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Jack and Jill (Blu-Ray) – Doppelt hält nicht immer besser

Veröffentlicht 27. Juli 2012 | 16:43 Uhr von Sandra




jack and jill

Gestatten: Adam Sandler und Adam Sandler! Ja, ihr seht doppelt und bekommt den Kult-Schauspieler, der vor allem durch und mit seinem Slapstick-Humor – jedenfalls meistens – besticht als auch überzeugen kann, in Jack & Jill in einer Doppelrolle serviert. Tragisch für die Veröffentlichung, dass nachhaltig bekannt sein dürfte, dass Jack & Jill als erster Film in der Geschichte der Verleihung der Goldenen Himbeere (wird seit 32 Jahren vergeben) im Jahr 2012 in allen Kategorien abgeräumt hat. Ein offenbar trauriger Rekord verbunden mit der Frage: Zu Recht oder zu Unrecht?

Doppelt hält besser?
Jack Sadelstein (Adam Sandler) hat ein Leben, von dem träumen viele andere nur. Jack ist erfolgreicher Webemensch im Dienste der Firma Dunkin Donats, dazu glücklich mit Erin (Katie Holmes) verheiratet und hat zwei Kinder: Sofia (Elodie Tougne) und Gary (Rohan Chand). Die Welt könnte sich nicht besser drehen …

Jack and Jill Filmpicture… bis Jacks Schwester Jill (Adam Sandler) auftaucht. Gut, das macht Jill jedes Jahr zu Thanksgiving, da sie übers Wochenende bleibt und dann erst wieder im nächsten Jahr aufzukreuzen gedenkt. Doch dieses Mal ist alles anders: Jill entschließt sich länger zu bleiben – alles andere als ein Grund zur Freude für Jack. Und, ihr ahnt es schon, damit ist das Chaos perfekt. Nicht nur das sich Jack mit seiner Schwester nicht gerade grün ist, er hat auch Stress im Job. Seine Firma will unbedingt einen Werbespot mit Hollywood Star-Altmeister Al Pacino (Al Pacino) drehen und Jack soll ihn für das Projekt gewinnen. Ergo beißt er in den sauren Apfel, packt die Familie nebst anstrengender Schwester Jill ein und man besucht zusammen ein Basketball-Spiel. Jack trifft auf Al Pacino, gesäumt von Johnny Depp (JohnnyDepp), und – wenn wundert es, Al ist wenig begeistert von der Idee mit der Werbung. Seine Stimmung scheint von gut auf schlecht zu kippen, da trifft er wie rein zufällig auf die nölige Jill – und der Anflug von genervt sein scheint verflogen. Das gilt auch für Jack, der in seiner Schwester das Mittel zum Zweck erkennt Al Pacino für das Werbeprojekt zu gewinnen. Dumm nur, dass Jill Al so ganz und gar nicht prickelnd findet.

Kurze Zeit später ist die Familie Sadlestein auf Kreuzfahrt und Jack versucht sich an seiner Schwester wieder etwas anzunähern. Jack will auf Teufel komm raus, dass sich Jill mit Al trifft, aber sie weigert sich standhaft. So bleibt Jack keine Wahl: Er verkleidet sich als Jill geht zu Al und die echte Jill rauscht mehr als nur angesäuert ab. Wieder zuhause bei Jack ist Jill dezent überrascht, dass Jack mit Familie vor ihr wieder zuhause angekommen ist. Es kommt noch zu diversen Streitigkeiten, bei denen u.a. Al als Streitschlichter auftritt und gleichzeitig erfährt, dass seine angebetete Jill lieber einen Mexikaner an ihrer Seite hat als den Hollywood-Barden, was dieser mit gemischten, Tendenz eher negativen Reaktionen quittiert. Infolge dessen kommt es nochmals zu diversen Auseinandersetzungen zwischen Jack und Jill – um die es am Ende auch Hauptsächlich geht – von wegen Geschwister-Streitigkeiten, und final liegen sich die beiden freudig versöhnt und glücklich in den Armen. Na endlich und – Amen!

Film-Facts
Eines muss man, trotz der negativen Kritiken, fast schon bewundernd anerkennen: Das Budget für den Film betrug rund 79 Mio. US-Dollar. Wer nun denken mag, dass man die Ausgaben nicht wieder eingespielt hat, irrt. Am ersten Wochenende, als der Film in die Kinos kam, spielte Jack and Jill schon 25 Mio. US-Dollar ein. Bis Ende Februar 2012 spülte der Film weltweit 149 Mio. US-Dollar in die Kassen. Damit waren die Kosten, die für die Film-Entstehung ausgegeben wurden, definitiv gedeckelt.

Kann man dies noch lobend anerkennen, sind die vielen, vielen goldenen Himbeeren alles andere als schmeichelhaft. 32 Jahre wird die Goldene Himbeere, das weniger schmeichelhafte Pendant zum Oscar, in Hollywood verliehen. Mit der Himbeere werden Filme, Darsteller, Produzenten, etc. pp. „ausgezeichnet“, deren Schaffen, deren Machwerke, Drehbücher und Co. einfach nur als schlecht eingestuft werden. Sandler bekam u.a. die Himbeere verliehen als schlechtester Hauptdarsteller sowie schlechteste Hauptdarstellerin. Selbst Großmeister Al Pacino blieb nicht verschont und darf sich die  glänzende Frucht für seine Leistungen als schlechtester Nebendarsteller ins Regal stellen. Auch Regie (Dennis Dugan) sowie Drehbuch (Sandler, Steve Koren, Ben Zook) wurden mit der Himbeere bedacht.

