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Medal of Honor: Multiplayer Preview

Veröffentlicht 7. September 2010 | 22:57 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 16. Juni 2012




Dice’s neuester Streich

Im kommenden Herbst entbrennt erneut der alljährliche Kampf um die Ego-Shooterkrone. Mit Halo Reach, Call of Duty: Black Ops und anderen Titeln wird der Spieler vor die Qual der Wahl gestellt. Heutzutage zählt neben einer packenden Einzelspielerkampagne, der Onlinemehrspielermodus für viele Spieler mehr als die Solomissionen. Denn der Mehrspielermodus ist schliesslich das, was die Spieler für lange Zeit an einen Titel bindet. So einen ähnlichen Gedankengang hatten wohl auch die Männer und Frauen bei Electronic Arts, denn während sich ein internes Entwicklerstudio um den Einzelspielerpart kümmert, wurde die Battlefield Erfinder DICE angeheuert um sich um den Multiplayer zu kümmern. Da die Xbox Beta des Multiplayers mit einiger Verspätung doch noch gestartet ist, bieten wir euch nun einen ersten Ausblick auf das neue Medal of Honor.

Man nehme ein bisschen Bad Company, mische ein wenig Modern Warfare dazu…

Wer vom neuen Medal of Honor (der erste Teil der Serie der nicht im 2. Weltkrieg angesiedelt ist) erwartet, einen Bad Company Klon vorgesetzt zu bekommen, wird wohl zumindest teilweise enttäuscht werden. Zwar merkt man dem Gameplay seine Wurzeln deutlich an, doch vergleichen lässt es sich kaum. In der Betaversion sind zwei verschiedene Spielmodi verfügbar, die jeweils eine Karte bereit halten. Im klassischen Team-Deathmatch kommt es in den zerbombten Ruinen Kabuls zu Kämpfen auf engstem Raum, von Mann zu Mann. Schnelle Respawnzeiten und kurze Laufwege zu den Hauptkampflinien, sorgen für permanente Schusswechsel und eine Menge Action. Im Missionsmodus kämpfen U.S. Militärs gegen Talibankämpfer um diverse Missionsziele, ähnlich dem Rush Modus aus Bad Company. Während die Taliban jeweils versuchen Missionsziel für Missionsziel zu verteidigen, befindet sich das Militär im Angriff und versucht bestimmte Ziele zu sprengen oder Gebiete einzunehmen. Auf der Angreiferseite steht ein leichtes Panzerfahrzeug zur Verfügung, die Verteidiger müssen jedoch auf irgendwelche Fahrzeuge verzichten. Dieser Modus spielt sich sehr intensiv, denn durch die Konzentration der Kämpfe auf die Missionsziele, pfeiffen ständig Kugeln durch die Luft und Raketen schlagen im Zielgebiet ein.

Wie bei den meisten aktuellen First Person Shootern gibt es eine umfangreiche Mehrspielerkarriere. Ihr wählt dabei zwischen drei verschiedenen Klassen, die sich durch ihre Ausrüstung voneinander unterscheiden. So habt ihr die Wahl zwischen Sturm- und Scharfschützengewehren, Maschinenpistolen oder Schrotflinten. Neue Waffen oder Aufsätze wie Zielfernrohre schaltet ihr frei, wenn ihr die jeweiligen Klassen in den Matches benutzt und Punkte sammelt. Mit den freigeschalteten Aufsätzen, lassen sich die Waffen an drei verschiedenen Punkten auf- und umrüsten. Zuerst wir die Art der Zieloptik gewählt (Rotpunktvisier, Zielfernrohr, etc.). Dann geht es zum Lauf der Waffe, wo sich beispielsweise Schalldämpfer anbringen lassen. Als letztes könnt ihr eure Munition anpassen, wodurch sie z.B. mehr Schaden auf kürzere Distanz verursacht. Jede Klasse hat ausserdem eine Explosivwaffe wie einen Granaten- oder Raketenwerfer dabei. Was positiv hervorzuheben ist, das diese Waffen nicht übermächtig sind. Im Gegensatz zu anderen Genrevertretern ist die Chance auf einen Kill mit den Werfern sehr gering. Höchstens wenn ihr den Feind genau im Visier habt und trefft geht er zu Boden. Auf Gut Glück herumgeschossene Granaten bringen also nicht mehr viel und gehören somit der Vergangenheit an.

