Ace Combat: Assault Horizon - Test - insidegames
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Ace Combat: Assault Horizon – Test

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Veröffentlicht 7. November 2011 | 6:28 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 25. Juni 2012

Ace Combat Assault Horizon Titel

Oh, oh, mich hat schon wieder einer dieser Mistkerle im Visier. Was soll ich machen und wo steckt nur mein Flügelmann? Es bleibt keine Zeit auf Hilfe zu warten, denn bis die kommt ist von meinem Flugzeug nicht mehr als ein glühender Haufen Metall übrig. Wenn ich im richtigen Moment abbremse dann kann ich vielleicht… Ich steige voll in die Eisen, verringere die Distanz zu meinem Verfolger und reisse den Steuerknüppel ruckartig zu mir hin. Haha, dieser Anfänger fällt auf die Täuschung tatsächlich herein. Doch es bleibt keine Zeit für Schadenfreude. Ich lasse das Bordgeschütz knattern während ich die Zielerfassung aufschalte. Fox 2! Fox 2! Die Rakete zischt los und innerhalb weniger Sekundenbruchteilen legt sie die Distanz zum Ziel zurück. „Treffer, Treffer. Einer weniger, “ ruf ich ins Mikro. So gerne ich mich über das erlöschende Radarsignal freuen würde, es bleibt keine Zeit denn der Kampf ist noch lange nicht vorbei.  Ich reisse das Steuer herum und halte auf den Burj Khalifa zu. Ich zähle fünf weitere Gegner und der Himmel über Dubai brennt. Mit voller Geschwindigkeit jage ich auf den nächsten feindlichen Flieger zu. Wie sagen unsere Bekannten von den SEALs so passend? Der einzige leichte Tag war gestern.

Der Name Ace Combat steht seit mehr als zehn Jahren für feinste Arcade-Luftkampfaction. Ansprüche auf einen Flugsimulator dürfen bei dieser Serie nicht gestellt werden, denn es ging schon immer um Hochgeschwindigkeitskämpfe und heisse Verfolgungsjagden. Das neue Ace Combat: Assault Horizon will diese actionreiche Formel perfektionieren. Versprochen wird Action wie man sie aus Ego-Shooter Grössen kennt, was gar nicht so uninteressant klingt. Wir haben uns hinter die Steuerknüppel der modernsten Flieger geklemmt und versucht die Welt vor dem Untergang zu retten. Ob diese Mission geglückt ist und ob Assault Horizon wieder frischen Wind in das angestaubte Genre bringt, erfahrt ihr in unserem Xbox 360 Test.

Highway to the Dangerzone

In der Zukunftsvision von Ace Combat: Assault Horizon ist im Jahr 2015 die Kacke wieder richtig am dampfen. In Ostafrika sind Rebellen auf dem Vormarsch und terrorisieren die Menschen. Das Warwolf Squadron unter ihrem Anführer Lt. Col. William Bishop ist ein Teil einer U.N. Streitkraft. Diese Streitkraft besteht aus russischen Truppen und denen der NATO. Mit vereinten Kräften gilt es die Rebellen zu vernichten bevor etwas Schlimmeres passiert. Doch schnell zeigt sich das mehr hinter dem Aufstand steckt als ursprünglich angenommen. Offensichtlich verfügen die Aufständischen über eine mächtige Waffe die ganze Städte auslöschen kann. Der Codename der Waffe ist Trinity. Als sich auch noch ein Teil der russischen Streitkräfte gegen die Truppen der Vereinten Nationen wendet, scheint der dritte Weltkrieg an die Haustür zu klopfen. Lt. Bishop muss mit seinem Team die Russen und ihre Verbündeten auf der ganzen Welt bekämpfen um die Menschheit vor der Mutter aller Bomben, der Trinity, zu beschützen.

Im Gegensatz zu den alten Ace Combat Spielen, spielt Assault Horizon nicht in einer fiktiven Spielwelt. Die Geschichte spielt in unserer Welt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Statt einer abgedrehten Story rund um irgendwelche erfundene Staaten, dreht sich alles um Terroristen, Russen und den bevorstehenden dritten Weltkrieg. Und eigentlich könnte die Story auch aus der Feder von US-Pathos Grossmeister Tom Clancy stammen. Dank gut gemachten Zwischensequenzen und einer packenden Inszenierung ist das jedoch gar nicht weiter schlimm. Storywendungen sind zwar leicht vorher zu sehen, dennoch werden sie gut genug präsentiert um nicht lächerlich oder aufgesetzt zu wirken.

