Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen – Review / Filmkritik - insidegames

insidegames

Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen – Review / Filmkritik

Veröffentlicht 8. August 2013 | 20:44 Uhr von Nicolas

Letzte Änderung 10. August 2013




percy-jackson

Percy Jackson: Diebe im Olymp hat vor knapp drei Jahren eher durchzogene Kritiken erhalten. Am 15. August erscheint mit Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen die Fortsetzung der Bücherverfilmung. Wir hatten die Möglichkeit, den Film bereits eine Woche vor dem Release zu sehen. Wie sich CGI aus dem vergangenen Jahrhundert auf griechische Götter im aktuellen Jahrhundert auswirkt, erfahrt ihr in unserem Review.

Percy, Grover und Annabeth leben immernoch in Camp Half-Blood. Das Camp hat seit neustem aber ein neues Mitglied: Tyson. Er ist ebenfalls ein Sohn Poseidons, da Poseidon ihn aber mit einer Nymphe gezeugt hat, ist er ein Zyklop und kein normaler Mensch. Eines Tages greift ein Kolchis Bulle das Camp an und durchbricht sogar die schützende Barriere. Tyson und Percy können ihn gemeinsam aufhalten und vernichten, danach taucht der totgeglaubte Luke auf. Er behauptet, von Percy sei in einer Prophezeiung die Rede. Darauf spricht Percy mit dem Orakel, welches diese Aussage bestätigt. Wenn er und Luke um den goldenen Vlies kämpfen, wird Kronos, der Titan, wiedererweckt. Um den Baum zu heilen, der die Barriere instande hielt und von Luke vergiftet wurde, braucht Percy genau diesen Vlies und macht sich mit Annabeth, Grover und Tyson aus eigener Kraft auf die Jagd nach diesem Vlies.

percy-jackson

Dionysos und Percy Jackson im Camp Half-Blood

Langweilig, vorhersehbar, unoriginell
Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen
versucht, nach dem Ende von Harry Potter eine neue, ähnliche Serie zu etablieren. Der erste Teil hat mittelmässige Kritiken erhalten, ich habe den Film nicht gesehen. Der Vergleich zum Zaubererfranchise ist nicht völlig an den Haaren herbeigezogen. Parallelen sind vorhanden, eine Gegenüberstellung mit Potter ist Percy Jackson aber nicht wert. Mir ist klar, dass ich als 21-Jähriger nicht in die Zielgruppe des Films gehöre, dennoch kann auch ein Kinderfilm für Erwachsene unterhaltsam sein. Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen tut dies so gut wie nie. Die Story ist uninteressant, alles hat man schon einmal so gesehen. Gewisse Ansätze sind ganz interessant, wurden aber schwach umgesetzt. Jedes Mal, wenn ein Charakter in Not ist, kommt aus dem Nichts ein anderer und rettet ihn. Zudem ist die ganze Geschichte unglaublich vorhersehbar, es passiert nichts Interessantes. Der Film kann sich auch nicht entscheiden, ob er jetzt witzig und spassig oder ernst und dramatisch sein will. Der Spagat zwischen Komödie und Drama gelingt überhaupt nicht. Das liegt unter anderem an den Schauspielern.

Mühsame Charaktere
Percy Jackson wird einmal mehr von Logan Lerman dargestellt. Er spielt okay, scheint der einzige der Jüngeren zu sein, der Spass hat. Annabeth, gespielt von Alexandra Daddario, kommt als überernste Figur daher. Sie hat einen Blick, der einem direkt in die Seele sticht und schmerzt. Zudem ist ihre Figur eine völlige Spassbremse, einfach nervtötend. Brandon T. Jackson spielt erneut Grover, den Satyr. Auch er hat das Potenzial, dem Zuschauer auf die Nerven zu gehen. 13-Jährige werden ihn superkomisch finden, während alle Post-Pubertären diese Figur zum Heulen finden. Er will lustig sein, dies gelingt aber nur sehr bedingt. Der Neuzugang Douglas Smith, der Tyson spielt, ist ganz in Ordnung, sein mies gemachtes CGI-Auge ist aber eine derbe Ablenkung. Der Bösewicht Luke, der von Jake Abel gespielt wird, ist ein weiterer Charakter, den man nicht mehr sehen will. Ein Möchtegern-Rebell mit Babyface, nicht wirklich bedrohlich. Hingegen erfrischend sind Stanley Tucci als Dionysos und Nathan Fillion als Hermes. Dies liegt einerseits an den Schauspielern selbst, denn die beiden haben ein coole Art an sich, die in jeder Rolle hervorscheint. Andererseits sind ihre Charaktere, vor allem Fillions Hermes, geschickt in die neue Welt eingearbeitet. Ihre Figuren machen den Film aber nicht wirklich besser, denn sie haben viel zu wenig Screentime. Fun Fact: Das Orakel wird in der Originalsprache von der Dame gesprochen, die auch schon Admiral Shala’Raan in Mass Effect 2 und 3 gesprochen hat: Shohreh Aghdashloo. Ihre markante Stimme erkennt man sofort wieder.

percy-jackson

Percy Jackson und seine Truppe

CGI aus vergangenen Zeiten
Als wäre die einfallslose Story und die ätzenden Charaktere nicht schon genug, leidet der Film auch unter ganz schwachen Computereffekten. Das erste Mal sieht man dies, als der Kolchis Bulle ins Camp Half-Blood stürmt. Der Herr der Ringe – der übrigens auch schon zwölf Jahre alt ist – sah effektmässig besser aus als diese Höhlenmalereien des CG. Einzig Kronos sah zu einem gewissen Grad gut aus, dennoch wirkt er im Gegensatz zu den Erzählungen winzig. Visuell geht der Titan aber durchaus in Ordnung.

