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Project Morpheus – Angespielt “Eine Reise in eine andere Welt”

Veröffentlicht 9. August 2015 | 20:45 Uhr von Jan Clement




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Da Sony ihr Project Morpheus mit auf die gamescom 2015 gebracht hat, haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns am frühen Morgen auch mal in eine Warteschlange zu stellen und somit eine Gelegenheit zum spielen, zwischen den ganzen festgelegten Terminen, zu ergattern. Da sowohl Presse als auch normale Besucher einen so großen Andrang erzeugten, war es eigentlich nur am frühen Morgen möglich noch Hand an das Gerät zu legen und somit einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Nach kurzem Warten war es dann endlich soweit und wir wurden zu einem kleinen Stand mit Londen Heist – Interrogation von SCE London Studio geführt. Neben diesem, waren noch an gut sieben weiteren Ständen von Sony andere Demos anspielbar, von kleinen Tech-Demos bis zu solchen wie The London Heist, die man von der Qualität als Spieledemos bezeichnen könnte.

Nach einer kurzer Einführung in die Gerätschaften, welche natürlich aus der Morpheus Brille, den beiden PS4 Movesticks und einem Headset bestanden, wurden uns die Gerätschaften von unserer netten Betreuerin angelegt. Der Tragebügel der Brille lässt sich per Rad am Hinterkopf einstellen, so dass die Brille gut auf dem Kopf sitzt und auch die Monitore lassen sich justieren. Als Brillenträger stellt es kein Problem dar, die Brille auch unter der Morpheus zu tragen, wobei dies von der Sehschärfe her keinen Unterschied machen sollte, ob man seine Brille nun auf hat oder nicht.

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Das horizontale Blickfeld der Brille von gut 100 Grad fällt einen zu Beginn auf, da man merkt, dass sich links und rechts im Sehwinkel nichts befindet. Nach ein paar Sekunden in der Demo bemerkt man dies jedoch eigentlich gar nicht mehr, da man sowieso einen sehr zentrierten Blick hat und zum Umsehen nicht in die Augenwinkel schaut, sondern gleich einfach den Kopf in entsprechende Richtung bewegt. Auf der Vertikalen gab es keinerlei Auffälligkeiten. Die Augen werden an beiden Seiten von Silikon abgeschirmt und man hat kein Sichtfeld nach außen.

Zu Beginn der Demo mussten wir uns erst einmal auf einen Stuhl setzen, da diese auch auf einen solchen beginnt. Vor uns ein schwerer Junge, der verdammt sauer auf uns ist und auch schon seinen Schweißbrenner bereit hält. Zum Glück ist das alles nur eine virtuelle Realität! Es wird wohl eine Dame gesucht, wobei wir eine der letzten Personen gewesen sind, die diese gesehen haben sollen und somit gleich beschuldigt werden, an dem Verschwinden beteiligt zu sein. Die Atmosphäre kommt auf jeden Fall sehr gut rüber, doch obwohl wir gerade bedroht werden, müssen wir irgendwie schmunzeln. Der Gedanke dass wir uns von einem Spiel, einer virtuellen Realität, bedroht fühlen, ist doch irgendwie lustig und erstaunlich zugleich.

Sich mit Morpheus im Raum umzusehen, welcher irgendwo in den Kellern einer U-Bahn Station zu sein scheint, funktioniert sehr gut. Egal wohin wir den Kopf bewegen, das Umsehen erfolgt direkt und komplett flüssig. Egal ob wir dabei nach oben, unten oder 180 Grad nach hinten schauen. Dabei sind auch alle Bereich sehr schön animiert. Nur bei der Grafik bemerkt man doch bei genauem drauf achten, dass es sich um kleine OLEDs handelt. Dies liegt trotz der Full-HD Auflösung vermutlich daran, dass sich der Bildschirm so nahe vor den Augen befindet und fällt wie gesagt auch nur auf, wenn man explizit darauf achtet. Da es sich um OLEDs (organische Leuchtdioden) handelt, können diese bei längerem Betrieb und dem Darstellen von zumeist hellen Farben, mit der Zeit dunkler werden. Im Vergleich dazu gehen handelsübliche LEDs in der Regel einfach kaputt. Bleibt somit die Frage, wie generell im Bezug auf die Brille mit dem Thema OLEDs vor allem zukünftig umgegangen wird.

