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Microsoft Wireless Speed Wheel – Hardwarecheck

Microsoft Wireless Speed Wheel – Hardwarecheck

Jetzt übernimmst du das Steuer! Mit dem Xbox 360 Wireless Speed Wheel erlebst du, wie realistisch Rennspiele sein können: Jede deiner Bewegungen wird akkurat übertragen, die Buttons sind leicht zu erreichen und dank Rumble-Funktion spürst du jede Bodenwelle.

Das ist die Aussage zum Wireless Speed Wheel von Microsoft. Dem neuen Innovativen Lenkrad, mit dem Microsoft ganz andere Wege geht. Es ist kein Nachfolger vom altbekannten Microsoft Lenkrad, keine abgekupferte Wii-Spielerei und kein aufgemotzter Controller. Es ist genau so neu und Innovativ wie Kinect es bei seiner Veröffentlichung war.

Wenn man es auspackt und das wie ein Steuerknüppel eines Flugzeuges wirkende Lenkrad das erste Mal in der Hand hat, merkt man gleich, dass es ein vollwertiges Microsoft Produkt ist. Es wirkt sehr edel und modern. Auf den zweiten Blick fallen einem natürlich die fehlenden LB+RB Tasten auf, sowie der fehlende Anschluss für ein Headset. Das trübt den ersten Eindruck ein wenig, zumindest für den Xbox Live Gamer der sein Headset gewohnt ist. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass es für das Zusammenspiel mit Kinect entwickelt wurde – und da Kinect eine Chat-Funktion hat ist das Fehlen des Anschlusses nachvollziehbar. Bleiben noch die fehlenden LB+RB Tasten, aber dazu später mehr.

Fakten zum Speed Wheel:
-       Kabelloses Lenkrad mit Bewegunssensoren
-       Gas geben und Bremsen per Trigger Buttons
-       Tasten für spielspezifische Funktionen
-       Tasten A, B, X und Y zur Menünavigation
-       Digitales Steuerkreuz zur Menünavigation
-       Guide Taste inclusive Ring of Light sowie Start- und Back-Taste
-       Rumble Funktion
-       Geeignet für Kinect
-       Preis im Jan 2012 ca 50€

Jetzt übernimmst Du das Steuer:

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, so auch ich und nach ewigen Spielstunden mit meinem altbewährten Gamepad fällt es schwer sich an anderes zu gewöhnen. Daher stand ich einem Test recht skeptisch gegenüber.

Doch schon nach der ersten Kurve kommt Begeisterung auf.  Jegliche Zweifel sind verflogen und man ist fasziniert über die Präzision des Lenkrades. Jeder Gedanke, dass es sich bei dem Lenkrad um ein Gimmick handeln könnte, ist verflogen. Man mag nur noch fahren und das am besten in der Cockpit-Perspektive. Denn in dieser sieht man das Lenkrad wie es sich im Auto genau so bewegt wie das Speed Wheel in der Hand, so das schon mal die ein oder andere Kurve zu spät bemerkt. Doch selbst das ist kein Problem, da ein zu hektisches Lenken sofort korrigiert werden kann und das genauer als es mit einem Controller möglich wäre. Sicher wird der ein oder andere vorerst enttäuscht sein da jeder unterschiedlich lange braucht um sich dran zu gewöhnen. Aber danach macht es mehr Spaß als je zuvor. Die engen schnellen Kurven auf dem Fujimi Kaido werden zum Driftparadies und bei den Etappen auf der Nordschleife kann man auch noch im letzten Moment korrigieren um in der Kurve am Vordermann vorbeizuziehen. Auf der langen Geraden der Nordschleife kann man dann sogar noch jeden Punkt fürs perfekte Überholen einheimsen wo man vorher vielleicht manchmal doch zu weit weg war und Angst hatte zu korrigieren.

Besser geht immer:

Schade, dass Microsoft sich nicht dazu durchringen konnte die LB+RB Taste zu integrieren.  Wenn ich mir das Wheel so ansehe, hätten die Buttons gut in die Enden integriert werden können – umschlossen von den bei Rumble Effekten grün leuchtenden Abschlusskappen. Wenn es dann aber so wie in dem Spiel „Grid“ ist in dem man die Tasten frei belegen kann, lassen sich auch die fehlenden Tasten verschmerzen. Leider fehlt diese freie Belegbarkeit bei Forza 4. Dadurch lassen sich Tuning-Einstellungen nicht durchführen und auch ein Blättern durch das Nachrichtenmenü ist so nicht möglich. Dieses Problem hat jedes Spiel bei dem LB+RB belegt sind.

Ich selbst bin mit dem fehlenden Drehpunkt eines vollwertigen Lenkrades super zurecht gekommen. Das ist aber mit Sicherheit eine Sache die jeder für sich selbst entscheiden muss. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass das Wireless Speed Wheel kein klassisches Lenkrad ersetzen kann. Es ist halt doch ein grundlegend anderes Konzept. Und allein durch das Gas geben mit den LT+RB Triggern ein ganz anderes Fahrgefühl als mit Pedalen.

Testspiele:

Racedriver Grid

Positiv: frei Belegbare Tasten.

Negativ: schwer zu Steuern (längste Eingewöhnungszeit).

Colin McRae Dirt 2

Positiv: schnellste Eingewöhnungszeit.

Negativ: gegenlenken beim Handbremsen anfänglich sehr schwer.

Forza Motorsport 2

Positiv: Wheel wirkt als wäre es eher für Forza 2 als für Forza 4 gemacht.

Negativ: irritierend da das Schaltsignal auf die Rumble-Funktion wirkt.

Forza Motorsport 4

Positiv: Driften geht schöner als je zuvor.

Negativ: Nachrichtenmenü und Tuning nicht nutzbar.

Fazit:

Für den Rennspieler der Realität und Perfektion liebt ist das Speed Wheel sicher nicht die beste Wahl. Aber wenn ich keinen Platz für ein Lenkrad und am besten noch einen Playseat habe, oder ich nicht bereit bin 200€ – 500€ auszugeben ist das Wireless Speed Wheel eine wesentliche Verbesserung zu einem Controller und sein Geld auf jeden Fall Wert. Wenn Microsoft dann noch nachlegt und Spiele in Zukunft frei belegbare Tasten wie in Grid haben ist es bedenkenlos zu empfehlen.

Autor: Alexander Rogge aka KUeNSTlicher

Kategorien: Hardware, News, Xbox 360 News
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