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Revenge – Staffel 1 im DVD-Test

Veröffentlicht 30. Oktober 2013 | 13:34 Uhr von Marcel




Revenge Szenenbild

Mit Revenge erscheint eine spannende TV-Serie voller Intrigen und Machtspielen im Handel. Ob die Cocktail-Mischung aus „Der Graf von Monte Christo“ und „Brothers & Sisters“ überzeugen kann. Erfahrt ihr in unserem Testbericht zur ersten Staffel der ABC-Serie.

Die TV-Serie „Revenge“ dreht sich um Amanda Clarke (gespielt von Emily VanCamp), die einen neuen Namen angenommen hat und fortan als Emily Thorne unerkannt an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt, um ihr zerstörtes Familienglück zu rächen. Die einflussreichen Victoria Grayson (gespielt von Madeleine Stowe) und Conrad Grayson (gespielt von Henry Czerny) haben den Vater von Amanda für ein Verbrechen verantwortlich gemacht, dass die Beiden selbst begangen haben. David Clarke, der Vater von Amanda, landete daraufhin in einem Gefängnis und Amanda wurde in ein Pflegeheim gesteckt. Nach seinem Tod ist Emily fest entschlossen, die Hintermänner und sämtliche Beteiligten des Komplotts zur Rechenschaft zu ziehen, egal wie hoch der Preis ist.

Angetrieben von einer irrsinnigen Rachelust fügt sich die unscheinbare Emily harmonisch in die Nachbarschaft ein und bezieht ein Strandhaus in den Hamptons, wo sie früher zusammen mit ihrem Vater gewohnt hat, bis die Falle zuschnappte. Um gegen die Sündenböcke in die Schlacht zu treten, erhält sie Unterstützung vom Technologieunternehmer Nolan Ross (gespielt von Gabriel Mann), der wiederum ihrem Vater versprochen hat auf die Tochter aufzupassen und ihm noch einen „Gefallen“ schuldig ist.

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Revenge: Staffel 1 – Victoria im Gespräch mit Tylor | (c) abc studios

Amanda begann schon früh einen ausgeklügelten Racheplan zu schmieden, um sämtlichen Verrätern an ihrem Vater einer gerechten Strafe zu zuführen. Egal ob das der Tod, die Verstossung aus dem Kreis der Mächtigen oder eine öffentliche Blossstellung ist, die Retourkutsche ist gewaltig. Besonders Conrad und Victoria Grayson stehen im Fadenkreuz der Rache. Victoria ist mehr als nur eine Hamptons-Nachbarin und enge Freundin von David Clarke gewesen.

Doch nicht nur die Superreichen und Schönen spielen eine wesentliche Rolle in Revenge, auch „Normalsterbliche“ spielen eine zentrale Rolle in der Serie.  So zum Beispiel Jack (gespielt von Nick Wechsler), ein treuer Freund aus Kindertagen mit dem Amanda früher durch dick und dünn gegangen ist, erkennt die einstige Freundin nicht mehr, doch ein unsichtbares, enges Band umschlingt die Beiden. Dann ist da Declan (gespielt von Connor Paolo), der kleine Bruder von Jack, in einer Beziehung mit Charlet Grayson, der Tochter von Conrad und Victoria. Die beiden leben und arbeiten in der Bar ihres Vaters.

Rache ist bittersüss

Jeder Mensch hat sich sicher mehr wie einmal in seinem Leben Rachegelüste verspürt, aber wahrscheinlich selten dann auch ausgiebig ausgelebt. Die Art und Weise wie die Hauptdarstellerin diese Lust zelebriert und mit eisernem Wille verfolgt, ist unbeschreiblich und sucht in jeder Hinsicht seinesgleichen. Akribisch plant sie jede Kleinigkeit bis ins kleinste Detail und setzt dies dann in die Tat um. Es ist unglaublich wie stark das Netz aus Lügen, Intrigen und Geheimnissen gesponnen ist. Jedes Mal wenn man einen Lösungs-Ansatz vor Augen sieht oder glaubt zu wissen wie es weiter geht, kommt doch alles anders, als es geplant war.