Jets, Helis und noch viel mehr

Nicht nur in der Geschichte werden neue Wege eingeschlagen, auch spielerisch gibt es gegenüber den Vorgängern viele Neuerungen. Erstmals nimmt man nicht nur in Jets Platz, sondern auch in Helikoptern, betätigt sich als MG-Schütze in einem Blackhawk oder übernimmt die Geschütze einer AC-130. Die Qualität dieser verschiedenen Abschnitte unterscheidet sich jedoch ziemlich stark. Den Grossteil des Spiels steuert man jedoch verständlicherweise Jets und das ist auch wirklich gelungen. Wer bereits einmal in einem virtuellen Flugzeug Platz genommen hat, wird sich schnell zu Recht finden. Neulinge dürfen sich jedoch über eine vereinfachte Steuerungsvariante freuen, in welcher unterstützende Systeme dafür sorgen, dass man nicht allzu schnell am Boden zerschellt. Das Gameplay in diesen Missionen gibt sich klassisch. In der Regel muss man gegen unterschiedlich zusammengesetzte Fliegerstaffeln antreten und diese vom Himmel holen. Dazu wählt man einen von über 25 echten Fliegern und dazu passende Waffensysteme. Im Kampf muss man versuchen sich hinter seinen Gegner zu setzten bis das Raketensystem den Gegner erfasst hat um ihn dann zum Teufel zu schicken. Neuerdings gibt es jedoch auch auf der Seite der Gegner Fliegerasse die sich nicht so einfach ausschalten lassen. Hier kommt der so genannte Dog Fight Mode (kurz DFM) zum Einsatz. Verfolgt man einen Gegner bekommt man eine farbige Markierung wenn man in den DFM wechseln kann. Hat man dann im richtigen Moment die richtige Taste betätigt, folgt man automatisch dem Gegner. Nun muss man versuchen den Gegner für einen Moment im Fadenkreuz zu behalten, damit sich das Lenksystem aufschalten kann. Dazu muss man unter anderem sein Bordgeschütz nutzen, denn sonst kann der Gegner entkommen und der Vorgang muss erneut gestartet werden. Und gerade dieser DFM ist wirklich schweisstreibend. Denn die Wege die man automatisch abfliegt sind bombastisch inszeniert. Man folgt dem Gegner, während man durch Häuserschluchten fliegt und vor einem ganze Wolkenkratzer einstürzen. Ausserdem sind gerade die Fliegermissionen nicht unbedingt einfach. Man muss sich konzentrieren und versuchen die gegnerischen Flieger so schnell wie möglich auszuschalten, denn je länger sich ein Gefecht hinzieht, desto kleiner werden die eigenen Chancen. Leider wirken die Missionen in der Regel immer ein wenig zu lang. Man bekämpft unzählige Gegnerwellen ohne dass wirklich ein Ende in Sicht ist. Immerhin gibt es genügend fair verteilte Checkpoints, wodurch man bei einem virtuellen Absturz nicht alles ganz von vorne anfangen muss.

Leider sind die restlichen Missionen nicht ganz so packend ausgefallen. Wenn man am Maschinengewehr eines Hubschraubers sitzt um feindliche Soldaten auf Booten zu erledigen, ist das nicht wirklich spannend. Ähnlich verhält es sich wenn man die Geschütze einer AC-130 übernimmt um im körnigen Nachtsicht-Modus verbündete Truppen zu unterstützen. Schlussendlich gibt es auch noch Missionen in denen man direkt die Kontrolle über einen Helikopter übernimmt. Die Steuerung unterscheidet sich logischerweise stark von der normalen Flug-Steuerung, fühlt sich jedoch genauso gut an. Aber besonders hier zeigt sich die Überlänge der Missionen mehr als deutlich. Man fliegt und fliegt, erledigt Gegner um Gegner, ohne das wirklich viel Spannung aufkommt. Die Jet-Missionen sind alles in allem deutlich besser ausgefallen, dennoch sorgt der Rest immerhin für entspannte Abwechslung nach dem unglaublich stressigen Jet-Alltag.

