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Nintendo – Switch im Hardware Test / Review

Veröffentlicht 23. Mai 2017 | 21:36 Uhr von Ricky




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Die Marke Nintendo ist aus dem Videospiele-Segment nicht mehr wegzudenken. Egal wie alt man ist, der Name Nintendo war und ist immer zugegen. Grundlegend gibt es bei den Spielkonsolen von Nintendo zwei Lager: die der Heimkonsolen und die der Handheld-Geräte. Warum unterm Strich nicht einfach einmal beides miteinander verbinden? Gesagt-getan und herausgekommen ist die neue Nintendo Switch.

Das Konzept der Nintendo Switch besteht dabei aus einem Tablet für unterwegs und einer Docking-Station, um die Switch auch zuhause am großen TV anschließen zu können. Gegenüber den Handheld-Geräten von Nintendo, bei denen ein Netzteil extra erworben werden musste, ist bei der Switch zum Glück alles in der Packung enthalten, um sofort loslegen zu können.

Packungsinhalt:

  • Konsole
  • Nintendo Switch-Station
  • 2x Joy-Con-Controller
  • 2x Joy-Con-Handgelenksschlaufen
  • Joy-Con-Halterung
  • HDMI-Kabel
  • Nintendo Switch-Netzteil/Ladekabel, ca. 1,62 m

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Die Einrichtung der Nintendo Switch inklusive der Online-Anbindung über W-Lan geht relativ gut von der Hand. Ein LAN-Anschluss an der Docking-Station ist jedoch leider nicht vorhanden. Wer ggf. noch über eine Nintendo-ID vom 3DS oder Wii U verfügt, kann diese mit der Nintendo Switch leider nicht verwenden. Für die Nintendo Switch muss ein neues Profil angelegt als auch eingerichtet werden. Hierbei wird allerdings ebenfalls ein PC und/oder Tablet benötigt, um das Konto komplett erstellen zu können. Wenn mehrere Familienmitglieder die Nintendo Switch nutzen, kann für jeden Spieler ein eigenes Profil erstellt und auf der Switch genutzt werden.

Ist diese erste Hürde genommen, kann es auch schon losgehen… fast zumindest. Auch bei der Nintendo Switch wird man von Updates für die Konsole selbst und natürlich auch für die vorhandenen Spiele nicht verschont bleiben. Der Datenbezug bzw. das Downloaden und Aktualisieren geht aber durch die Bank weg recht schnell.

Der 32 Gigabyte große interne Flash-Speicher der Nintendo Switch ist grundlegend etwas mager ausgefallen, kann aber mittels microSD, microSDHC oder microSDXC Speicherkarten erweitert werden. Wer sich hauptsächlich Spiele im Handel kauft, welche auf Modulen ausgeliefert werden, benötigt erst einmal keine zusätzliche Speicherkarte. Für Spiele aus dem Nintendo eShop sollte man aber über eine Anschaffung nachdenken, da von dem 32 GB großen internen Speicher nur etwas mehr als die Hälfte effektiv für den Nutzer zur Verfügung steht. Der Rest wird von der Konsole selbst beansprucht. Neben dem Ablegen von Speicherdaten können auch Screenshots erstellt und gespeichert werden. Diese lassen sich allerdings nicht direkt an einen PC übertragen. Wer daher seine Game-Screenshots dauerhaft sichern möchte, muss diese zuerst auf eine microSD-Karte überspielen und erst im Anschluss lassen sich diese am eigenen PC weiter verwenden. Das externe Speichern von Spielständen wiederum ist nicht möglich. Die Spieldaten sind nur im Konsolen-Speicher vorhanden und nicht auf microSD-Karten übertragbar.

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Egal ob man die Switch als Tablet (Handheld) oder stationär am TV betreiben möchte, bieten die beigelegten Joy-Con-Controller verschiedene Verwendungsarten. Im Tablet-Betrieb können diese links und rechts am Tablet selbst fest angeschlossen werden. Wem das allerdings zu umständlich erscheint, kann die beiden Joy-Con-Controller auch einzeln verwenden oder mittels der Joy-Con-Halterung zu einem kompletten Controller umfunktionieren. Das „Umbauen“ des Controllers ist dabei denkbar einfach und fällt im Ergebnis auch sehr solide aus, da sowohl an der Konsole selbst als auch bei der Halterung Metalschienen vorhanden sind, welche eine sehr gute Stabilität aufweisen. Es scheint aber auch, dass dabei wohl auch Kompromisse eingegangen werden mussten, denn egal ob man die beiden Joy-Con-Controller einzeln verwendet oder als Steuereinheit an der Konsole oder der Joy-Con-Halterung, sind diese schlicht und einfach zu klein ausgefallen. Selbst Menschen, die keine großen Hände haben, werden feststellen, dass die Joy-Con-Controller nicht so richtig gut in der Hand liegen und auch das Betätigen der viel zu kleinen Tasten kann schon mal zur Fummelei ausarten. Gleiches gilt für die beiden Analog-Sticks der beiden Joy-Con-Controller, die ebenfalls zu klein ausgefallen sind und im Spielbetrieb neigt man nicht selten dazu abzurutschen. Und ja, das verhindert auch mal das genaue Steuern in Spielen. Positiv hingegen ist, dass die beiden Joy-Con-Controller auch unabhängig voneinander genutzt werden können, sodass das Koop-Spielen z.B. in Mario Kart, ohne zusätzliches Zubehör möglich ist. Als negativ verbucht werden muss, dass die Joy-Con-Controller nur dann geladen werden können, wenn sie sich an der Switch-Konsole befinden. Ein einzelnes unabhängiges Auflagen der Steuereinheiten ist nicht möglich.

