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Playstation 4 – „PS4 ohne DRM“ war nur PR – PS4 verfügt über DRM-System

Veröffentlicht 13. Juni 2013 | 16:48 Uhr von Sandra




PlayStation 4 - Logo

Entgegen der Aussage von Sony auf der offiziellen E3 2013 Pressekonferenz, dass es auf der Playstation 4 keine DRM-Maßnahmen (Gebrauchtspielsperre) gebe, weist Sonys Next-Gen Konsole genau dieses System aus. Sony erklärte zudem, dass das DRM-System zur Verfügung stehe und es den Drittherstellern obliege, ob sie davon Gebrauch machen oder nicht.

Rückblende – Die DRM-Diskussion entsteht

Die Kollegen des Magazins Edge sind dem Ganzen aktuell nochmals auf den Grund gegangen und haben vor allem Dritthersteller auf der E3 2013 in Los Angeles zum Thema DRM befragt. Die Antworten besagen, dass es sich bei der E3 Ankündigung von Sony eher um ein Art PR-Spiel gehandelt habe. Hintergrund war offenbar u.a. auch die Twitter-Aktion, da Fans rund um den Globus dazu aufgerufen waren sich gegen die DRM-Maßnahmen von Sony auszusprechen. Eine Aktion, die Sony nicht verborgen blieb und die man während der E3 2013 PK durchaus zu nutzen wusste, da man erklärte, man hätte die Fans gehört und verstanden.

Aber nicht nur Sonys Playstation 4 verfügt über DRM-Maßnahmen, auch Microsofts Xbox One bietet den Herstellern entsprechende Technik. Laut den Quellen, auf die sich Edge bezieht – wie erwähnt, bisher nicht näher genannte Dritthersteller, seien die Maßnahmen bei Microsoft sogar noch härter gewesen, als sie jetzt tatsächlich bei Playstation 4 als auch Xbox One sind. Der Unterscheid seinerzeit war und ist, dass Microsoft von Anfang an mit recht offenen Karten gespielt habe, und damit dem potentiellen Konsumenten gesagt hat, worauf man sich mit der Xbox One sozusagen einlässt.

Somit gilt für beide, Playstation 4 und Xbox One, dass die Dritthersteller selbst entscheiden können, ob von den DRM-Maßnahmen Gebrauch gemacht wird. Und es steht offenbar so, dass es wohl Third Party Anbieter geben wird, die vermutlich die DRM-Maßnahmen konkret in Betracht ziehen werden, weil diese „nötig seien, damit das Konsolengeschäft überleben kann“. Und weiter heißt es, dass die Dritthersteller, mit denen die Kollegen von Edge gesprochen haben, sich „darüber bewusst sind, dass mithilfe einer Gebrauchtspielsperre der Umsatz der eigenen Arbeit geschützt werden kann“.

Diesbezüglich bleibt nun abzuwarten, wie sich die jeweiligen Publisher mit sowohl Microsoft als auch Sony einigen werden und bei welchen Spielen eventuell DRM-Maßnahmen greifen, denn die finale Publishing-Vereinbarungen sind noch nicht alle unter Dach und Fach.

Sony bestätigt – DRM-Entscheidung liegt bei Third-Party-Publishern!

