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Kick-Ass 2 – Filmkritik / Review

Veröffentlicht 13. August 2013 | 10:30 Uhr von Nicolas




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Der Superheld ohne Superkräfte steht mit seinem zweiten Film in den Startlöchern: Nachdem der erste Teil mehrheitlich positive Kritiken erhielt, steht der Nachfolger nun unter Druck. Ob der einfache Comicnerd, umfunktioniert zum Retter der Strasse, einmal mehr überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Review zu Kick-Ass 2.

Dave Lizewski hat nach seinen Erlebnissen und Erfahrungen mit dem Superhelden-Dasein das Köstum zur Seite gelegt. Er weiss nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. In einem Fernsehbericht sieht er, dass Kick-Ass, sein Alter Ego, mehrere Leute dazu inspiriert hat, ebenfalls zu einem Kostüm zu greifen und die Strassen dieser Welt sicherer zu machen. Dies bringt den jungen Brillenträger auf die Idee, mit Mindy Macready, die als Hit Girl mit ihrem Vater agierte, ein Team zu bilden. Die beiden trainieren zusammen, schnell merkt Mindy aber, dass sie so ein Versprechen bricht, dass sie ihrem Vater gab. So hört sie mit dem Training auf und freundet sich – mehr schlecht als recht – mit einer Zickenclique in ihrer High School an. Dave tritt hingegen der Selbstjustizgruppe Justice Forever bei, die von Colonel Stars and Stripes gegründet wurde. Noch nicht ganz verheilt sind die Wunden von Chris D’Amico, Pseudonym Red Mist. Der Tod seines Vaters, welchen Kick-Ass herbeigeführt hat, hat er noch nicht verdaut und will sich nun rächen. Er verkleidet sich erneut, will diesmal aber nichts Gutes, sondern nur Böses tun. Wenn Kick-Ass der erste Superheld sein wollte, sei er eben der erste Superbösewicht. Und so entstand The Motherfucker. Mit dem Geld seiner Eltern kauft er sich eine Armee von Schurken zusammen, die Kick-Ass zur Strecke bringen sollen.

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Kick-Ass tritt Justice Forever bei.

Hauptsache Spass
Mit Kick-Ass 2 geht der selbsternannte Superheld in die nächste Runde. Von vielen gemocht – auch von den Kritikern –, trägt der Nachfolger zum erfolgreichen ersten Teil eine gewisse Last. Diesem Druck hält der Film locker stand. Erfrischend leicht beginnt das Abenteuer um Kick-Ass, der mit seinem Leben nicht mehr richtig weiterweiss. Der Film fährt genau die richtige Schiene, denn er nimmt sich nicht allzu ernst. Es wird geflucht und Blut spritzt, genau wie man es sich erhofft hat. Hier trifft ein gutes Drehbuch auf gut inszenierte Action und bizarre, dennoch tolle Charaktere. Während der erste Teil von Kick-Ass, Red Mist, Hit Girl und Nicolas Cages fantastischer Darstellung von Big Daddy lebte, kommen im Sequel einige neue Figuren dazu, die mindestens genauso schräg daherkommen. Red Mist heisst nun weder Red Mist noch Chris D’Amico, sondern The Motherfucker. Sowohl seine Crew als auch Kick-Ass’ Truppe sind an Absurdität kaum zu überbieten. Dies funktioniert mit dem gesamten Stil des Films aber gut. Schön Over-the-Top sind die Actionszenen, an denen es Gott sei Dank nicht fehlt. Gegen Ende schleichen sich immer mehr dramatische, emotionale und ernste Szenen ein, die aber der Handlung entsprechen und dem Film nicht schaden.

