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1-2-Switch – Test / Review

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Veröffentlicht 26. Mai 2017 | 0:02 Uhr von Sandra

1-2-Switch-KeyArt

Schon mal was von 1-2-Switch gehört? Nein? Gut, dann klären wir euch natürlich gerne auf. Mitnichten ist 1-2 Switch ein einfach zu erlernender Tanzschritt, sondern, na klar, eine Minispiel-Sammlung, die ihr gesondert für Nintendos neue Konsole Switch zum Beispiel beim Versandhändler Amazon zum Preis von um die 30 Euro erstehen könnt. Ein Bundle, welches die Switch-Konsole und 1-2 Switch beinhaltet, gibt es aktuell nicht. Für die Zukunft sicherlich durchaus denkbar, dass es entsprechende Pakete geben wird, müsst ihr fürs Erste im Moment beides einzeln kaufen. Dass sich es sich durchaus lohnen kann Nintendos Switch vor allem und insbesondere als Zweitkonsole, allein schon wegen der Nintendo eigenen Titel anzuschaffen, begründen wir in unserem Switch-Test. Aber bekanntlich, so sagt man jedenfalls, sind Konsolen immer nur so gut wie die Spiele, die für das jeweilige Gerät verfügbar sind. Und nachdem wir uns natürlich auch schon mit dem Zugpferdchen The Legend of Zelda: Breath of the Wild befasst haben, wollen wir uns selbstverständlich auch die 1-2 Switch-Spiele-Sammlung anschauen und verraten im nachfolgenden Test, welche Minigames ihr erwarten dürft und ob sich die Anschaffung am Ende auch wirklich lohnt.

Wie erwähnt, 1-2 Switch müsst ihr extra kaufen. Kann man negativ auslegen, muss man aber nicht.  Während der Umfang eher als „ok“ beschrieben werden kann, erweist sich als gut, dass ihr außer der bei der Nintendo Switch grundlegend enthaltenen Hardware kein weiteres Zubehör benötigt, um die auf Multiplayer ausgelegten Games zu spielen. Im Ganzen warten 28 Spiele auf euch, von denen ihr 2 alleine, den Rest jedoch mit wenigstens einer weiteren Person angehen könnt. Im 1-2 Switch Portfolio enthalten sind unter anderen Geschichten wie „Safeknacker“, „Tischtennis“, „Wettessen“, „Revolverheld“, „Wettmelken“, „Korkenknallerei“, „Blindrasur“ oder auch „Schlaf, mein Baby“, „Würfelglück“, „Ball Count“, „Copy Dance“ und „Luftgitarre“. Ja, anhand der Namen lässt sich schon ein Stück weit ableiten, ob das jeweilige Spiel Spaß macht – oder auch nicht.

Die Mehrheit der Spiele ist darauf ausgelegt, dass ihr weniger auf den TV-Monitor oder den Switch-Handheld schaut, sondern viel mehr eurem jeweiligen Mitspieler in die Augen. Klassisch gesteuert wird in den seltensten Fällen, da ihr mit den Joy-Con-Controllern in der Hand vorzugsweise mehr auf Audioanweisungen bzw. Rumble-Feedback reagieren müsst. Mit 1-2 Switch will euch Nintendo unter die Arme greifen und helfen mit dem Joy-Con-Controllern klar zu kommen. Vom Ansatz her definitiv eine gute Sache.

1-2-Switch – Nintendo Switch-Trailer

Je nach Spiel könnt ihr durchaus bequem auf der Couch sitzen bleiben, für andere Intermezzi steht ihr besser auf und stellt euch auf, etwas übertrieben formuliert, hektisches Fuchteln ein. Ja, Nintendo-Wiederholungstätern wird spätestens das noch aus den guten alten Wii-Zeiten, Wii Sports & Co. lassen grüßen, bekannt vorkommen. Und ja, die Idee ist lustig, keine Frage, vor allem weil es nicht ums, wie es so schön heißt, „core gaming“ geht, sondern 1-2 Switch eine Brücke schlägt und neben den Teilzeit-Spieler auch die „ich hab eigentlich mit Gaming gar nichts am Hut“-Kaliber auf doch recht einfache Art und Weise ins Boot holt.

