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3Dot Game Heroes: Review

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Veröffentlicht 26. September 2010 | 19:24 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. März 2011

Früher war alles besser…

Mit 3D Dot Game Heroes haben die Entwickler versucht Retro und Next-Gen miteinander zu verbinden, um ein neuartiges Spielerlebnis auf altmodische Art zu bieten. Klingt alles irgendwie etwas kryptisch? Verständlich, denn die Entwickler von From Software haben sich auch etwas Ausgefallenes einfallen lassen, dass wohl allen Kennern von den ersten „The Legend of Zelda“ Abenteuern Tränen der Freude in die Augen treiben wird.

Nostalgie pur

Im zwei dimensionalen Königreich Dotnia gab es einst eine böse Macht, die nur dank einem tapferen Helden und sechs magischen Artefakten besiegt werden konnte. Dank diesem Helden boomte der Tourismus in Dotnia geradezu und die Menschen strömten in Massen in das malerische Königreich. Doch als der Held verschwand, kamen immer weniger Besucher und der weise König musste sich einen gewieften Marketingtrick einfallen lassen. Und mit dieser Idee feierte die dritte Dimension Einzug in Dotnia. Schluss mit platten Charakteren, die Zeiten von flachen Bäumen und Häusern sind ebenfalls vorbei. Doch gerade als die Marketingkampagne voll ins Rollen gerät, erscheint erneut eine dunkle Macht am Horizont. Und wenn feindlich gesinnte Monster durch die malerischen Landschaften streunen, macht das also gar keinen guten Eindruck. Aus diesem Grund liegt an nun an einem Nachkommen des alten Helden die magischen Orbs wieder zu vereinen um das Dunkle erneut vom Angesicht der Erde zu tilgen.

Natürlich ist die altbackene Geschichte, ja geradezu klischeehafte Hintergrundgeschichte immer mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Mit viel Witz und Charme vermag es die schon fast niedliche Story einen zu verzaubern und in den Bann zu ziehen. Ausserdem gibt es schon fast unzählig viele Anspielungen. Neben den extremen Parallelen zu den klassischen Zelda Titeln wie A Link to the Past, gibt es z.B. Seitenhiebe gegen Demon’s Soul das ebenfalls von From Software entwickelt wurde.

Klassisches Gameplay par excellence

Zu Beginn des Spiels steht die Wahl des Helden an, dabei kann man sich zum einen aus einer Vielzahl von vorgefertigten Charakteren einen aussuchen oder selbst Hand anlegen. Wie der Spielename schon andeutet, kann hier ein angehender Held Pixel für Pixel erstellt werden. Dabei gehen gerne schon ein paar Stunden drauf, aber wer schlussendlich mit seinem selbsterstellten Helden in das Abenteuer einsteigt und Monster erlegt, wird eine grosse Freude dabei haben.

Wer eines der frühen Zelda-Spiele kennt, wird sich sofort in der Welt von Dotnia zu Recht finden. Der Held befindet sich in der Regel auf einer Oberwelt, auf welcher sich Zugängen zu Dungeons befinden oder Städte besucht werden können. In den Städten kann man mit den Bewohnern sprechen, den örtlichen Händler aufsuchen um sich mit Vorräten einzudecken oder um Nebenmissionen zu erhalten. Diese sind meist recht einfach gehalten und erfordern nur bestimmte Botengänge, was nicht wirklich motivierend ist. Ausserdem gibt es so etwas wie ein Quest-Log oder Journal nicht, wer sich also nicht erinnert, was wohin und zu wem gebracht werden muss, ist schnell aufgeschmissen. Beim Schmied kann man seine Schwerter verbessern um mehr Schaden zu verursachen oder eine grössere Reichweite zu erhalten. Normalerweise führt der Weg aber sowieso schnurstracks in einen der Dungeons, was wohl bei jedem Retroliebhaber ein Jauchzen zur Folge hat. Die Labyrinthe sind nämlich klassisch aufgebaut und erfordern das Selbe von euch wie noch vor einigen Jahren. Ihr verschiebt Blöcke um Kisten mit Schlüsseln zu erreichen oder erledigt alle Gegner in einem Raum, um eine verschlossene Tür zu öffnen. In jedem der Dungeons befindet sich zudem ein wichtiges Ausrüstungsstück wie ein Bumerang, Bomben oder ein Greifhaken. Wie es sich gehört, muss der jeweilige Gegenständ im aktuellen Tempel intensiv genutzt werden, um sich schlussendlich dem Bossgegner zu stellen. Diese sind in der Regel überdimensional grosse Tiere, wie Bienen oder Schlangen. Diese können, wie könnte es auch anders sein, nur mit der richtigen Taktik bezwungen werden. Liegen diese im Staub gibt es einen Herzcontainer, wodurch die Energieleiste vergrössert wird. Als letzte Belohnung winkt jeweils auch noch ein neuer Zauberspruch, der je nach dem unsichtbare Hinweise aufdeckt oder den Feinden gehörig einheizt.

