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Movie 43 – Blu-ray Review / Kritik

Veröffentlicht 25. Juni 2013 | 18:02 Uhr von Nicolas

Letzte Änderung 28. Juni 2013




Movie 43

Man nehme 13 Regisseure, 18 Drehbuchautoren und eine grosse Schüssel talentierter Schauspieler, dazu mischt man eine Prise Story und eine beliebige Menge Fäkalhumor. Das Resultat: Movie 43. Ob dieses Konzept funktioniert, erfahrt ihr in unserem Review zu Movie 43.

Movie 43 ist eine Ansammlung von Sketch-Comedy-Clips, die in einer größeren Rahmenhandlung zu einer Story verflochten werden. In der Rahmenhandlung der europäischen Blu-ray-Fassung laden zwei Jugendliche ein Video auf YouTube, und erhalten nach wenigen Sekunden bereits über eine Million views. Es stellt sich aber heraus, dass sie vom kleinen Bruder des einen reingelegt wurden. Um sich zu rächen, wollen sie auf dem Laptop des Bruders einen Virus installieren. Damit er abgelenkt ist, erzählen sie ihm von Movie 43, der meist gebannte Film der Welt. Nun versucht der junge Hacker an diesen Film heranzukommen. Er stößt auf diverse kurze Comedy-Clips, die ihn schlussendlich in die Zukunft sehen lassen soll.

 

Zusammenhangsloses Nichts
Bei diesem Film fällt zuerst der gigantische Cast ins Auge. Richard Gere, Gerard Butler, Naomi Watts, Kate Winslet, Hugh Jackman, Christopher Mintz-Plasse, Chloë Grace Moretz, Johnny Knoxville und noch viele mehr. Darunter befinden sich Oscar-prämierte Schauspieler. Movie 43 dürfte aber einen ziemlich hässlichen Fleck in deren Filmografie hinterlassen, denn dieser Film ist einfach mies. Was macht Movie 43 denn so schlecht?

Erstens …
… wäre das die Story, die praktisch nicht vorhanden ist. Wenn man die Fragmente der sogenannten Handlung zusammenschustert, erhält man eine absurd schlechte Rahmenhandlung, die den einzelnen Sketches eine Daseinsberechtigung verschaffen soll. Doch dieses Drumherum und die kleinen Filmstücke sind genauso zusammenhangslos wie die Story an sich. Die Sketches haben rein gar nichts mit der eigentlichen Handlung oder miteinander zu tun.

Zweitens …
… wäre das der Humor, der ebenfalls praktisch nicht vorhanden ist. Wer sich mit billigem und ausgelutschtem Fäkalhumor anfreunden kann, wird Movie 43 vielleicht sogar mögen. Witze über Exkremente, Genitalien oder den weiblichen Monatszyklus sind bei diesem Film an der Tagesordnung, mehr bietet er nicht. Selten habe ich solch platten Humor in einem Film angetroffen. Der Film hat zwar auch einige witzige Passagen, diese werden aber dann so in die Länge gezogen, dass sie den Witz verlieren.

Drittens …
… wäre das die Entstehungsgeschichte, die an Frechheit kaum zu überbieten ist. Die Idee zu Movie 43 entstand bereits vor etwa zehn Jahren. Charles B. Wessler, der Urheber der ganzen Idee, hat zuerst einige Drehbuchautoren an Bord geholt, die jeweils ein Drittel des Drehbuchs schreiben sollten. Unter den Autoren befanden sich zum Beispiel Matt Stone und Trey Parker, die mit South Park eine der erfolgreichsten Comedy-Serien produzieren. Diese stiegen aber kurz vor der Realisation des Projekts aus.

Die Frage, die sich auch gestellt hat: Wie konnten die Produzenten eine solche Fülle an großen Namen für dieses Projekt gewinnen? Hugh Jackman machte seinen Part als Gefallen für Wessler, Kate Winslet stimmte nach einigem Hin und Her auch zu. Dieser erste Sketch mit den beiden hat dann dazu gedient, die anderen Schauspieler zu gewinnen. Was zu denken gibt: Dieser Sketch wurde vor über vier Jahren gedreht. Die Macher haben also über vier Jahre gebraucht, um knapp 100 Minuten Film zusammenzuschustern. Wieso dauerte das so lange? Sie warteten auf die Schauspieler, bis sie einige Tage Zeit hatten und fragten dann nochmal an, da sie dann nicht sagen können, dass sie bereits mit einem anderen Projekt beschäftigt seien. So zum Beispiel Richard Gere, der den Dreh über ein Jahr hinauszögerte. Dann stellte er zwei Bedingungen: Es musste in vier Tagen gedreht sein und sie mussten die Dreharbeiten von Los Angeles nach New York – wo Gere wohnt – verlegen. George Clooney hat aber beispielsweise mit einem “no fucking way” abgewunken.

Der Name Movie 43 an sich hat nicht einmal eine Bedeutung. Wessler sagte, er habe den Namen bei seinem Sohn gehört, der mit seinen Freunden über “Movie 43″ geredet hat. Als Wessler herausfand, dass es diesen Film nicht gibt, hat er kurzerhand entschlossen, dass sein Werk so heißen wird.

 

Die armen Schauspieler
Es macht keinen Sinn, die Schauspieler aus diesem Film zu nennen, es sind einfach zu viele. Aber keiner scheint das Ganze wirklich gerne gemacht zu haben. Niemand schien Spaß gehabt zu haben. Als ob alle nur hinter der 800 Dollar-Tagesgage her gewesen waren. Das Traurige ist, dass in diesem Film Leute mitspielen, die Comedy-Erfahrung und -Talent haben. Seann William Scott (American Pie), Jason Sudeikis (Horrible Bosses) oder Christopher Mintz-Plasse (Superbad) sind zum Beispiel witzige Leute. Dank Sudeikis und Mintz-Plasse konnte man sogar ein bisschen schmunzeln. Dabei blieb es aber auch.

Fazit
Wenn eine Komödie mich innerhalb von 100 Minuten nur gerade drei Mal zum Schmunzeln bringt, hat sie kläglich versagt. Genau dies ist bei Movie 43 der Fall. Es fehlt jeglicher Zusammenhang, der Humor basiert auf den pubertärsten Fantasien und der Hintergrund des Films ist zum Haare raufen. Wer sich ob all diesen Dingen nicht stört, wird Movie 43 bestimmt mögen. Der Film ist einfach nur geschmacklos und sollte unter allen Umständen gemieden werden. Gebt für diesen Film kein Geld aus. Tut den Produzenten diesen Gefallen nicht!


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