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Während wir noch weiter beschimpft werden, Schuld an dem Verschwinden zu sein, klingelt auf einmal das Handy unseres Gegenübers. Es ist Frank der Chef und wir entkommen gerade noch so den angedrohten Konsequenzen, da er uns sprechen möchte, um zu erfahren was passiert ist. Um das Handy zu nehmen, müssen wir aufstehen. Das ist sowohl in der VR von Nöten, als auch in der Realität. Indem wir von unserem Stuhl aufstehen, geht auch gleich das Sichtfeld im Spiel höher, genauso wie es in der Realität wäre. Das Telefon nehmen wir in die Hand, indem wir unsere Hand samt Movestick nach vorne bewegen und die Trigger-Taste zum greifen und festhalten benutzen.

Das Handy halten wir uns dann neben das Ohr und es wirkt so, als ob Frank zu uns aus dem Stick sprechen würde. Dies ist natürlich nur das Headset, welches auf unseren Ohren sitzt, aber es wirkt doch verdammt realistisch. Für die Verwendung von Morpheus sollte unbedingt ein 5.1 oder 7.1 Headset verwendet werden, damit dadurch die virtuelle Welt mit ihren Geräuschen noch besser zur Geltung kommt. Das für die Demo verwendete Headset, hat uns persönlich nicht so sehr zugesagt. Die Sound-Qualität war zwar hervorragend, doch persönlich mögen wir eher Headsets die das Ohr komplett umschließen, anstatt auf diesem zu liegen. Dieser Aspekt dürfte aber von Person zu Person unterschiedlich sein.

Anstatt Frank eine Antwort geben zu können, werden wir in einem Flashback zurück in eine Eingangshalle geworfen. Dort müssen wir einen Diamanten aus einem Empfangstisch vor uns holen. Dazu öffnen wir per Hand (Movestick) die unterschiedlichen Schubladen und finden einige Magazine, sowie einen Schlüssel vor. Sobald wir den Schlüssel an einem verschlossenen Fach benutzen und den darin befindlichen Diamanten an uns nehmen, geht der Alarm los. Schnell finden wir in einer Schublade eine Pistole, welche wir nur einmal nehmen müssen und diese dann an unserer Hand kleben bleibt, damit man nicht die ganze Zeit den Trigger gedrückt halten muss und diesen stattdessen zum schießen verwenden kann. Denn prompt stürmen einige Gegner in den Raum und eröffnen das Feuer auf uns.

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Wir gehen direkt in die Hocke, um hinter dem Empfangstisch in Deckung zu gehen und nicht vom Feind getroffen zu werden. Der Schusswechsel verläuft größtenteils so, dass wir immer nur etwas heraus schauen und mit der Hand über dem Kopf feuern. Dabei orientieren wir uns beim zielen an den Flugspuren der Geschosse und vergessen leider völlig, einmal zu versuchen über Kimme und Korn zu zielen. Die Reaktionen unserer Person in der VR sind dabei so gut wie eins zu eins mit den unseren umgesetzt.

Sobald das Magazin leer ist, nehmen wir mit der freien Hand eines der Magazine und hauen es in die Pistole. In echt sieht es eigentlich so aus, dass man dabei die beiden Movesticks gegeneinander haut. Hoffentlich halten diese die Belastung auf Dauer aus und tragen nicht irgendwann einen Schaden davon. Sobald wir keine sichtbare Munition mehr im Blickfeld haben, öffnen wir weitere Schubladen und greifen ohne direkt reinzuschauen hinein, da wir ja in Deckung bleiben wollen. Dies klappt sogar und es muss nicht erst in ein Objekt hineingeschaut werden, um mit Gegenständen darin zu interagieren.

Sobald der letzte Gegner besiegt ist Endet die Demo und wir sind wirklich vollkommen in der virtuellen Realität versunken. Zurück in der Realität brauchen wir erst mal einen Moment, um uns wieder zu fangen. Das Gehirn will diesen raschen Wechsel zwischen zwei Welten einfach nicht so schnell verarbeiten, was auch zeigt, wie sehr man in dieser kurzen Zeit in die Virtual Reality versinkt.

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Fazit

Krass, einfach nur krass und schwer zu beschreiben. So sollte sich Project Morpheus schon fast am besten bezeichnen lassen. Auch wenn wir versuchen unsere Eindrücke und unser Erleben wiederzugeben, so kann man es doch nur schwer mit der Erfahrung vergleichen, welche man in einer VR macht. Wenn man sich vorstellt, dass diese Technik gerade erst in den Kinderschuhen steckt und sich vorstellt das große Publisher wie Naughty Dog vielleicht eines Tages mit solchen Brillen ihre Spiele präsentieren werden, kann man nur sagen, dass uns eine ganz außergewöhnliche Zukunft des Gamings ins Haus steht. Und darauf sind wir spätestens jetzt verdammt heiß!


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Kategorien: Gamescom 2015 PS4 News Vorschau
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