London Pitbulls – BluRay Test / Review - insidegames
- ANZEIGE -

insidegames

London Pitbulls – BluRay Test / Review

Veröffentlicht 31. März 2013 | 16:31 Uhr von Nicolas




London-Pitbulls-Szenenbild

Vorher nur als Schauspieler tätig, gab Simon Phillips sein Debüt nun hinter der Kamera. Mit London Pitbulls inszenierte der Brite einen knallharten Hooligan-/Cop-Thriller, der die ganze Rauheit dieser Szene aufzeigen will. Ob Phillips dies gelungen und er den Zuschauer in den Bann ziehen kann, lest ihr in unserem Review.

Damien ist ein Polizist mit dunkler Vergangenheit. Bevor er Mitglied der britischen Spezialeinheit London Pitbulls wurde, war er ein Fussball-Rowdy und kein Unbekannter in der Szene. Beim Ausbruch der Londoner Unruhen erlebt die Stadt eine Gewaltorgie aus Plünderung und Zerstörung. Tausende Randalierer stecken ganze Stadtteile in Brand, zehntausende Polizisten sind im Einsatz. Die Gewaltspirale dreht sich immer weiter, und plötzlich sieht sich Damien mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Jetzt ist er auf der anderen Seite des Gesetzes, und muss sich für oder gegen seine gewalttätigen Freunde entscheiden.

Löchrige Story überschattet soliden Grundstein

Der Film wirkt vielversprechend, sagt doch das Cover:  “Der britische Thriller des Jahres”. Die imdb-User-Wertung von 3,8 (basierend auf aktuell 244 Votes) lässt jedoch auf wenig Qualität schliessen. Zustimmen können wir weder dem einen, noch dem anderen. London Pitbulls hat viele Fehler und viele Probleme, ist aber durchaus interessant. Die Story ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt, die im Wechsel eine Zeitspanne vor den Aufständen oder aber einen Abschnitt in Damiens Leben beschreibt. Diese Anordnung ist teils etwas verwirrend, wirkt schlussendlich aber nicht wirklich störend. Was störend ist, sind die vielen Löcher und unlogischen Passagen der Story. Beispielsweise betrügt Damien seine – wirklich gutaussehende – Freundin mit einer deutlich weniger attraktiven Dame. Warum er das tut, wird nicht geklärt. Auch sonst werden viele Aspekte nicht erklärt. Die dunkle Vergangenheit von Damien wird nur mit Flashbacks seiner Kindheit erläutert, dass er aber ein Schläger war, merkt man nur daran, dass er diverse Gefangene verprügelt und sich seine Vergangenheit im Büro herumspricht. Wer die London Pitbulls sind, wird auch nie erwähnt. Da hat das Drehbuch versagt, denn darauf, wer die London Pitbulls sind, hätte man viel mehr eingehen können. London Pitbulls hat aber auch seine starken Passagen. Die Szene, in der Damiens Mitarbeiterin vergewaltigt wird, ist zwar lang, wirkt dadurch aber noch viel stärker. Da wurde der ideale Kamerawinkel gewählt, um die Szene ziemlich grausam wirken zu lassen. Allgemein nimmt der Film erst gegen Ende Fahrt auf, dann aber richtig. Das Ende gefällt, denn es wird Damiens Charakter absolut gerecht.

Visuell redundant, technisch eher schwach

In London Pitbulls arbeitet der Kameramann Haider Zafar sehr oft mit Unschärfen und Tiefen. In praktisch jeder Szene steht etwas vor der Kamera, was unscharf ist. Zwischendurch wird der Fokus auf das nahe Objekt gelegt, um etwas Abwechslung ins Bild zu bringen. Am Anfang noch als sehr interessant empfunden, wiederholt sich das Ganze leider ständig und wirkt nicht mehr so spannend wie zu Beginn. Richtig lästig sind einige kurze Szenen, die aussehen, als wären sie mit einer Handykamera gefilmt. Die Qualität diverser Abschnitte ist fast schon frech für eine BluRay-Disc. Die deutschen Untertitel – der Film verfügt über deutschen, sowie englischen Ton und deutsche Untertitel – enthalten einige Schreib- oder Tippfehler und diverse nicht sinngemäße Übersetzungen. Beispielsweise wird Dickhead eher lapidar mit Dickschädel übersetzt.

Namenlose Schauspieler zeigen Zähne

Der Film kommt ohne große Namen aus. Nick Nevern, der Damien spielt, ist nur aus anderen britischen Hooligan-Filmen bekannt. Er spielt gut, wirkt aber teilweise etwas unglaubwürdig. Dies liegt aber am Drehbuch und nicht an ihm. Sein Blick bleibt aber über die ganze Zeit derselbe, immer grimmig, immer böse. Damiens weiblicher Sidekick Louise wird von Kellie Shirley gespielt, seine Ex-Freundin Sarah von Jenna Harrison. Beide machen ihren Job gut, aber für sie gilt dasselbe, wie für Nick Nevern: Das Drehbuch zieht sie runter. Die restlichen Figuren sind äußerst flach und gewisse Typen die auftauchen sind absolut nicht nötig, aber diese Sorte trifft man allerdings in fast jedem Film an. Als einziges fällt Damiens Freund Steve auf, der etwas britischen “Charme” ins Geschehen bringt.

Fazit

London Pitbulls möchte ein knallharter Thriller sein und ist dies stellenweise auch, verspielt mit dem schlechten Drehbuch aber sehr viel Potenzial. Die Bildqualität ist teilweise eine Frechheit, dafür wird durch diverse interessante Kamerawinkel und -Einstellungen einiges gut gemacht. Die Schauspieler sind okay, werden aber durch das schwache Drehbuch runtergezogen. Ein paar Szenen sind stark inszeniert, kommen jedoch praktisch komplett ohne Blut aus, was in einem Hooligan-Film doch eher ungewöhnlich ist. Alles in allem ist London Pitbulls ein solider Streifen für gelegentliche Filmegucker, für mehr reicht es nicht.

Wollt ihr London Pitbulls auf BluRay gewinnen? Hier könnt ihr noch bis am 10. April am Gewinnspiel teilnehmen!


- ANZEIGE -


Kategorien: Filme Test
Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als FreeZZa oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • <>London Pitbulls
  • london pitbulls review
  • london pitbulls film kritik
  • pitbulls london
  • blu-ray cover london pit

- ANZEIGE -


*