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Als etwas unglücklich gelöst empfinden wir auch die Tatsache, dass sich der Stromanschluss der Nintendo Switch an der Unterseite der Konsole befindet. Stellt man das Tablet mittels des integrierten Standfußes auf den Tisch, kann das Gerät in dieser Position weder aufgeladen noch mit externer Stromquelle genutzt werden. Außerdem wirkt der Standfuß nicht unbedingt stabil. Dass auch der Winkel nicht verändert werden kann, gefällt uns weniger gut und sorgt dafür, dass kein optimaler Blickwinkel als solcher gewährleistet ist.

Trotz den bisher geäußerten Kritiken steckt in diesem kleinen Gerät natürlich keine schlechte Spielkonsole. Das Betriebssystem der Nintendo Switch, auch SwitchOS genannt, ist wiederum aufgeräumt und gut zu bedienen. Egal ob man den Touchscreen der Switch oder die Joy-Cons benutzen möchte, es gibt diesbezüglich keinen Anlass zur Kritik. Zu erwähnen gilt allerdings auch, dass im SwitchOS momentan nur sehr wenige Möglichkeiten vorhanden sind (Stand Mai 2017). Es gibt aktuell einen News-Channel, einen fest eingerichteten Zugang zum eShop als auch die obligatorischen Einstellungen, wobei die Controller-Settings einen eigenen Menüpunkt erhalten haben. Multimedia-Fähigkeiten, wie z.B. einen Webbrowser oder Video-Player, sind zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht verfügbar. Dafür ist das SwitchOS nicht nur sehr einfach zu bedienen, es ist auch sehr schnell. Das macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn man vom TV-Modus in der Nintendo Switch-Station in den Tablet-Modus wechselt. Die Switch reagiert sofort und zeigt umgehend das Geschehen auf dem Tablet an, und das ohne das man sein Spiel pausieren muss. Umgekehrt allerdings kann es an machen TV-Geräten zu Problemen kommen, da die Nintendo Switch beim Einstecken in die Docking-Station nicht immer sofort vom TV-Gerät erkannt wird. In wie weit das ein Problem der Nintendo Switch ist, das es noch zu beheben gilt oder das Ganze dann doch eher den Anschlüssen der TV-Geräte geschuldet ist, lässt sich nicht einwandfrei klären.

Das Display des Nintendo Switch Tablet verfügt über eine maximale Auflösung von 1280 x 720 Pixeln, was einem Seitenverhältnis von 16:9 entspricht. Spielt man mit der Nintendo Switch an einem TV-Gerät, ist eine Auflösung bis zu 1920 x 1080 Pixeln möglich. Das an sich wirklich gute Display der Switch hat aber leider auch ein nicht zu unterschätzendes Manko, denn es spiegelt sehr stark. Besonders in hellen Räumen oder bei mehr oder weniger direkter Sonneneinstrahlung ist das Erkennen des Spielgeschehens mitunter recht schwierig.

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Fazit

Ich habe mich für diesen Test lange mit der Nintendo Switch auseinander gesetzt, sodass nach dem ersten gefühlten „hey, schon irgendwie cool das kleine Ding“ leider doch auch einige Schwachpunkte des Gerätes aufgefallen sind. Aber trotz der genannten Mankos ist Nintendos Switch zum einen eine durchaus gute Idee und zum anderen auch kein wirklich schlechtes Gerät. Die Kombination aus Handheld und stationärer Konsole kann auf jeden Fall mal als „überwiegend geglückt“ beschreiben, die Bedienung ist denkbar einfach und die Switch selbst ist gut bis sehr gut verarbeitet. Sicherlich wäre es nicht schlecht gewesen, wenn man sich beim Display des Tablets um etwas mehr Entspiegelung gekümmert hätte und auch eine bessere Ladeoption wäre durchaus wünschenswert gewesen. Das die Joy-Con-Controller gesamt eher das Gefühl erzeugen zu klein geraten zu sein, lässt sich ein Stück weit kompensieren, indem man sich über die Zeit hinweg versucht mit den Teilen anzufreunden und sich außerdem versucht eben nicht zu ärgern, wenn man mal wieder von den Sticks abgerutscht ist.

Definitiv zu kurz geraten ist das Switch-Netzteil/Ladekabel. Mit gerade einmal 1,62 Meter (inkl. Netzteil-Stecker) erweist sich der Aktionsradius bei eingestecktem Ladekabel als sehr klein. Das ist insofern ärgerlich, als das das Tablet mit Spielen wie beispielsweise The Legend of Zelda: Breath of the Wind im Schnitt längstens zwei bis zweieinhalb Stunden durchhält. Danach muss das gute Stück an den Strom, sofern es am Tablet weitergehen soll. Alternativ besteht auch noch die Möglichkeit das Tablet in die Docking Station zu packen und das Spielgeschehen am TV weiterzuführen.

Sieht man einmal von den genannten tendenziell eher mittleren bis kleineren Schwachpunkten ab, sollte mit Nintendo Switchs in Punkto Technik zudem auch kein Vergleich zu Sonys Playstation 4 oder Microsofts Xbox One gezogen werden. Gleichwohl natürlich eine gewisse Konkurrenz besteht, erweist sich Nintendos Neue eher als ergänzende Konsole, die vor allem und gerade mit den Nintendo eigenen Titeln, von denen es in Zukunft sicher einige geben wird, besticht.

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung einer Nintendo Switch Konsole!


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Kategorien: Nintendo Switch
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