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Iron Man 3 – Blu-ray Test / Review

Veröffentlicht 29. September 2013 | 15:07 Uhr von Ricky




Als Iron Man, Startnummer Eins, im Jahre 2008 erstmals jedoch im Zuge der scheinbar endlosen Marvel- und DC-Comic-Verfilmungen auftauchte, waren die Erwartungen eher gering. Aber Iron Man überraschte, setzte 2010 mit einer Art Material-Overkill nach, bei dem der Kern des Wesentlichen fast verloren ging und nun schickt sich Iron Man aka Tony Stark ein drittes Mal an mit Witz, Sarkasmus, durchaus auch viel Krach-Boom-Bäng aber auch gleichzeitig vielleicht ein paar vielen, ungewohnt leise Töne anschlagend weniger die Welt als mehr sich selbst zu retten.

Große, große Marvel-Welt

Eines muss man der Marvel-Welt zu Gute halten: Sie scheint schier unerschöpflich und mit ein paar kreativen Köpfen an der richtigen Stelle, kann aus einem guten Comic auch eine gute Verfilmung werden. Ja, das ist etwas Besonderes, denn nicht jede Adaption, die den Sprung vom Papier in Richtung Zelluloid unternommen hat, ist geglückt. Der eine oder andere Absturz war dabei und hat vor allem die Comic-Fan-Welt schwer getroffen.

Doch wie ist es mit Iron Man und seinem Universum, in dem zusätzliche Parallelwelten existieren, da nicht nur Iron Man als Einzelkämpfer unterwegs ist, sondern auch den Gruppenverbund (Stichwort Avengers) mehr als zu schätzen weiß. Als Philanthrop sozusagen gilt Tony Stark als gern gesehener Gast, wenn es darum geht nicht nur Chaos zu stiften, sondern der Welt einen meistens jedenfalls guten Dienst zu erweisen.

Iron Man 3 geht, sollte man vielleicht sogar sagen „zum Glück“ mitnichten den klassischen Weg und orientiert sich am eigenen Comic. Es sind mehr Wesenszüge, die vor allem für Hauptdarsteller Robert Downey Jr. als Tony Stark / Iron Man wie die berühmte Faust auf Auge passen und die in den Fokus gerückt sind. Ansonsten folgt Iron Man mehr den Spuren des The Avenger-Films. Garniert mit künstlerischer Freiheit der verantwortlichen Redakteure sind rund zwei Stunden entstanden, die auf jeden Fall zu unterhalten wissen.

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Alltägliche Themen klassisch „vermarvelisiert“

Ja, Shane Black, Regisseur und ebenfalls am Drehbuch beteiligt, weiß Akzente zu setzen. Er rückt Tony Stark aka Iron Man (Robert Downey Jr.) ins rechte Licht und ist sich dabei auch nicht zu schade etwas anders zu machen. Mutig könnte man das beschreiben, da er zwar voll aus dem Marvel-Topf schöpft, aber dennoch sein eigenes Ding macht und dies im Endergebnis dann doch wieder zu 100 Prozent in die Marvel-Welt passt.

Nach einem anfänglichen Rückblick ins Jahr 1999, erfahrt ihr als Zuschauer, dass es ein DNA veränderndes Experiment namens Extremis gibt, um eigentlich Gutes zu bewirken. Recht schnell geht es ins Hier und Jetzt, da der Terrorismus in Gestalt von Mandarin allgegenwärtig ist und es einen Tony Stark zu erleben gibt, der menschlicher nicht sein könnte – im Ganzen sau-cool, aber auch verletzlich und nachdenklich. Und dabei geht es nicht nur darum, dass er sein Anwesen verliert und sich irgendwie wieder neu erfinden muss …

Alle Figuren leben – und zwar dank ihrer Darsteller und die Ideen der Regie- bzw. Film-Crew. Filmleiter Black als auch die Darsteller Downey Jr. (Stark/Iron Man), Gweneth Paltrow (Pepper Pots), Don Cheadle (War Machine/James Rhodes) sowie Erzfeind Mandarin/Trevor (Ben Kingsley), um ein paar wenige zu nennen, wissen worauf es ankommt und mimen ihre Alter Egos überzeugend. Erfreulich auch, dass Attribute wie Humor, Sarkasmus, Witz als auch Nachdenklichkeit und Ernst ihren Platz gefunden haben. Gewürzt mit Action, die wieder einmal technisch einwandfrei gemacht, auf ganzer Linie überzeugt. Doch Vorsicht: Wer wieder eine satte Materialschlacht erwartet, ähnliche Iron Man 2, sollte seine Erwartungen runter schrauben. Es geht gediegener zur Sache, irgendwie ruhiger und vor allem mit deutlich mehr sehr gut gemachten Dialogen. Aber die Action ist selbstredend gut platziert, technisch einwandfrei und es kracht ordentlich, wenn es kracht!

Iron-Man-3-Screenshot-1

Fazit:

Wir haben bewusst wenig bis gar nichts zur Story in unserem Iron Man 3-Test geschrieben, die Rahmenhandlung reicht. Iron Man 3 muss man „wirken lassen“. Schon zu beginn werdet ihr feststellen, dass der dritte Teil unter Regie-Ass Black eine klare Linie verfolgt, gleichzeitig aber viele Abzweige bietet, welche von den grandiosen Darstellern, allen voran wieder einmal Robert Downey Jr. genommen werden. Dabei zeigt sich, dass Action nicht immer mit viel Zerstörung daher kommen muss. Geschickt enigewobene Thriller-Fäden, die auf sehr menschliche Momente treffen, lassen Iron Man 3 zu einer gelungenen Fortsetzung werden. Iron Man 3 ist weit weg davon einfach nur eine Comic-Umsetzung zu sein. Iron Man 3 hat seinen Weg gefunden und reduziert, wenn man so will, einen Sprüche klopfenden Helden auf das Wesentliche, da er mit einem so weit stimmigen Drehbuch (Story) nichts desto weniger frech, witzig, nachdenklich und schlichtweg top beweist, wie simple am Ende ein guter Film, auch aus der Welt der Comics, sein kann. Dass die Extras der Blu-ray eher in die Kategorie „mau“ bzw. „durchschnittlicher Standard“ fallen (ein paar Making Offs, Audiokommentare, Features,  Outtakes, Kino-Trailer) sei verziehen. Der Film macht das alles wett und ist wert mehr als nur einmal geschaut zu werden.


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