Fazit
Die Zielgruppe von Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen – Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren – werden den Film lieben, alles darüber wird damit nicht viel anfangen können. Die Story ist uninteressant, die Charaktere sind viel zu ernst und zwischenzeitlich extrem nervtötend. Dazu kommen CG-Effekte, die beinahe prähistorisch erscheinen. Nathan Fillion und Stanley Tucci können den Film mit ihren erfrischenden Darstellungen auch nur bedingt verbessern. Da es bis jetzt fünf Bänder der Percy Jackson-Reihe gibt, werden wir wohl noch drei weitere dieser Filme ertragen müssen.

Epilog – Die griechische Mythologie
Hätte man sich wenigstens bei der Mythologie an die Wahrheit gehalten – wenn man es denn Wahrheit nennen kann –, wäre das wenigstens ein positiver Punkt. Aber auch dies ist nicht der Fall. Beispielsweise wird in einer Art Flashback erzählt, dass Kronos seine Kinder gefressen hat. Stimmt soweit. Zeus, Hades und Poseiden hätten aber fliehen können. Falsch. Rhea konnte es nicht mehr mit ansehen, dass Kronos die gemeinsamen Kinder verschlingt. So versteckte sie Zeus und zog ihn im Geheimen auf. Als er dann erwachsen war, bezwang er Kronos und befreite seine Brüder und Schwestern somit aus dem Magen des Titanen. Kronos frass die Kinder aber nicht aus Hass, wie im Film behauptet, sondern aus Angst. Er selbst hatte nämlich seinen Vater, Uranos, entmannt, da dieser seine Kinder so sehr hasste, dass er sie in den Tartaros verbannte. Dies ist aber nur eine Kleinigkeit, die den Film auch nicht besser gemacht hätte.


- ANZEIGE -


Kategorien: Filme Test
Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als FreeZZa oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

  • A. Krüger sagt:

    Lustig, dass der Autor das historische “Goldene Vlies” und mit einer Fleece-Jacke verwechselt…

  • Nicolas sagt:

    Da ist dem Autor wohl ein Fehler unterlaufen. Danke für den Hinweis, wurde angepasst.

  • C. Hofer sagt:

    Ich habe mir diesen Film selbst angesehen und war begeistert. Wie ihr den Film hier zu nichte macht ist einfach nur traurig und in meinen Augen extrem unprofessionell. Natürlich kann jeder seine Kritik abgeben aber das hier ist einfach nur übertrieben. Ich finde es traurig und schade, dass solch unprofessionelle Menschen eine Kritik zu einem Film abgeben dürfen!!

  • Sandra sagt:

    Hallo Celine97,
    der Test und das Fazit stellt die Meinung des Autors dar, nicht die Meinung unserer Seite. Wir bitten dich das berücksichtigen und auch zu verstehen, dass wir davon absehen unsere freien Autoren zu gängeln, dass sie eine bestimmte Meinung haben müssen. Wir verstehen natürlich auch, dass sich diejenigen getroffen fühlen, die den Film gesehen und für gut befunden haben, so wie es dir jetzt geht. Das hat mit unprofessionell nichts zu tun – es ist die Meinung unseres Autors und das respektieren wir. Daher schlagen wir vor, unterhalte dich direkt mit ihm, z.B. bei uns im Forum und tausche dich mit aus. Wir denken, dass dies ein guter Schritt für euch beide sein könnte.
    VG,
    dein IG-Team

  • Nicolas sagt:

    Hi Celine. Ich melde mich hier gleich selbst.
    Jeder hat zu einem Film seine eigene subjektive Meinung und die oben beschriebene ist meine. Der Film hat mich gelangweilt und er war meiner Meinung nach auch nicht gut gemacht. Nur so als Vergleich: Der Film hat bei metacritic, Rotten Tomatoes und vielen weiteren ‘professionellen’ Filmkritikern keine sonderlich guten Wertungen erhalten. Wenn dir der Film gefallen hat, dann ist das dein Geschmack und der passt ja auch so. Ich bitte dich, aber auch meine Meinung zu akzeptieren, auch wenn sie nicht deiner entspricht.
    Solltest du dich mit mir unterhalten wollen, tu dies am besten im Forum per Privatnachricht. Ich bin komstruktiver Kritik gegenüber sehr offen, mit dem Ausdruck ‘unprofessionell’ ist die Kritik dies aber nicht sonderlich.

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • percy jackson im bann des zyklopen kritik
  • percy jackson im bann des zyklopen online stream
  • percy jackson im bann des zyklopen stream
  • watch Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen
  • percy jackson im bann des zyklopen bewertung
  • watch Im Bann des Zyklopen
  • percy jackson 2 review
  • <>percy jackson im bann des zyklopen online anschauen

- ANZEIGE -


*