Adam Sandler ist eben Adam Sandler
Jack and Jill FilmpictureSandler ist ein Schauspieler, der auf jeden Fall die Gemüter spaltet – genau wie seine Filme. Entdeckt auf einer Stand-Up Comedy Bühne, stand Sandler schon immer für schrägen, oft auch sehr vorhersehbaren Humor – aber trotzdem lacht man gerne mit und über ihn. Aber, die Komik, das Quatsch machen, filmisch tierischen Spaß haben, das ist schlicht sein Metier. Und ganz ehrlich: Entweder man mag es, oder man mag es eben nicht – etwas dazwischen ist bei Sandler schwer auszumachen, dafür ist Sandler mit dem Genre Komik, Humor bzw. Slapstick zu sehr verwurzelt, als das man dies trennen könnte. Nichts desto weniger sollte man seine Ausflüge in die ernsthafte Schauspielerei in keinem Fall schmälern, hat er in beispielsweise Spanglish als auch Spiel ohne Regeln bewiesen, dass er auch abseits der Comedy bestehen kann.

Bezogen auf Jack and Jill hat Sandler jedoch etwas arg daneben gegriffen und selbst für einen ausgemachten Sandler-(Film)-Fan ist die dargebotene Kost stellenweise schwer ertragbar. Bekommt man anfänglich noch das Gefühl, der Film könnte an bekannten Gags und vor allem auch unnötigen Längen ersticken, wird es zur Mitte, insbesondere jedoch zum Ende sehr chaotisch und stetig unlogischer. Okay, Sandlers Filme haben oft keine wirkliche Logik und sind unterm Strich eine Aneinanderreihung von zumeist Gags von der Stange, aber in Jack und Jill zünden nicht einmal mehr diese. Was seinerzeit noch in Big Daddy, Happy Gilmore, Wedding Singer, Billy Madison, Waterboy oder auch Little Nicky sowie Mr. Deeds funktioniert hat, klappt eben in Jack und Jill nicht mehr. Es ist einfach einen Ticken zu oft gewesen, da man Sandler hat rum ulken sehen. Die Gags sind abgedroschen und sich in dem Segment neu erfinden können nur die wenigsten. Es nützt auch nicht mehr viel, wenn man sich für seine zugegeben dezent verbrauchten Witze einen Herrn mit Format wie Al Pacino ins Boot holt. Das mag zwar das Ambiente heben, jedoch nicht den Inhalt. Gleichwohl wir an dieser Stelle anmerken wollen, dass Pacino seine Sache wahrlich gut gemacht hat und als Nebendarsteller dem doppelten Sandler die Show stielt! Pacinos Selbstironie wirkt herrlich erfrischend und sorgt dafür, dass man Jack and Jill nicht vorzeitig abschaltet – denn diesen Drang verspürt man selbst als Sandler-Fann nicht nur einmal. Na ja, und fair wie wir sind, Sandler hat es einfach drauf Grimassen und Gesichter zu schneiden – das kann er fast perfekt und zumindest das entlockte uns hin und wieder noch einen, wenn auch zugegeben, müden Grinser!

Blu-Ray Fakten:
Die Deutsche Blu-Ray hat drei Sprachspuren: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1) sowie Franzsösisch (DTS-HD 5.1). Untertitel sind wahlweise zu- bzw. abschaltbar und in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch und Niederländisch wählbar. Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1. – FSK: Ohne Altersbeschränkung. Spieldauer: Ca. 91 Minuten. Extras/Feautres: Entfallene Szenen, Versprecher (Lachen ist ansteckend), „Sieh mal wer da ist”, Jungen wie Mädchen, Bauchweh und “Sag nicht Boot zu der Royal-Caribbean” (Kreuzfahrtschiff, auf dem die Dreharbeiten stattgefunden haben).

Technische Fakten:
Während der Film, sprich Inhalt, weniger überzeugend daher kommt, machen Bild und Ton keine Sperenzchen und liefern gute bis sehr gute Ergebnisse. Die Sprachausgabe geht vollkommen in Ordnung (Deutsch, Englisch) und auch das Bild überzeugt ohne Störungen oder Pixel-Fehler, Bildaussetzer oder Ähnliches. Somit geht die Ausstattung definitiv in Ordnung, was man jedoch nicht von den Extras sagen kann, die sowas wie „wir tun halt mal was drauf“ wirken und nicht wirklich einen zusätzlichen Obolus darstellen. Wären diese Inhalte nicht mit dazu gekommen, man würde es nicht vermissen.

Jack and Jill Filmpicture

Unser Fazit: Wir mögen Adam Sandler – keine Frage, aber inzwischen hat der Gute einen Punkt erreicht, da er sich selbst wiederholt und ihm offenbar nicht mehr wirklich etwas Neues einfällt. Das ist, auch angesichts der Filme, die uns schon herzlich zum Lachen gebracht haben, einfach nur schade. Vielleicht sollte Sandler mal ein wenig abtauchen, wobei er generell sein Privatleben sehr unter Verschluss hält, und Luft holen. Vielleicht inspiriert ihn das zu neuen Ideen – oder er wechselt das Fach und vertieft seine sehr guten Ansätzen bezüglich der sogenannten ernsthaften Schauspielkunst, die er zweifelsfrei beherrscht. Jack and Jill hat, wir wollen nicht sagen zu Recht, die ganzen Goldenen Himbeeren erhalten – es gab sicher genug „schlechte Konkurrenz“, der man hätte ein paar Früchte abgeben können. Aber Jack and Jill ist auch weit davon weg als „gut“ bezeichnet zu werden. Für knallharte Adam Sandler Fans mag der Streifen noch mit viel „good will“ in Ordnung gehen – für alle anderen lohnt sich die Anschaffung der Blu-Ray definitiv (leider) nicht.


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Kategorien: Filme Test
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