Bereits Anfang des Monats Juni 2013 gab es einen Roundtable, da Sonys Worldwide Studio Präsident Yoshida Shuhei bestätigte, dass die Playstation 4 ähnlich gehandhabt wird wie jetzt schon die Playstation 3. D.h. es gibt DRM-Maßnahmen, einen Regionalcode (Stichwort: Blu-ray Filme) sowie eventuell auch eine gewisse Form des Onlinezwangs. Während Yoshida das Ganze für hauseigene Spiele (First Party) so gut wie erst einmal ausschloss, gab er zu verstehen, dass es den Third-Partys obliegt, ob sie davon Gebrauch machen wollen. Inzwischen bestätigte Yoshida diese Politik erneut und gab damit auch CEO of Sony Computer Entertainment America, Jack Tretton, Recht, der in einem Gespräch mit Gametrailers die Thematik aufgriff und erläuterte. Laut Tretton ist die „DRM-Entscheidung nichts, das wir diktieren, steuern oder anwenden. Die Entscheidung liegt in den Händen der 3rd Party-Publisher“. Mit dieser Aussage gibt Tretton auch den Hinweis, dass vor allem die Dritthersteller den DRM-Status beispielsweise alle 24 Stunden Online per Abfrage zu prüfen als auch den Wiederverkauf der PS4-Software, z.B. bei Online-Inhalten, zu regeln. Man stelle bei Sony schlicht die Plattform zur Verfügung  für alle denkbaren Geschäftsmodelle, heißt es bei Tretton weiter, egal ob Free-to-Play oder wie auch immer die Publisher ihre Software anbieten wollen (siehe Video ab Minute 3.30 geht es ums Thema).

Jack Tretton im Interview

 

Was heißt DRM und Co. nun für den Spieler?

Grundlegend wird es mit der Playstation 4 so weitergehen, wie es aktuell auch mit der Playstation 3 funktioniert. Es ist jedoch auch ein „aber“ mit von der Partie, wie Yoshida zitiert wird:

Wir haben keine Grundsatzentscheidung getroffen – so etwas kostet Zeit und Mühe. Wir werden Disc-basierte Spiele wie auf der Playstation 3 behandeln, weil es nach wie vor Leute gibt, die ihre Spiele gerne teilen. Wir erwarten allerdings auch, dass die Leute nach und nach komplett zu digitalen Inhalten wechseln werden. Das geschieht natürlich nicht über Nacht. Es gibt immer noch Teile in der Welt, die über keine stabile, robuste Internet-Infrastruktur verfügen. Daher ist es notwendig, den Leute zu geben was sie brauchen.

Im Klartext heißt das für den Moment, dass Sony eigene Titel (First Party) erst einmal kein DRM oder ähnliches aufweisen werden, Dritthersteller jedoch nach eigenem Gusto entscheiden können, wie und mit welchen Maßnahmen sie ihre Spiele anbieten werden.

 


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Kategorien: E3 2013 PS4 News Spielemessen
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Kommentare

  • David sagt:

    Das stimmt eben gerade nicht. Sony wird auf der PS4 genau die gleiche Policy haben wie auf der PS3. Es wird keine Art von DRM geben für Disc-basierte Spiele.

    Wenn 3rd-Party-Publisher wie EA oder Activision ihre Games z.B. mit Online-Pässen belegen möchten, wie dies schon früher der Fall war, ist das möglich.

    Es gibt jedoch – im Gegensatz zur Xbox One – KEIN systematisch eingesetztes DRM-System für alle Gebrauchtspiele.

  • Ricky sagt:

    Hi David,

    ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass der obige Artikel nicht korrekt sei – alle Angaben stammen a) direkt von Sony und und b) steht genau das, was du als Richtigstellung angibst, so im Text. Sony eigene Spiele, vorzugsweise Disc-Spiele werden keine Maßnahmen aufweisen (anders sieht es auch mit Online basierten Spielen und PSN-Inhalten aus). Generell jedoch hat die PS4, wie auch jetzt die PS3 ein DRM-System, denn ohne dies können die Dritthersteller gar nicht darüber entschieden, ob sie davon Gebrauch oder nicht. Auch bei MS heißt es schon die ganze Zeit, dass es den jeweiligen Publishern obliegt, ob sie von dem DRM-System Gebrauch machen wollen oder nicht. Es hieß zu keiner Zeit alle Gebrauchtspiele werden gesperrt. Es waren verschieden Szenarien – mehr Gerüchte halber – durch gespielt worden. Es ändert aber nichts daran, dass auch bei Sony und der Playstation 4 eine DRM-System integriert ist (hat Yoshida bestätigt!), dass man bei Sony selbst das erst einmal nicht nutzt, dass es Third Parties selbst obliegt, ob sie das nutzen wollen – und genau das steht oben im Artikel sehr ausführlich mit Quellen belegt drin.

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