Wie Iceman und Maverick

Die Einzelspielermissionen bekommen durch die Möglichkeit sie im kooperativen Online-Spiel mit einem Kumpel zu spielen deutlich mehr Wiederspielwert. Doch nicht nur zusammen, sondern auch gegeneinander kann man antreten. Wie heutzutage gewohnt, gibt es auch in Assault Horizon eine Onlinekarriere in welcher man für abgeschlossene Missionsziele und erledigte Gegner Erfahrungspunkte erhält. Steigt man im Level auf erhält man Zugriff auf neue Flugzeuge und Verbesserungen wie man sie z.B. aus den grossen Ego-Shootern kennt. Interessant ist die Möglichkeit mit seinen Fähigkeiten auch seine Kameraden zu unterstützen. Die Fähigkeit welche man in den ersten von mehreren verfügbaren Slots steckt, hilft nicht nur einem selbst, sondern dem ganzen Squad. So schalten dann Raketen schneller auf ihre Ziele auf oder die Bordgeschütze überhitzen nicht so schnell. Wer also geschickt mit seinen Kameraden zusammenarbeitet, kann auf diesem Weg ein starkes Geschwader zusammenstellen. Missionstechnisch gibt es eine anständige Auswahl. Von einfachen Team-Deathmatches mit Jets über Eroberungsmissionen in denen nur Helikopter ausgewählt werden können, ist die Auswahl gross. Dank dieser Vielfalt und dem ausgeklügelten Levelsystem ist für viel Langzeitmotivation gesorgt. Leider ist der Mehrspielermodus nicht zu 100% ausbalanciert, was bedeutet das Flieger mit einem höheren Level den Neueinsteigern deutlich überlegen sind.

Booooooooom

Besonders die Grafikeffekte in Ace Combat: Assault Horizon können überzeugen. Raketen ziehen weisse Kondensstreifen hinter sich her, explodierende Flugzeuge sehen gut aus und das Geschwindigkeitsgefühl ist kurz gesagt der absolute Wahnsinn. Die Flugzeuge an sich sehen gut aus, könnten jedoch teilweise ein wenig mehr Details vertragen. In Sachen Umgebungsgrafik verhält es sich ähnlich. Die Umgebungen an sich sind abwechslungsreich und gut gestaltet. Ob man jetzt am Himmel von Dubai, Miami oder der afrikanischen Savanne seine Kämpfe bestreitet, es macht Spass die ganze Welt zu bereisen. Und auch die Gebäude und der Boden selbst sehen aus der richtigen Höhe gut, detailliert und realistisch aus. Je näher man jedoch dem Boden kommt, desto verwaschener sieht er aus. Das ist aber zumindest in den Missionen in den Flugzeugen nicht weiter schlimm, denn man hat sowieso keine Zeit sich darauf zu achten. Die Soundeffekte sind ebenfalls super ausgefallen und wer ein anständiges Soundsystem besitzt wird sich wirklich in das Cockpit eines Fliegers versetzt fühlen. Die musikalische Untermalung die hauptsächlich aus elektronischen Gitarrensounds besteht,  passt gut und verpasst den Missionen einen filmischen Unterton

Unser Fazit

84 %

Ace Combat: Assault Horizon ist ein wirklich gutes Spiel geworden. Gerade die Missionen die man in Jets bestreitet sind von der Geschwindigkeit und dem Feeling her atemberaubend. Auf der anderen Seite sind die restlichen Missionen nicht ganz so gut ausgefallen. Die technische Seite ist toll ausgefallen, auch wenn, wie immer in Flugspielen, der Boden nicht wirklich detailliert aussieht wenn man im zu nahe kommt. Dank einem umfangreichen Mehrspielermodus, einem kooperativen Spielmodus für die Kampagne und vielen freischaltbaren Extras ist ausserdem für Langzeitmotivation gesorgt.

Pro

  • Gut inszenierte Kampagne
  • Atemberaubendes Geschwindigkeitsgefühl
  • Grosse Auswahl an Flugzeugen und Helis
  • Schweisstreibender Dog Fight Mode
  • Umfangreicher Mehrspielermodus
  • Tolle Jet-Missionen
  • Schöne Grafikeffekte
  • Gute Musikuntermalung
  • Viele freischaltbare Boni

Kontra

  • Altbekannte Geschichte
  • Wenig detaillierter Boden
  • Zu lang dauernde Missionen
  • Leicht unbalancierter Mehrspielermodus
  • Heli- und Bordschützenmissionen nicht wirklich spannend

Unsere Bewertung

Grafik
 
82 %
Sound
 
93 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
78 %
Spielspaß
 
86 %

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