Mintz-Plasse stiehlt die Show
Die völlig schräge Darbietung von Nicolas Cage im ersten Teil als Big Daddy scheint kaum überbietbar zu sein. In Kick-Ass 2 gibt es aber gleich mehrere Charaktere, die an diese Performance heranreichen. Fangen wir aber mal von vorne an. Auch im zweiten Teil spielt Aaron Taylor-Johnson den Nerd und Superhelden Kick-Ass. In Savages zeigte der Mann, dass er auch etwas anderes spielen kann, was seiner Schauspielkarriere sicherlich helfen wird. Seine Darstellung von Dave bzw. Kick-Ass gefällt, er ist quasi die Verbindung zwischen dem Geschehen und dem Publikum, da er noch die realistischste Figur des Films ist. An seiner Seite steht Hit Girl, die im ersten Teil von vielen als der Showstealer schlechthin angesehen wurde. Ihre Wichtigkeit wurde etwas reduziert, dennoch tritt sie den Bösewichten immer noch deutlich kräftiger in den Allerwertesten als Kick-Ass selbst. Chloë Grace Moretz, die immer noch zu jung ist, um diese Filme zu sehen, porträtiert die junge, etwas verzweifelte Dame erneut fabelhaft. Mindy weiss nicht recht, ob sie jetzt ein normales Leben führen oder doch Hit Girl bleiben will.
Der Anführer der Justice Forever-Bewegung ist kein geringerer als Jim Carrey. Als Colonel Stars and Stripes geht er im Militäroutfit auf Verbrecherjagd. Im Film ihm klar anzusehen, dass er eine gute Zeit beim Dreh hatte. Völlig überdreht stellt er den ehemaligen Mafioso dar, herrlich. Die mit Abstand beste Rolle hat aber der Superschurke The Motherfucker: Christopher Mintz-Plasse. Der Junge dürfte mit dieser Rolle sein McLovin-Image loswerden, denn ihn vergisst man nicht so schnell. Er lebt das Rich-Kid-Klischee aus, indem er sich eine Gruppe Verbrecher kauft, die für ihn arbeiten sollen. Diesen gibt er stereotypische Namen und völlig dämliche Kostüme. In weiteren Nebenrollen finden sich einige bekannte Gesichter, darunter Donald Faison. Gut, den Mann einmal ausserhalb von Scrubs zu sehen. Als Dr. Gravity ist er noch einer der humaneren Figuren, dennoch macht es Spass, ihm zuzusehen.

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Red Mist heisst jetzt The Motherfucker.

Gute Action, toller Soundtrack
Action und Story wechseln sich in gesunden Portionen ab, sodass beides nicht zu kurz kommt. Die Action ist generell gut gefilmt, wenn auch teils etwas zu verwackelt für meinen Geschmack. Dennoch kann man sehen, dass Hit Girl richtig solide Stuntarbeit leistet, sie oder ihre Doubles. Unterstützt werden die Action- und auch die anderen Szenen von einem phänomenalen Soundtrack. Schon der erste Teil konnte mit einem starken Score glänzen, ebenso kann dies der zweite Teil. Wenn auch etwas poplastiger, sind die Musiktitel perfekt auf die Szenen abgestimmt. Dazu feiert der beliebte Song Flying Home aus dem ersten Teil sein Comeback, wenn auch in einer etwas abgewandelten Variante. Das russische Volkslied Korobeiniki hat einen netten Gastauftritt. Leider dürfte die Herkunft des Songs vielen nicht bekannt sein und in der Szene deshalb etwas eigenartig wirken.

Fazit
Mit Kick-Ass 2 erhält der erste Teil einen mehr als würdigen Nachfolger. Absurde Charaktere, eine angenehme Story und gute Action vereinen sich zu einem unterhaltsamen Gesamtprodukt, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Der brillante Soundtrack unterstützt dies nur zu gut. Christopher Mintz-Plasse und Jim Carrey leisten sich ein Wettrennen um den schrägeren Charakter, den Gewinner muss jeder für sich selbst ermitteln. Für mich war es Mintz-Plasse, The Motherfucker war das Highlight des Films. Dies soll kein Negativpunkt sein, sondern vielmehr die Kirsche auf der Sahnetorte. Es wird geflucht und Blut spritzt, an beidem wird nicht gespart. Kick-Ass 2 macht einfach Spass, die ernsteren Szenen bringen aber etwas Emotionen in den sonst so überrissenen Film.
Kleiner Hinweis: Nach den Credits kommt noch eine kurze Szene. Nicht Bahnbrechendes, aber witzig ist sie.


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