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Revenge: Staffel 1 – Kontrolliert die Situation | (c) abc studios

Der Zuschauer wird immer tiefer in das Netz hineingezogen und begleitet die Hauptdarstellerin auf einem fesselnden, spannenden Pfad der Selbstjustiz. Wer hier ein simples Spiel zwischen „Gut“ und Böse“ erwartet, der liegt gewaltig im Irrtum, denn genau hier schafft Revenge einen Quantensprung. Eine Trennung zwischen „Gut“ und „Böse“ gibt es in diesem Sinne nicht. Ebenso wenig gibt es zwei klar definierten Seiten, die sich gegenseitig bekriegen. So ziemlich jede Figur besitzt, wie im realen Leben auch, gute und schlechte Charakterzüge. Bei manchem etwas weniger, beim anderen etwas mehr. Für einen Moralapostel ist die Serie nicht das Richtige, denn auch Emily Throne greift so manches Mal zu etwas härteren Mitteln, doch wer damit kein Problem hat, darf sich über eine spannende Serie freuen, die den Zuschauer nach wenigen Folgen in die Bann zieht.

Jeder Charakter ist grandios besetzt und wird glaubwürdig verkörpert. Die Krönung ist ohne jede Frage das hervorragende Verwirrspiel der Protagonisten und die Kettenreaktion die eine Aktion auslöst. Den Drehbuchautoren gebührt ein grosses Lob für die kreativen Einfälle. Revenge nimmt den Zuschauer auf die Achterbahnfahrt der Gefühle. Von Sympathie, über Abscheu und Hass gegenüber einzelnen Akteuren ist so ziemlich alles vertreten, was man sich vorstellen kann. Diese Vielfalt an Emotionen führt auch dazu, dass die TV-Serie in kürzester Zeit verschlungen wird.

Aus technischer Sicht darf sich Revenge hören und sehen lassen. Einzig die Meeraufnahmen aus der weiten Perspektive sind eine kleine Katastrophe über die man aber gerne hinwegsieht, denn die Nahaufnahmen sind völlig in Ordnung für DVD-Verhältnisse.

Revenge - Szenenbild

Revenge: Staffel 1 – Wie lange die Ruhe wohl anhält? | (c) abc studios

Episoden-Guide zu Revenge Staffel 1

  • Episode 01 – Vergeltung
  • Episode 02 - Vertrauen
  • Episode 03 – Verrat
  • Episode 04 – Zwiespalt
  • Episode 05 – Schuld
  • Episode 06 – Intrigen
  • Episode 07 – Identitäten
  • Episode 08 – Vergangenheit
  • Episode 09 – Verdacht
  • Episode 10 – Loyalität
  • Episode 11 – Nötigung
  • Episode 12 – Eitelkeit
  • Episode 13 – Hingabe
  • Episode 14 – Wahrnehmung
  • Episode 15 – Chaos
  • Episode 16 – Skandal
  • Episode 17 – Zweifel
  • Episode 18 – Gerechtigkeit
  • Episode 19 – Absolution
  • Episode 20 – Vermächtnis
  • Episode 21 – Trauer
  • Episode 22 – Abrechnung

Unser Fazit:

In den ersten Folgen werden schematisch ein paar Übeltäter ihrer gerechten Strafe zugeführt auf dem Pfad der bittersüssen Rache, doch schon bald gibt es ein Wechsel im Erzählstil. Es eröffnen sich viele Nebenhandlungen, die der TV-Serie viel Leben und Authentizität einhauchen. So manche Wendung mag völlig aus der Luft gegriffen sein, das tut der Serie aber keinen Abbruch, im Gegenteil, umso spannender wird die Geschichte um Emily und ihr Vorhaben, wodurch es mit Leichtigkeit passieren kann, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Die Schauspieler leisten durchs Band überzeugende Arbeit und wirken dermassen glaubwürdig, dass man es um ein Haar mit der Angst zu tun bekommt. Die ganzen Ideen welche Verwendung in Revenge finden, müssen zweifelsohne den Drehbuchautoren anerkannt werden.

Revenge schafft es das Genre intelligent zu nutzen ohne dabei den Zuschauer vor Langeweile zu vergraulen. Im Gegenteil die Serie zieht den Zuschauer von der ersten Minute an in den Bann.


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Kategorien: Filme Movie News Test
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Gründer von insidegames und der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäensammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Weltenbummler, Sportler und Serien-Liebhaber.

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