Billige Kopie oder tolle Neuinszenierung?

3D Dot Game Heroes ist ganz eindeutig nur eine Kopie der klassischen Zelda Teilen in einem neuen, schicken Gewand. Zwar bietet das Spiel einige neue komfortable Funktionen wie eine Schnellreisefunktion über die Weltkarte oder die Möglichkeit immer und überall zu speichern. Nichts desto trotz wirkt das ganze durch das kopieren heute einfach irgendwie zu altmodisch. Die Bewegungsfreiheit des Helden ist durch die Umstände natürlich relativ beschränkt und teilweise ziemlich umständlich, da wäre heutzutage doch deutlich mehr drin gelegen. Irgendwie fehlt im Allgemeinen einfach die Genialität die die früheren Spiele von Nintendo ausgemacht hat, der letzte Feinschliff, der Detailreichtum.

Technisch ist 3D Dot Game Heroes ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wirkt der Stil perfekt, die klassische Zelda Ansicht vermischt mit dem neuen optischen Gewand wirken faszinierend. Zu Beginn mag der Look etwas komisch wirken, aber toll sieht es sowieso aus. Besonders schön zerbersten die Feinde nach ihrem Ableben in ihre einzelnen Pixel, was ein wirklich toller Effekt ist. Sonst fehlt teilweise ein wenig der Detailreichtum, gewisse Objekte wirken einfach unpassend in der Umgebung wie teilweise Büsche oder Bäume. Im musikalischen Bereich sorgen viele kleine Ohrwürmer für unterhaltsame Stunden, da sie das Spielgeschehen ungemein toll inszenieren. Natürlich im ordentlichen Retro-Stil gehalten, kann es schnell passieren, dass der Spieler bei der einen oder anderen Szene munter mit der Melodie mit pfeift. Sprachausgabe gibt es keine, Gespräche werden nur in Textblöcken über den Köpfen der Figuren angezeigt.

Zeitreise in die zukünftige Vergangenheit

Wer heute noch gerne mal eine Runde auf seinem Super Nintendo daddelt, wird um 3D Dot Game Heroes nicht herumkommen. Der klassische Stil wurde perfekt auf den High Definition Anspruch der heutigen Generation angepasst. Das Spiel ist ein tolles, altmodisches und spannendes Action-Adventure das ein Muss ist für alle Retro-Liebhaber. Wer damals noch nicht gespielt hat, die Faszination kennen lernen möchte und nicht auf die Modernität verzichten möchte, hat hier eine geniale Möglichkeit dazu. Für Retro-Zocker gibt es deshalb eine definitive Kaufempfehlung, alle anderen können aber gerne auch einmal Hand anlegen, denn Spass macht es allemal durch die charmante, witzige und nie zu ernste Inszenierung.

Unser Fazit

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Pro

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Unsere Bewertung

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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Spielspaß
 
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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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