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Homefront: The Revolution – Angespielt / Vorschau

Veröffentlicht 6. August 2015 | 17:36 Uhr von Jan Clement

Letzte Änderung 31. August 2015




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Im Rahmen der gamescom 2015 hatten wir bei Koch Media / Deep Silver die Gelegenheit eine Alpha-Demo des Open-World FPS Homefront: The Revolution auf Xbox One anzutesten.

Koch Media hatte die IP 2014 inklusive aller Assets vom deutschen Entwickler Crytek  erworben, die bereits mit der Entwicklsarbeit an Homefront: The Revolution begonnen hatten. Für das Publishing im Frühjahr 2016 wird Deep Silver, zu Koch Media zugehörig, verantwortlich sein. Für die Marke Homefront ist es allerdings nicht der erste Wechsel. Das erste Homefront Spiel (2011) wurde beim inzwischen lange geschlossenen Entwickler Kaos Studios entwickelt. Das Publishing wurde von THQ übernommen, die 2012/2013 Pleite gingen und ihre Marke versteigert haben. Homefront fiel dabei zunächst den Frankfurter bei Crytek zu. Ebenfalls wurden seinerzeit die Entwickler Free Radical (Time Splitters) mit übernommen, welche dann in Crytek UK umbenannt wurden. Mit dem Verkauf der Marke Homefront an Koch Media, ging auch das Studio in den Besitz von Koch Media über, welche ebenfalls das Studio umbenannten und es seither unter dem Namen Dambuster Studios firmiert.

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In Homefront: The Revolution geht es erneut um einen Guerilliakampf als Widerstand gegen die Nordkoreaner, welche in die Vereinigten Staaten von Amerika eingefallen sind. Das Spiel baut dabei jedoch nicht auf der Geschichte des ersten Homefront Spieles auf, sondern kreiert eine neue Hintergrundgeschichte, die auch erklären soll, wie es überhaupt zu den Vorfällen gekommen ist. Das Spiel ist dabei in Philadelphia angesiedelt, dem Ursprung der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Unsere Anspielsession beginnt mit der bereits aus der Microsoft Pressekonferenz bekannten Mission. Diese befindet sich in einer roten Zone der Welt, einer von drei möglichen Zonen des der Stadt. Diese unterteilen sich in grüne, gelbe und rote Zone. Die grünen Zonen sind die noblen Bereiche der Stadt, in welchem sich die Koreaner niedergelassen haben dürften. In den gelben Zonen findet das normale zivile Leben statt, welches von der KAP stark überwacht wird. Besonders in diesen Bereichen wird ein „Stealth“ Vorgehen empfohlen, zu welchem es aber später im Jahr noch weitere Ankündigungen geben wird. Die roten Zonen sind das zerstörte Kampfgebiet der KAP gegen den Widerstand und ihr begebt euch sozusagen in ein Kriegsgebiet.

Der Kampf gegen die KAP verläuft größten Teils im „Hit and Run“-Stiel. Das heißt wir überfallen einen Konvoi und ziehen uns gleich wieder zurück, um nicht gegen die anrückende Verstärkung kämpfen zu müssen. Dies ist vor allem der Fall, da Sucherdrohnen und Luftschiffe die Gebiete patrouillieren, um den Widerstand ausfindig zu machen. Unser Ziel dabei ist es zu den Strikepoints zu gelangen und diese für uns, den Widerstand, einzunehmen und somit die KAP zu schwächen. Dies wiederholte sich nach und nach in der Demo, während wir uns durch die offene Welt kämpften. Nach Strikepoint Nummer Eins, ging es zu Nummer Zwei, dann zu Drei, was mit der Zeit etwas monoton wirkte. Jedoch ist die Herangehensweise dabei offen und wenige der Events die dabei passieren sind gescriptet bzw. fest vorgegeben. Diese Freiheit fing die Monotonie wieder relativ gut auf.

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Von der Steuerung über die Waffen erfüllt Homefront: The Revolution so ziemlich jeden Wunsch. Auch wenn in der Demo mit Pistole, Sturmgewehr, Schrotflinte, Armbrust und einiger Ausrüstung nur einige Waffen zur Verfügung stehen, so konnten wir doch an einer Waffenbox eines Strikepoints einen Ausblick auf weitere erhalten. Da sich die Waffen zudem noch in Crysis / Warface Manier modifizieren lassen, kann man einiges an Auswahl erwarten. Auch plündert man die Leichen oder Schrottteile von Gegnern und kann sich aus verschiedenen Teilen seine Ausrüstung, wie Hack-, Ablenkungs-, Explosions- oder Feuergranaten wieder selbst zusammen bauen. Diese kann man wiederum auch RC Cars (kleine ferngesteuerte Autos) setzen und somit gut gegen starke Gegner oder Fahrzeuge vorgehen, ohne selbst in das Sicht- oder Schussfeld zu geraten.

Neben dem normalen Kugelhagel bietet die Welt aber auch noch einige weitere Möglichkeiten im Kampf gegen die KAP. So können wir uns auf Motorräder schwingen um schnell durchzubrechen oder auch Fallen benutzen, um Gegner in einem Hinterhalt zu überraschen. Da unser Charakter natürlich auch bei bester Gesundheit bleiben will, jagten wir uns die ein oder andere Nadel in den Arm, da nur so Leben wieder gewonnen wird. Auf unserem Handy finden wir alle wichtigen Informationen zu den Missionen und Strikepoints, wodurch ein guter Überblick über den Fortschritt gewahrt bleibt,

Durch das Erobern von neuen Strikepoints schalten wir immer mehr Punkte auf der Karte frei, wie Waffen- oder Fahrzeuglager und können immer effektiver vorgehen. Ein Tag und Nacht Zyklus tut sein Übriges, um auch einmal gute Gelegenheiten zum leisen vorgehen mit der Armbrust zu bieten. Schade nur, dass in der Demo die besiegten Gegner so schnell verschwinden und wieder neue auftauchten, so dass es meist doch zu offenen Feuergefechten gekommen is. Zufällig auftauchende Flashpoints, in welchen wir Widerstandsgruppen im Kampf gegen kleinere Gruppen KAP helfen müssen, halten einen zwischen den Zielen bei Laune.

Auch wenn die Welt auf dem PC mit der Cryengine bezaubernd aussieht, so ist es doch auf der Konsole eine andere Welt. Teils haben simple Lichteffekte das Visier so sehr aufleuchten lassen, dass man durch dieses so gut wie gar nichts mehr gesehen hat. Auch auf die Distanz sahen Gegner und Umgebung nicht immer sonderlich schön aus und wirkten Teils etwas matt und körnig. Es bleibt zu hoffen das hier noch etwas an der Grafik geschraubt wird, da durchaus auch schöne Seiten zu sehen waren.

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Fazit

Homefront: The Revolution ist ohne Frage ein durchaus passabler Shooter, doch so ganz ist der Funken bei uns noch nicht übergesprungen. Auch wenn einige Besonderheiten das Spiel sehr spielenswert machen, so gibt es doch einige Punkte in der Grafik und im Gameplay, die das Spiel noch nicht in die oberen Ränge transportieren. Etwas mehr über die Story zu erfahren, als nur simple Strikepoints nacheinander auszuschalten, hätte sicherlich gut getan. Aber es bleibt zu hoffen, dass weitere Infos und Verbesserungen mit der Zeit Einzug halten, um Homefront: The Revolution zu einer runden Sache zu machen.


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Kategorien: Gamescom 2015 PC Previews PS4 News Vorschau Xbox One News
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