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Aaru’s Awakening – Test / Review

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Veröffentlicht 20. Januar 2017 | 16:25 Uhr von Marc Wunder

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Einst herrschte ein Äonen währender Krieg zwischen den Brüdern Morgen, Tag, Abend und Nachtmond, der die Welt in eine endlose Trümmerwüste verwandelte. Die Götter entschlossen sich, die Schlacht zu beenden. Jedem der Brüder wurde eine gewisse Zeit zugedacht, in der sie abwechselnd über die Welt der Sterblichen herrschen, während die anderen schliefen. Und so erblühte die Welt wieder wie nie zuvor. Doch der Nachtmond hortet ein mächtiges Relikt aus dem Krieg, der das empfindliche Gleichgewicht aus den Fugen werfen könnte. Und so erweckte der Morgen seinen Helden Aaru, um die Gefahr zu bannen.

Fortan kämpft man sich in der Gestalt von Aaru, einem mythischen Wesen, halb Affe halb Frosch, durch die Länder von Morgen, Tag und Abend, um das namenlose Böse im Reich des Nachtmondes aufzuhalten. Doch je weiter man vor rückt, umso mehr reifen in Aaru Zweifel an seiner Mission.

Auch wenn das Thema stark abstrahiert dargestellt wird, so ist die Geschichte doch eine Parabel über blinden Gehorsam, Abhängigkeiten und der Sinnhaftigkeit von Leben und Krieg. Natürlich muss man dafür empfänglich sein, um die mit Standbildern eines Buches dargestellte Geschichte auch in diese Richtung zu deuten.

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Der lange Weg

Das Spielprinzip von Aaru’s Awakening ist ein klassischer 2D-Sidescroller, bei dem man sich von links nach rechts durch die Welt bewegt. Die Levelauswahl ähnelt dabei einer Erdkugel, die analog zu den Brüdern in Bereiche mit je mehreren Stages eingeteilt ist. Während das Land des Morgens noch als Tutorial gilt, in dem einem die Steuerung näher gebracht wird, bekommt es der Spieler später auch mit Feinden zu tun. Denn die Brüder sind nicht gerade erfreut über einen Krieger des Morgens, der in ihren Reichen wandelt. Sind alle Levels eines Komplexes abgearbeitet – die Reihenfolge ist dabei egal – bekommt man es mit dem Herr des Landes persönlich zu tun.

Das Bewegungsrepertoire Aaru´s ist dabei sehr übersichtlich. Neben Laufen und Springen gibt es noch zwei Spezialmanöver. Das erste ist ein kurzer Dash, mit dem man sich aus Gefahrensituationen bringen oder durch Wände brechen kann. Die Richtung gibt man mit dem rechten Stick vor. Auch eine Richtungsänderung im Sprung ist dadurch möglich. Zudem kann sich Aaru teleportieren. Dabei lädt man eine Kugel auf, die man dann in eine Richtung verschießt. Per Tastendruck wird man an die derzeitige Position der Kugel teleportiert. Somit kann man große Abgründe überqueren oder durch Engstellen kommen. Gegner lassen sich besiegen, indem man sich in sie hinein teleportiert. Gerade im späteren Spielverlauf ist eine Kombination aller Fähigkeiten notwendig, um schwierige Sprungpassagen und Fallen unbeschadet zu überstehen. Wenn es dann doch mal danebengeht, ist es kein Problem. Die Checkpoints in der Gestalt von leuchtenden Kugel sind fair gesetzt.

Die Setpieces könnten surrealen Gemälden entstammen, ähneln sich aber mit der Zeit sehr. Zwar sind sie farblich immer dem jeweiligen Reich angepasst, wirkliche Eyecatcher oder opulente Umgebungen sucht man jedoch vergebens. Auch das Spielprinzip nutzt sich schnell ab. Abseits der Teleportfunktion ist das Game ein generischer 2D-Platformer ohne jegliche Highlights. Die durchaus interessante Geschichte wird lieblos mit Standbildern und Texttafeln präsentiert. Insgesamt viel verschenktes Potential.

aarus-awakening-screenshot-02

 

Unser Fazit

68 %

Aaru's Awakening scheitert trotz interessanter Handlung an seiner Mittelmäßigkeit. Die Stages sind wenig abwechslungsreich, die Grafik eher zweckmäßig denn künstlerisch und das innovative Teleportsystem nutzt sich zu schnell ab. Zudem ist das Spiel auch nicht gerade lang. Einzig die Bosskämpfe sind interessant gestaltet, da sie sich doch sehr voneinander unterscheiden. Insgesamt hat man allerdings nicht verpasst, wenn man das Game nicht spielt.

Pro

  • + Interessante Geschichte
  • + Teleportsystem
  • + Fair gesetzte Checkpoints
  • + Steuerung einfach zu lernen

Kontra

  • - Kurz
  • - Levelgestaltung repetitiv und langweilig
  • - Gameplay nutzt sich schnell ab
  • - Handlung hätte optisch interessanter erzählt werden können

Unsere Bewertung

Grafik
 
50 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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Hier im Forum als RONIN unterwegs. Seit über zwei Jahrzehnten leidenschaftlicher Gamer. Als Multiplattformer auf jedem System zuhause.

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