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Project Spark – Preview / Vorschau

Veröffentlicht 18. Februar 2014 | 16:03 Uhr von Sandra




Project-Spark

Mit Project Spark haben Microsoft und Team Dakota ein durchaus vielversprechendes vor allem aber kreatives Eisen im Feuer, mit dem vorzugsweise die Spieler angesprochen werden sollen, die Spaß am Kreieren und Erstellen haben. Spieler bekommen mit Project Spark ein Game-Tool an die Hand, das erlaubt mithilfe von Kollege Fantasie und Kumpel Idee eigene Welten und Games entstehen zu lassen. Das Gute an der Sache ist: Alle möglichen und unmöglichen Optionen sind bereits in verschiedenen Kategorien im Spiel enthalten. Diese müssen vom Spieler lediglich ausgewählt, entsprechend platziert und angeordnet werden. Wie gut das funktioniert, haben wir für euch in einer weiteren ausführlichen Vorab-Session einmal ausprobiert.

Fast alles scheint möglich

Das Schöne an Project Spark: Fast alles scheint möglich und, ums ganz banal zu formulieren, Grobmotoriker sowie Detailfanatiker werden gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Egal ob ihr nur ein simple Oberwelt mit ein paar Kriegern und ein bisschen Landschaft zimmern wollt oder alternativ nichts dem Zufall überlasst, da ihr Kamerapositionen und KI-Aktionen nach Gusto bestimmt. Hinzu kommen verschiedene Spielmodi (Genre), anhand dessen ihr eure erdachten Spiele-Welten ausrichten könnt. Als übergeordnetes Thema wird es beispielsweise Tower Defence genauso geben wie einen Adventure-Modus. Soll euer Abenteuer in eher kargen Umgebungen stattfinden, wüstengleich oder doch lieber in dicht bewaldeten Gebieten mit dichter Vegetation? Welcher Rasse soll der Held angehören? Ranger, Druide, Goblin Berserker oder vielleicht lieber Ranger? Die Entscheidung liegt ganz bei euch ebenso wie die Frage danach, wo euer Held wohnen soll. Im Angebot sind u.a. bewohnbare Windmühlen, Tavernen mit Gästezimmern oder auch strohgedeckte Häuschen? Abgesehen vom Helden und seiner ihm von euch zugewiesenen Herkunft sowie Umgebung stellen sich zudem weitere Fragen, die direkt oder indirekt Einfluss auf das am Ende fertige Abenteuer haben werden. Wie soll die Stadt aussehen, in der das Geschehen angesiedelt wird? Soll es ein Festival geben oder lieber doch einen geheimnisvollen Schrein, der in der Ortsmitte seinen Platz bekommt.

Zusammengefasst ist dies nur ein kleiner Ausschnitt aus den vorhandenen Auswahloptionen anhand derer ihr die Parameter für euer ganz eigenes Spielerlebnis festmacht. Banale Entscheidungen wie das Festlegen der Spieler-Rasse entscheiden hernach, welche Ereignisse ausgelöst werden. Überfallen beispielsweise Banditen euer Dorf oder geht es für euch auf eine große Reise? Immer wieder verfügbare Ausrufezeichen markieren Orte, an denen ihr durch eure eigene Story geleitet werdet. Müssen Heiltränke gefunden werden oder ist es nötig mit einem NPC zu sprechen, um weiterzukommen? Es ist schon ein wenig verrückt, dass ein paar simple Multiple Choice Fragen zu Beginn eines Spiels solche Kreise nach sich ziehen.

Project Spark

 

Wenn-dann-Prinzip mit Gehirnfunktion

Vor allem die ersten Schritte, die in Project Spark unternommen werden können, wirken etwas puristisch. Eine scheinbar limitierte Palette an Tools, mit denen ein ganzes Spiel sozusagen programmiert werden soll? Ja, genau das soll erreicht werden und es gilt einmal mehr: Nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen! Wenn die grundlegenden Informationen bestimmt worden sind, geht es erst ans Eingemachte: Das Brain-Icon (Gehirn-Symbol) wird verfügbar sowie die Optionen – sozusagen ganz programmiertypisch – wenn-dann-Optionen zu setzen. Ein elementares und wichtiges Feature in Project Spark, das die Sache am Ende auch erst richtig spannend als auch interessant werden lässt. Es geht nicht nur darum einen Helden zu wählen, Umgebungen und damit eine Geschichte zu gestalten. Was an sich schon eine coole Sache ist. Vielmehr ist sind es die Details, die einzeln betrachtet banal, komplett aber das große Ganze ausmachen. Dazu gehören schon einmal die Fragen danach, wie sich der Held bewegen soll und wie die Kamera das Sichtfeld wiedergibt. Es gilt – um beim Helden zu blieben – zuzuweisen wie und auf welchen Tastendruck er sich bewegen, springen und wie die Kamera folgen soll. Ebenfalls werden sämtliche Kommandos fürs Kämpfen und Waffengebrauch initiiert, bevor ihr einen ersten Testversuch in der Schlacht wagen könnt. Wobei das Schlachtfeld selbst ein guter Ratgeber sein wird, zeit sich erst im Einsatz wie gut das Setzen eurer Parameter gelungen ist – oder auch nicht.

