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Lawless – Blu-ray Review / Test

Veröffentlicht 6. April 2013 | 18:44 Uhr von Nicolas




LAWLESS

John Hillcoat bringt uns nach The Proposition und dem Red Dead Redemption-Kurzfilm The Man from Blackwater nun sein neustes Werk. Angesiedelt in der Zeit der Prohibition in Amerika, erzählt Lawless die Geschichte von drei Brüdern, die illegal Alkohol verkaufen. Ein Mann des Gesetzes will dem Handel allerdings den Riegel schieben und macht sich auf die Jagd nach den drei Gesetzlosen.

Virgina, 1920. Der neueingefügte 18. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung verbietet den Verkauf, die Herstellung und die Distribution von Alkohol – genannt Prohibition. Die drei Bondurant-Brüder Forrest, Howard und Jack unterhalten eine Brauerei und verkaufen den Alkohol an die Bevölkerung. Selbst Vertreter des Gesetzes nehmen den Dienst der Bondurants in Anspruch. Bisher wollte ihnen auch nie jemand an den Kragen. Dies ändert sich aber in Form von Charlie Rakes, einem Deputy aus Chicago. Sein Ziel ist es, dem Alkoholhandel im ganzen Gebiet den Hahn abzudrehen und um dieses zu erreichen, schreckt er vor nichts zurück. Die Brüder lassen sich davon aber nicht beirren und betreiben ihre Brauerei weiterhin. So entsteht ein Machtspiel zwischen zwei Gruppen, bei denen es nur einen Gewinner geben kann.

Actionfilm: Fehlanzeige
Um eines direkt klarzustellen: Lawless ist kein Actionfilm, kein Western im typischen Sinne. Lawless ist ein eher langsames Drama, das mit erstaunlich wenig Gewalt in einer gewalttätigen Zeit auskommt. Der Film braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen und auch danach geht es eher langsam weiter, wird aber höchstselten langweilig. Verantwortlich dafür sind einerseits die Schauspieler, andererseits die spannende Story. Der Plot wird interessant erzählt und legt den Fokus hauptsächlich auf Jacks Figur, den jüngsten Bruder. Anfangs nur der Fahrer, entwickelt er sich im Verlauf des Films zu einem vollen Mitglied der Gruppe. Es wird allerdings nicht jeder mit der Langsamkeit des Films klarkommen, was absolut verständlich ist. Wer auf Explosionen und Schiessereien oder aber auf Liebesfilme steht, wird mit Lawless herzlich wenig anfangen können. Interessiert man sich allerdings für die sogenannte Prohibitions-Ära, die das Alkoholverbot zwischen 1919 und 1933 in den USA beschreibt, ist dieser Film genau das Richtige. Die Darstellung wirkt sehr real, was wohl daran liegt, dass das Drehbuch auf einer wahren Geschichte basiert. Das Wort basiert sollte mit Vorsicht genossen werden, denn die Filmemacher lassen sich gewöhnlich viele Freiheiten, was das Storytelling angeht. Der Film wird von einem tollen Soundtrack begleitet, der vorwiegend aus Countrystücken besteht. Akustikgitarren und Geigenklänge prägen die musikalische Untermalung, perfekt für das Setting.

Bärenstarke Schauspieler
Die Besetzung von Lawless kann sich durchaus sehen lassen. Die Hauptfigur an sich ist Jack, gespielt von Shia LaBeouf. In den Transformers-Filmen eher unbeliebt und nervig, überzeugt LaBeouf hier durchaus. Für einmal steht nicht Geschrei und davonrennen im Zentrum, sondern solide Dialoge und der Kampf, der jedem kleinen Bruder bekannt sein dürfte. Zwischen ihm und der Tochter des Pfarrers gibt eine kleine Lovestory, die Gott sei Dank nicht Überhand nimmt. Sie plätschert etwas neben dem Storyfluss her und ist so dezent, dass sie nicht stört. Jacks Bruder Forrest wird von Tom Hardy dargestellt und ist definitiv eines der Highlights des Films. Forrest ist ein wortkarger Typ, der laut Legende unzerstörbar ist. Hardy spielt diesen richtig stark, im englischen Originalton bekundet selbst ein Muttersprachlicher Mühe mit dessen Aussprache. In Dialogszenen meidet er Augen-, nicht aber den Körperkontakt. Forrest haut lieber einmal drauf, als dass er sich mit anderen unterhalten muss. Ein weiterer Höhepunkt von Lawless ist Guy Pearce als Charlie Rakes. Sein übertrieben gescheitelter Haarschnitt wirkt direkt abstossend, ebenso seine Taten im Verlauf des Films. Ein richtig widerlicher Kerl, der vor nichts, aber auch gar nichts zurückschreckt um seinen Willen durchzusetzen. Leider völlig verschwendet wurde Gary Oldmans Charakter Floyd Banner. Banner hat eine imposante Szene, die seinen Charakter vorstellt, kommt danach aber kaum noch zum Zug. Hätte man ihn aus dem Film weggelassen, wäre wohl nichts verloren gegangen, Schade.

Fazit
Wer Lawless mit der Erwartung schaut, einen Actionfilm mit Westernelementen zu kriegen, wird bitter enttäuscht. Lawless ist ein bitterernstes Drama, das durch exzellente Schauspieler und eine spannende Story überzeugt. Das niedrige Tempo des Films wird gewissen Zuschauern jedoch ein Dorn im Auge sein. Shia LaBeouf kann endlich sein Transformers-Image ablegen, Tom Hardy zieht seine undeutschliche Sprache aus The Dark Knight Rises weiter und Guy Pearce hat einen Wahnsinn in seinen Augen, den man nicht jeden Tag sieht.

Wollt ihr Lawless auf Blu-ray gewinnen? Wir verlosen zwei Exemplare des Dramas! Zum Gewinnspiel gehts hier lang. Ihr könnt noch bis zum 10. April 2013 teilnehmen. Lawless ist seit dem 14. März auf Blu-ray und DVD in der Schweiz erhältlich.


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Kategorien: Filme Test
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