jugend Gewalt groß geschrieben wird.

    Ja es war weniger Satire in dem Spiel aber ich fande, das alles sehr gut zu dem durchgeknallten Trevor passte. Es ist ein Spiel und jedes mal gibt es was, worüber sich irgendwer aufregt. Langsam ist es nur noch lästig sowas lesen zu müssen. Schade..

  • ChillerPlay sagt:

    Find es persönlich ebenfalls lächerlich, dass so eine Szene schon zu hart sei… Ich mein die Spiele sind nicht umsonst ab 18 (wo ich schon wieder sagen würde es geht nicht um Alter, sondern um geistige Reife aber…). Jedenfalls sollen sie entweder die Mission so hinnehmen oder weggucken. Das wird wohl nicht so tragisch sein. Außerdem ist Spiel auch nicht so Realitätsnah das man sagen kann das sei unmenschlich oder sonst was. Finde es schon fast traurig, dass so etwas als “zu hart” abgestempelt wird…
    Mfg

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