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Guardians Of The Galaxy Vol. 2 – Kino Test / Review

Veröffentlicht 29. April 2017 | 15:49 Uhr von Sven Huber




Guardians-Of-The-Galaxy-Vol-2-Poster

Marvel-Fortsetzungen haben es im Allgemeinen nicht leicht beim Kinopublikum. Oft sind die Erwartungen bei Zuschauern und Fans extrem hoch. Alles sollte größer, besser, spektakulärer sein ohne dabei in eine Materialschlacht abzudriften. Ob Peter Gunn diese Gratwanderung mit den Guardians of the Galaxy gelingt, verraten wir euch im Review – natürlich spoilerfrei. 

Nach ihrem Sieg über Thanos bleibt den frisch gebackenen Guardians keine Zeit durchzuatmen. Als Retter des Universums werden sie von den Souvereign angeheuert, um deren gleichnamigen Planeten vor einer gigantischen Weltraumschnecke zu schützen. Warum wir direkt mit der Action einsteigen? Weil der Film eben direkt damit beginnt und Regisseur Gunn damit direkt den Takt für die folgenden zwei Stunden vorgibt. Bereits im Vorspann wird deutlich: Die Guardians heben sich vom restlichen Marvel-Universum besonders durch zwei Dinge ab, nämlich die extrem hohe Gagdichte und der Mut zu Farbe. Aber weiter zur Handlung. Nach dem unweigerlichen Sieg über das Schneckenmonster wollen die Wächter um StarLord Peter Quill von den genetisch perfektionierten Souvereign ihren Preis einfordern: Nebula. Kenner des Erstlings wissen, auch die ist eine Tochter von Thanos und nach dem Rückschlag in Teil 1 gibt es nun ein ordentliches Kopfgeld für die  Assassine. Klar, dass die Guardians hier zuschlagen. Leider kommt es wie es kommen muss und einer der Helden löst einen Eklat aus. Blöd gelaufen, denn fortan haben die Guardians nicht nur die wütenden Souvereign, sondern auch die geprellten Ravager unter  Yondu am Hals. Zu ihrem Glück bekommen die Guardians schon bald Unterstützung von Kurt Russell. Dieser gibt, wie im Trailer bereits gespoilert, den Außerirdischen Ego, Peter Quills Vater. Fortan entspinnt sich ein Action-Feuerwerk, wie man es von Marvel und Co. erwarten kann. Mehr können und wollen wir euch an dieser Stelle auch gar nicht zur Story verraten. Soviel nur an dieser Stelle: es wird zu keiner Sekunde langweilig.

Guardians-Of-The-Galaxy-Vol-2-Screen-01

 Einer für alle…

Peter „StarLord“ Quill, Rocket Raccoon, Gamora, Drax der Zerstörer und Baby-Groot, alles bekannte Namen für Fans von Teil 1. Peter Gunn hält sich bei der Einführung neuer Figuren eher an die Regel „Klasse statt Masse“. Im Prinzip werden gerade mal 3-4 neue Hauptfiguren eingeführt. Neben Altstar Kurt Russell als Quills Vater Ego wird mit der Empathin Mantis (herrlich unschuldig gespielt von Pom Klementieff) ein weiterer Liebling der Comicfans eingeführt. Die Souvereign als Antagonist im Bunde mit den Ravagern wirken herrlich strange. Auf der einen Seite die güldenen, genetisch perfektionierten Souvereign, auf der anderen die dreckigen, chaotischen Ravager-Piraten – eine perfekte Kombi. Der Cast konnte bereits in Teil 1 überzeugen und erneut sind es die gut gelaunt aufspielenden Darsteller, die uns begeistern konnten. Überraschenderweise konnte Drax, gespielt von Ex-Wrestler Dave Bautista, uns überraschen. Im Spiel mit der unschuldig-naiven Mantis sorgt gerade dieser „ungelernte“ Akteur für einen der emotionalsten Momente im Film – Kloß im Hals garantiert. Natürlich dürfen wir auch Baby-Groot nicht unterschlagen. Wer hier am Ende von Teil 1 oder auf Grund der Trailer einen schlichten „Comic-Relief“-Charakter erwartet hatte, wird überrascht sein. Der süße Knirps ist vollwertiges Cast-Mitglied und bekommt ebenso seine Screentime wie alle anderen „Großen“. Selbst Schurkin Nebula wird genug Zeit eingeräumt, um dem Charakter hier sehr viel mehr Tiefe zu verpassen, als ihr noch im Erstling vergönnt war. Fans dürfen sich übrigens wieder auf zwei Gastauftritte freuen, die wir hier nicht spoilern wollen, und wir meinen damit nicht Stan Lee.

Die Effekte überzeugen auf ganzer Linie. Wir hatten bereits eingangs erwähnt dass Guardians of the Galaxie Vol. 2 Mut zur Farbe zeigt. Der Film wirkt wie ein Relikt der 80er Jahre. Alles ist bunt und leuchtend ohne dabei kitschig oder überladen zu wirken. Der Soundtrack setzt sich erneut aus mehr oder weniger bekannten 70er-Jahre Songs zusammen, wirkte auf uns im Erstling allerdings ansprechender und eingängiger. Der Effekt durch altmodische Mucke und SciFi-Setting wirkt aber nach wie vor noch.

Guardians-Of-The-Galaxy-Vol-2-Screen-02

 Fazit

We Are Family

Guardians of the Galaxy Vol 2. trägt wenig zur großen MCU-Story um die Infinity Steine bei. Stattdessen präsentiert uns James Gunn einen waschechten Familienfilm. Stellenweise wirkt Guardians of the Galaxy Vol. 2 fast schon wie ein Originfilm. Wir erfahren nicht nur mehr über Peter Quill und seine Familie, sondern auch über die Schwestern Gamora und Nebula, über Rockets Vergangenheit und über Drax den Zerstörer. Dabei driftet der Film nie ins kitschig emotionale ab, sondern feuert ein Gagfeuerwerk sondergleichen ab, allerdings ohne durch die hohe Gagdichte zum Klamauk zu verkommen. Das Drehbuch schafft tatsächlich die Gratwanderung in allen Belangen. Wissenswert: es gibt mehrere After Credit Scenes, also sitzenbleiben. Abschließend können wir offenen Herzens sagen: so und nicht anders muss eine Fortsetzung aussehen. Falls ihr den Erstling mochtet dann sei euch gesagt: „Ich bin Groot“.

 


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Kategorien: Filme Movie News Test
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Gamer aus Leidenschaft. Seine ersten Worte waren angeblich nicht "Mama" und "Papa" sondern "LOAD"Name",8,1". Wenn er nicht zockt oder hauptberuflich Atome spaltet, schreibt er, schaut Filme/Serien oder bastelt an youtube-Videos für seinen Channel...was ein Vollblut-Nerd eben so im Kellerloch macht ;)

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