Während bei der Call of Duty Serie seit dem vierten Teil die Killstreaks zur Verfügung stehen, gibt es bei Medal of Honor nun die Scorechains. Habt ihr bei Call of Duty eine gewisse Anzahl von Kills erreicht ohne zu sterben, lassen sich Aufklärungsdrohnen, Luftschläge oder Helikopter rufen. Bei Medal of Honor funktioniert das Ganze im Prinzip genau gleich, nur das es nicht nur um die Kills geht, sondern um alle Aktionen die euch mit Punkten belohnen. Wer also Gebiete einnimmt, Ziele in die Luft sprengt, bei Kills assistiert oder Multikills macht, bekommt mehr Punkte und kommt so schneller zu seinen Belohnungen. Insgesamt gibt es vierzehn Scorechains, jeweils sieben offensive und sieben defensive Varianten. Habt ihr also beispielsweise eine Scorechain von 40 Punkten angesammelt, könnt ihr euch zwischen einer Aufklärungsdrohne und einem Mörserangriff entscheiden. Je mehr Punkte ihr ansammelt, desto besser werden die jeweiligen Belohnungen. So gibt es auf der Defensivseite Westen die die Gesundheit verbessern oder Full Metal Jacket Geschosse die mehr Schaden verursachen. Der Clou bei den defensiven Scorechains ist, dass nicht nur ihr selbst sie erhaltet, sondern alle Teammitglieder die sich in eurer Nähe befinden, was oft das Zünglein an der Waage bedeuten kann. Auf der Offensivseite gibt es mehr oder weniger gewohnte Kost, Mörserschlag, Luftangriff oder selbstgesteuerte Raketen bieten den Sprengmeistern in euch Grund zum frohlocken. Besonders spektakulär ist die siebte und somit letzte offensive Scorechain, eine Tomahawk Cruise Missile die ihr selbst ins Ziel lenken könnt. Die Rakete hat eine enorme Sprengkraft und radiert sämtliche Feinde in einem riesigen Gebiet aus. Ausserdem bietet die Explosion einen Grafikeffekt der ersten Güteklasse. Im Gegensatz zu Modern Warfare 2 sind die Scorechains gut ausbalanciert und niemals übermächtig. Zudem werden nicht nur Spieler belohnt die wie Rambo Horden von Feinden niedermähen, sondern auch diese die Missionsziele erfüllen. Sehr löblich!

Viel Nachbesserungsbedarf

Man merkt der Beta von Medal of Honor definitiv an, dass noch einiges am Spiel geschraubt werden muss. Beispielsweise ist es mir persönlich mehr als einmal passiert, dass ein feindlicher Scharfschütze auf mich geschossen hat, ich auch gesehen habe das mich der Schuss trifft (kleiner Blutspritzer im Moment des Treffers) aber ich keinen Schade genommen habe. Auch gibt es keinen Anhaltspunkt woher ein Gegner einen erwischt hat, wenn man getötet wurde. Natürlich braucht es keine Kill-Cam wie bei Call of Duty üblich, dennoch wäre es hilfreich zumindest die Richtung zu wissen, aus welcher der Feind einen immer wieder platt macht, denn so wie es in der Beta ist, fördert es das campen nur umso mehr. Auch grafisch wirkt alles nicht ganz auf der Höhe, viele Grafikfehler sind immer wieder festzustellen. So werden die Aufsätze einer Waffe (Schalldämpfer und Rotpunkt als Beispiel) texturlos dargestellt und sind einfach weiss. Sieht nicht nur hässlich aus, sondern stört auch massiv den reibungslosen Spielablauf.

Alles in allem bietet Medal of Honor im Multiplayer sicher extrem viel Potenzial. Wenn DICE noch an den vielen Bugs aus der Beta arbeitet und mehr tolle Maps bietet, wird Medal of Honor auch ganz sicher im Kampf um den Thron der Ego-Shooter mitballern.


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Kategorien: Playstation 3 Previews Vorschau Xbox 360
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