Ähnlich verfahrt ihr auch beim Erstellen der Umgebungen selbst. Vorgegebene Tools mit einigen Auswahloptionen bieten euch und eurer Kreativität soliden Spielraum die Welten nach Lust und Laune zu gestalten. Soll es bergiger werden, lieber flacher? Setzt die Konturen, feilt diese aus und lasst danach die Farbe und Füllung in Form von Landschaftsgestalterischen Maßnahmen folgen. Bedenkt dabei immer, dass alles irgendwie ein Gehirn Brain-Icon) haben kann bzw. wird, so dass ihr selbst für das letzte Fitzelchen eine wenn-dann-Option festlegen könnt.

Die uns zur Verfügung gestandene Version war noch – wir sagen einmal – reichlich beschnitten und die Möglichkeiten, die wir austesten konnten, sind augenscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. In der fertigen Version, dass lässt sich anhand des enthaltenes Menüs erahnen, wird noch viel mehr möglich sein. Dialogabläufe werden dann wohl genauso verfügbar sein wie Events, Kamera-, Wetter- und Wassereffekte, Soundtracks, Zwischensequenzen und mehr.

Project Spark

 

Die Welt der anderen spielen

Die Aussicht, dass die von uns erstellten Welten nicht nur wir selbst spielen werden, sondern mit der Community geteilt werden können, bewerten wir positiv. Stellt eure eigenen Welten zur Verfügung oder besucht die kreativen Ergüssen anderer Spieler. Dabei geht es allerdings nicht nur um das Anschauen und Ausprobieren dessen, was andere Spieler erstellt haben. Vielmehr kann und soll auch untereinander profitiert werden. Wenn ein Spieler ein tolle Idee hatte, beispielsweise die Kamera so zu positionieren, dass man aus einer 3D-Welt eine Art Sidescroller werden lassen kann, nutzt das Brain-Icon und findet heraus, wie dieser Spieler das geschafft hat. Generell könnt ihr mithilfe des Gehirn-Symbols alles untersuchen und euch auf diese Weise Hilfe holen, um eure eigene Welt noch kreativer zu gestalten. Es ist ein Stück weit ein geben und nehmen. Und selbst wenn ihr keine Probleme beim Kreieren eurer eigenen Welten habt, das Anschauen anderer Werke lohnt garantiert.

Generell ist Project Spark darauf ausgerichtet, dass ihr als Spieler gemessen eurer Fähigkeiten in jedem Fall klar kommen werdet. Ob Programmiercrack, blutiger Anfänger oder irgendwie in der Mitte, das Nutzen der Tools und damit verbundenen Möglichkeiten ist auf alle möglichen Spielerfähigkeiten eingerichtet.

Natürlich ist Project Spark mitnichten ein Spiele-Programm, da ihr als Spieler Code schreiben lernt. Das ist bereits geschehen und es geht am Ende „nur“ ums designen sowie das Festlegen von Aktionen. Außerdem gibt es ein recht anschauliches sowie hilfreiches Angebot in Sachen Fehler/Problembehebung, sofern diese Auftreten sollten. Auf diese Weise werdet ihr als Spieler glücklicherweise nicht alleine gelassen und das ist gut zu wissen angesichts der sehr umfangreichen Offerte, die Project Spark zweifelsohne allen angehenden Design-„Programmierern“ macht.

Project Spark

 

Einschätzung

Project Spark ist ein überaus ambitioniertes, vielversprechendes „Spiel“, das vor allem damit lockt, dass ihr eure eigenen Welten erstellen, spielen und teilen könnt. Die von uns vorab getestete Version (Beta, Win8) hat uns einen sehr guten Vorgeschmack geliefert und vor allem überzeugt, dass Team Dakota virtuelle Ideenschmiede eine ganz große Sache werden kann. Das Angebot an Möglichkeiten scheint zu stimmen, die Menüs haben sich als so weit gut verständlich erwiesen, optisch gibt es (so weit sich das bisher beurteilen lässt) nichts zu meckern, das virtuelle Welten basteln ging leicht von der Hand und das Wichtigste, es hat Spaß gemacht! Wir freuen uns auf den kommenden Release von Project Spark und sind sehr gespannt, was alles möglich sein wird, wenn wir eine fertige Version des Spiels zur Verfügung haben.


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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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