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Age of Empires: Castle Siege – Test / Review

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Veröffentlicht 5. November 2015 | 19:48 Uhr von Fabrice

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Einst stand der Name Age of Empires für packende Echtzeitstrategie. Nicht grundlos wurde vor einiger Zeit das fast schon legendäre Age of Empires II in einer HD Version neu aufgelegt. Heute hat der Name nicht mehr ganz so viel Glanz, was sicher auch am schlechten mobilen Spiel Castle Siege liegt, welche wir uns für euch genauer angeschaut haben.

Wie erste Blicke täuschen können…

Startet man Castle Siege zum ersten Mal, könnte man glatt das Gefühl bekommen, es mit einem richtigen Age of Empires zu tun zu haben. Ein Haupthaus und Gebäude zur Ressourcengewinnung müssen gebaut werden. Die Menüs zum Bau der Gebäude sind anfangs ein wenig unübersichtlich, woran man sich aber schnell gewöhnt. Die Probleme zeigen sich erst nachdem man die ersten Stunden gespielt und die anfänglichen Aufgaben erledigt hat.

Statt Age of Empires gibt es nämliche ein typisches Aufbauspiel, wie es auf mobilen Plattformen in tausendfacher Ausführung gibt. Die eigene Stadt ist beständig und Ressourcen gibt es in regelmässigen Intervallen. Man setzt sich nicht hin um zu spielen, sondern startet die App um seine Gebäude anzuklicken um dann wieder einige Stunden zu warten. Das selbe gilt für den Bau von Gebäuden. Ganz am Anfang dauert es nur ein paar Sekunden, dann ein paar Minuten und schlussendlich etliche Stunden.

Zumindest lassen sich bei fortschreitendem Spielverlauf weitere Forschungsgebäude freischalten, wodurch man mehr Möglichkeiten bekommt, um gesammelte Ressourcen auszugeben. Natürlich benötigen die Forschungen ebenfalls sehr viel Zeit, wie eigentlich alles im Spiel.

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Fehlende Eigenverantwortung

Neben dem Aufbau der eigenen Siedlung, spielte die Kriegsführung schon immer eine wichtige Rolle in der Serie. Leider ist die auch hier völlig misslungen. Es gibt zwar viele ganz unterschiedliche Einheiten, alle mit ihren ganz eigenen Vor- und Nachteilen, was aber nicht viel bringt weil die Kämpfe an sich langweilig und kaum steuerbar sind. Sucht man über das Menü nach einem Gegner, wird einer per Zufall ausgesucht der von der Stärke her etwa auf dem gleichen Niveau ist. Bei der feindlichen Siedlung angekommen, platziert man seine Einheiten und diese ziehen automatisch in die Schlacht. Jede Einheit greift gewisse Gegnertypen zuerst an, wodurch sie sich halbwegs klug anstellen. Es passiert aber oft, dass sie auch merkwürdige Entscheidungen treffen. Viel zu häufig passiert es, dass die Fußtruppen unter gegnerischem Beschuss stehen und sie trotzdem frisch und fröhlich auf einen Bauernhof einprügeln.

Man kann seinen Einheiten auch Befehle geben, was sich leichter anhört als es ist. Wählt man eine Einheit aus, kann man diese auf das gewünschte Ziel ziehen. Das funktioniert an und für sich auch gut. Die Auswahl von Einheiten ist dagegen viel problematischer. Die einzige Möglichkeit die man hat, ist eine Truppe auszuwählen. Es ist nicht möglich eine Truppe von Bogenschützen in zwei kleinere Gruppen aufzuteilen, damit sie getrennte Ziele angreifen. Wenn sich grössere Truppen von alleine aufteilen, dann ist es auch unmöglich diese wieder zu vereinen. In der Regel lässt man seine Armee also hauptsächlich das machen was sie wollen, weil es besser funktioniert und auch zu Resultaten führt. Der Spaß bleibt dabei aber auf der Strecke.

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Führ mich zum Schotter

Castle Siege selbst kann auf so gut wie allen mobilen Plattformen gratis herunter geladen werden. Wer will, kann sich zudem für echtes Geld virtuelles Gold kaufen. Damit kann der Bau von Gebäuden und Einheiten sowie das Sammeln von Ressourcen beschleunigt werden. Gold kann auch im Spiel selber verdient werden, indem Strassen zum eigenen Hauptgebäude gebaut werden. Je weiter man im Spiel voran kommt, desto mehr Strassen können gebaut werden, was wiederum mehr Gold bedeutet. Man verdient jedoch, ob zu Beginn oder im späteren Verlauf, kaum Gold. Die Preise für den Abschluss eines Gebäudes das einige Stunden gebaut werden muss, sind exorbitant und können mit dem selber verdienten Gold einfach nicht auf Dauer bezahlt werden. Es reicht um ab und zu einmal etwas zu beschleunigen aber das wärs auch. Wer kein Geld bezahlen will, der darf warten, warten und noch viel länger warten.

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Unser Fazit

48 %

Age of Empires: Castle Siege ist kein gutes Spiel und erst recht kein gutes Age of Empires. Es ist der typische, öde, mobile Aufbautrash dem, weil der Name eben doch eine Bedeutung hat, das Age of Empires Siegel aufgedrückt wurde. Damit hat es reichlich wenig zu tun. Der Aufbau der eigenen Stadt dauert lange und bietet dadurch, außer im anfänglichen Stadium, kaum Unterhaltung. Wegen der Unübersichtlichkeit und der schlechten Bedienung machen auch die Kämpfe einfach keinen Spaß.

Pro

  • + Viel zu tun wenn man anfängt
  • + Premium Währung kann verdient werden

Kontra

  • - Später extrem zäher Spielfluss
  • - Unübersichtliches Menü
  • - Kaum Eingreifmöglichkeiten in Kämpfen
  • - Kaum Musik
  • - Ungenaue Steuerung

Unsere Bewertung

Grafik
 
57 %
Sound
 
48 %
Steuerung
 
41 %
Gameplay
 
44 %
Multiplayer
 
61 %
Spielspaß
 
39 %

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