Manche der 28 Minispielchen machen, na klar, mehr Spaß als andere und es hat im Spiele-Aufgebot auch die Vertreter, die getrost der Kategorie „zum Gähnen“ zugeordnet werden können. Gut gefallen hat uns beispielsweise das „Samurai-Training“, bei dem ihr angehalten seid Hiebe gekonnt zu setzen bzw. im Umkehrschluss passend zu parieren. So banal und einfach es klingt, am Ende helft ihr damit nicht nur eurer Reaktionsfähigkeit auf die Sprünge, sondern ihr könnt euch auch im Körpersprache lesen üben. Völlig andere Pfade schlägt „Ball Count“ ein, bei dem es für euch insbesondere darum geht euch mit der Joy-Con-Controller-Technik vertraut zu machen. Die kleinen Teilchen können wahrlich gescheit rumbeln und vermitteln zudem das Gefühl, als würden sich tatsächlich Kugeln im Inneren befinden. Der Effekt verfliegt allerdings auch so schnell, wie er gekommen ist. Habt ihr euch einmal daran gewöhnt, wie zweifelsfrei gut das HD Rumble-Feature funktioniert, bleibt unterm Strich nur übrig, dass die Joy Con-Controller das können – vorausgesetzt, dass die jeweiligen Spiele davon auch entsprechend Gebrauch machen.

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Schnarchnasen-Momente liefert 1-2 Switch im Übrigen auch und ebenso grüßt ergänzend der berühmt-berüchtigte Wiederspielwert.  Während sich das Baby-Minispiel, bei dem ihr das Tablet einem Säugling gleich zur Ruhe wiegen müsst, als echter Stimmungskiller und in der Tat Rohrkrepierer erwiesen hat, sind Boxen oder auch Wizard die Titel, mit denen man sich für mehr als nur zwei bis drei Runden vor allem mit Spaß beschäftigen kann. Andere Spielchen, darunter Tischtennis und Rasieren, hätten sich unter Umständen, sagen wir vermutlich, als lustig erwiesen, wenn sie technisch besehen besser funktioniert hätten. Bei diesen beiden Games mussten wir leider feststellen, dass das Tracking nicht einwandfrei funktioniert hat. Aber, die Problematik hat sich auch nur bei diesen beiden Games effektiv gezeigt – zwei aus 28, da lassen wir dann schon mal Gnade vor Recht ergehen. Am besten ist ohnehin, dass ihr euch mit mehreren bei „Copy Dance“, da ihr jemanden nachmachen müsst, bzw. „Gorilla“ und „Luftgitarre“ vergnügt. Das sind definitiv drei Minispiele, die nicht nur eine gewisse Ausdauer von euch verlangen, sondern ziemlich sicher auch eure Lachmuskeln beanspruchen werden.

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Unser Fazit

55 %

1-2-Switch auf Basis der üblichen Kriterien wie Grafik, Gameplay und Co. zu bewerten ist nicht fair und passt, zumindest einmal in diesem Fall, nicht zu Nintendos Minispiel-Sammlung, weshalb wir nur eine Gesamtwertung als solche vergeben haben. Abgesehen davon gehört 1-2-Switch aus unserer Sicht in die Schublade „mag man“ oder „mag man nicht“. Ein Zwischending gibt es irgendwie nicht. Ja, es braucht einen gewissen Faible für derartige Ansammlung mitunter wirr und grotesk anmutender Ideen, da ihr euch im Idealfall zum absoluten Affen machen müsst. Aber es hat am Ende auch was Gutes, denn 1-2-Switch hilft nicht nur beim kollektiven Spaß haben, sondern auch zum Kennenlernen der anfangs etwas ungewohnten Steuerung. Controller ist eben doch nicht gleich Controller und die Joy-Con-Controller sind einfach anders. Die 1-2 Switch-Spiele selbst sind ein buntes Potpourri, das von skurril über langweilig und unnötig bis hin zu spaßig und dem „eine Rund geht noch“-Gefühl alles bietet. Das die Spiele erst auf eine nicht ganz nachvollziehbare Weise freigespielt werden müssen, verwundert, ist aber nicht weiter schlimm. Da der Preis von anfangs um die 50 Euro für 1-2-Switch inzwischen auf um die 30 Euro, partiell und je nach Anbieter auch weniger, gefallen ist, könnt ihr als Switch-Besitzer die Anschaffung durchaus überlegen. Aber spielt 1-2-Switch, wenn es dann mal in eurem Besitz ist, auf jeden Fall nur mit Freunden in Gesellschaft, dann wird es auch, meistens, Spaß machen. Für Solisten wiederum lohnt sich 1-2-Switch definitiv nicht.

Pro

  • + kann auch ohne großen TV gespielt werden
  • + überwiegend lustige Party-Spielchen für mind. 2 Spieler
  • + solider Umfang
  • + hilft die Switch-Steuerung leichter zu verinnerlichen
  • + einfacher Einstieg auch für absolute Gelegenheitsspieler

Kontra

  • - mache Games sind einfach langweilig, andere nutzen sich schnell ab
  • - Optionen für Einzelspieler fehlen
  • - Tracking hat bei einigen Spielen nicht auf Anhieb funktioniert

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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