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Homeland (Serie) – Blu-ray Review / Test

Veröffentlicht 14. Juli 2013 | 17:53 Uhr von Nicolas




Homeland-Staffel-1

Nach einer Geiselbefreiung im Irak ist sich eine CIA-Agentin unsicher, auf welcher Seite der Rückkehrer steht. Der Pay-TV-Sender Showtime präsentiert mit Homeland eine spannende Agentenserie, die mit der Ungewissheit des Zuschauers spielt. Wie die Serie das macht, erfahrt ihr in unserem Review zu Homeland.

Carrie Mathison, CIA-Agentin, erfährt im Irak von einem Gefangenen, dass ein US-Marine nun für Al-Kaida arbeiten soll. Zehn Monate später wird bei der Stürmung eines Terroristenverstecks ein amerikanischer Soldat namens Nicholas Brody gefunden, der acht Jahre lang festgehalten wurde. Als er zu Hause ankommt, warten dort seine Frau und seine zwei Kinder auf ihn. Während die Familie außer Haus ist, lässt Carrie mehrere Sicherheitskameras im Haus installieren, da sie sich sicher ist, dass Brody der Verräter ist. Bei der CIA hält man wenig von ihrer Idee, also macht sie es auf eigene Faust. Während in ihrer Recherche erfährt sie unkonventionelle Dinge und sieht sich mit mehreren Problemen konfrontiert.

Homeland-Staffel-1-Screenshot-1

 

Noch eine Agentenserie?
Mit mehreren CSI-, CIA- und FBI-Serien scheint sich mit Homeland eine weitere Serie in diese Gefilde zu begeben, doch Homeland ist anders. Die erste Staffel der Serie erstreckt sich über zwölf Folgen, wobei eine Folge zwischen fünfzig Minuten und einer Stunde dauern, das Staffelfinale dauert sogar knapp neunzig Minuten. Praktisch: Zu Beginn jeder Folge wird noch einmal rekapituliert, was in den letzten Episoden wichtig war. Allerdings ist nicht wirklich das spannend, was man weiß, sondern dass, was man nicht weiß. Die Show spielt ständig mit der Ungewissheit des Zuschauers und macht sich so interessant. Zudem hat Homeland eine übersichtliche Charakter-Palette. Leider fehlt der Serie aber eine Figur, in die man sich hineinversetzen kann. Eine Figur, mit der man sich identifizieren kann. Man bleibt Zuschauer und wird nicht richtig ins Geschehen hinein gezogen. Da die Serie aber unglaublich spannend und die Charaktere interessant sind, fällt dies nicht so ins Gewicht. Zur Spannung trägt auch bei, dass jeder der Figuren ein eigenes Geheimnis hat, wobei Brody wohl das größte hat. Der Zuschauer wird in jedes der Geheimnisse eingeweiht – ausser dem von Brody – und wird so auf die Folter gespannt, wer wann wovon Wind kriegt.

Bizarre Hauptcharaktere
Homeland
hält sich in Sachen Charakter-Vielfalt eher zurück. Neben den beiden Hauptcharakteren Brody und Carrie gibt es nur eine Handvoll Figuren, die man sich zu merken hat. Nicholas Brody wird von Damian Lewis gespielt und tut dies fantastisch. Lewis muss einen POW (Prisoner of War, dt: Kriegsgefangener) darstellen, der acht Jahre lang festgehalten wurde und sich erst wieder an die ‘normale Welt’ gewöhnen muss. Hier gibt es einige witzige Anspielungen, beispielsweise auf YouTube. Sein kalter Blick und sein spezieller Gesichtsausdruck passen perfekt zum möglichweise “gedrehten” Kriegsgefangenen. Claire Danes, die für ihre Darstellung von Carrie Mathison einen Golden Globe entgegennehmen durfte, spielt ihre Rolle phänomenal. Carrie ist völlig instabil und arbeitet eher unkonventionell, was Danes ideal verkörpert. Es ist für so eine Serie etwas klischeehaft, dass sie sehr “abnormal” arbeitet, es macht die Figur aber wesentlich spezieller und eigener. Mit beiden Charakteren kann man sich selten bis gar nie identifizieren, da sie absolut bizarr sind. Dies macht sie aber sehr interessant, vor allem, wenn sie miteinander interagieren. Das Potenzial, dass einem die Charaktere auf die Nerven gehen können, ist ziemlich hoch, aber mit solch eigenartigen und instabilen Figuren riskiert man sowas.

Homeland-Staffel-1-Screenshot-2

 

Greifbarere Nebendarsteller
Neben den beiden Hauptfiguren bietet Homeland eine übersichtliche Auswahl an Support-Darstellern. Der wichtigste dieser Leute dürfte Saul Berenson sein, gespielt von Mandy Patinkin. Er ist Carries Mentor bei der CIA und ist zeitweise der Einzige, der an sie und ihre Ideen glaubt. Nicht nur bei Brody und Carrie beeinflusst der Job das Familienleben, auch bei ihm verändert sich einiges. Auf Brodys Seite gibt es einige weitere, wichtige Charaktere. Jessica, seine Frau, wird von Morena Baccarin gespielt. Sie hat damit zu kämpfen, dass Brody sich einerseits sehr seltsam verhält. Andererseits war sie kurz davor, den Kindern von ihrer Beziehung zu Mike, dem besten Freund von Brody, zu erzählen. Ihre Darstellung ist ebenfalls sehr gut, ihre Verzweiflung steht ihr praktisch auf die Stirn geschrieben. Die Kinder, Chris und Dana, hatten das Potenzial, nervtötend zu sein. Chris blieb über die ganze Staffel ziemlich unscheinbar. Seine Schwester war etwas mühsam, aber mit dem Fortschritt der Story wird auch sie etwas greifbarer und man sieht, dass sie keineswegs dumm ist. Die weiteren Nebendarsteller machen alle einen guten Job. David Harewood als CIA-Vorsteher David Estes, Diego Klattenhoff als Brodys bester Freund Mike oder Navid Negabahn als US-Staatsfeind und Bösewicht Abu Nazir, sie alle überzeugen.

Fazit
Homeland ist eine spannende Serie, die viele Fragen unbeantwortet lässt und so den Zuschauer für die nächste Folge heiss macht. Die Darsteller spielen hervorragend, vor allem die beiden Leads, Damian Lewis und Claire Danes. Die Qualität der Blu-ray ist überzeugend, weist aber das standardmässige Korn in dunklen Stellen auf. Leider vergisst die Serie, einige spannende Fragen zu beantworten. Dies lässt aber auf eine auflösende zweite Staffel hoffen, die bei uns erst gegen Ende 2013 oder noch später erscheinen wird. Aktuell wird die dritte Staffel produziert, ab dem 29. September 2013 wird sie in den USA ausgestrahlt. In unseren Gefilden müssen wir uns aber zuerst mit Staffel zwei begnügen. Wir sind gespannt.

Epilog – Das Bild des Islams und der USA
Mit einem Setting wie dem von Homeland ist ein Konflikt vorprogrammiert. Potenzielle Problempunkte gibt es zwei: Einerseits könnten sich Anhänger des Islams beleidigt fühlen, da ihre Religion simplifiziert und Moslems als reines Terrorvolk abgestempelt werden. Andererseits kann der Name an sich schon darauf hinweisen, dass es eine Propaganda-Serie für die USA ist. Ich bin weder Moslem noch US-Amerikaner, empfand beide Punkte als nicht störend oder nicht vorhanden. Als Terrorist wird lediglich Abu Nazir bzw. die Al-Kaida dargestellt. Ab einer bestimmten Folge sieht man die böse Seite der USA, was für eine amerikanische Serie eher untypisch ist. Propagandahaft wirkt Homeland ebenfalls nicht. Wie bereits geschrieben, man sieht auch, dass die USA nicht ganz sauber spielt. Meiner Meinung nach ist die Serie also weder Islamfeindlich noch nach dem “die USA ist das beste Land der Welt”-Motto. Dies hätte der Serie nur geschadet.


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