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Agents of Mayhem – Test / Review

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Veröffentlicht 19. September 2017 | 16:53 Uhr von Fabrice

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Jetzt wirds ein wenig kompliziert, also aufgepasst: Saints Row 4: Gat Out Of Hell ist eine Standalone Erweiterung, welche als Abschluss für die Geschichte des vierten Saints Row dient. In Gat Out of Hell gibt es fünf Ende und Volitions neues Spiel, Agents of Mayhem, basiert auf der Story von einem dieser Enden.

Agents of Mayhem ist also auf eine verworrene Art und Weise irgendwie mit dem Universum der 3rd Street Saints verbunden. Ob dies ein Vor- oder Nachteil ist haben wir für euch auf der Xbox One herausgefunden.

Die titelgebenden Agenten der MAYHEM Organisation sind alle möglichen und unmöglichen Helden, die man sich vorstellen kann. Die zwölf Agenten stammen aus allen Ecken der Welt: ein aggressiver deutscher Fussballhooligan, ein amerikanischer Filmstar, der mit seinen explosiven Auftritten selbst Michael Bay Konkurrenz macht, und ein Yakuza-Attentäter, der seine schallgedämpfte Pistole für sich sprechen lässt, sind nur ein Teil der Gruppe. Diesen unwahrscheinlichen Helden steht LEGION gegenüber. Eine Gruppe von Bösewichten, die auf der ganzen Welt Chaos verbreiten, einfach um böse zu sein.

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Dr. Babylon und seine LEGION-Handlager greifen das südkoreanische Seoul an, um dort für Terror zu sorgen und einem sinisteren Ziel zu folgen. Um den Doktor aufzuhalten reist MAYHEM mit seiner fliegenden Festung, Ark genannt, ebenfalls nach Südkorea, um herauszufinden was LEGION’s Pläne sind. Unter ihrer Anführerin Persephone Brimstone, sie selbst ein ehemaliges Mitglied von LEGION, und einer ganzen Reihe unterstützenden Helfer, begeben sich die Agenten in 3er-Teams auf die Jagd nach den Legionen des Bösen.

Wer schon bei dieser Zusammenfassung an eine Zeichentrickserie denkt, die vor etwa zehn Jahren morgens im Fernsehen gelaufen ist, liegt damit genau richtig. Ästethik, Geschichte und Stil sind genau in der Art eines Cartoons gehalten. Am deutlichsten wird das durch die Zwischensequenzen, welche richtige Zeichentrickepisoden sind. Diese sind toll gemacht, deuten auf eine überraschend tiefe Hintergrundgeschichte hin und sind leider viel zu selten. Besonders am Anfang der Kampagne wird sehr viel Aufwand betrieben, um eine glaubhafte Story mit vielen Details zu kreieren und alle Figuren einzuführen. Je weiter man in der Kampagne voran kommt, desto spärlicher gesät sind diese Informationen.

In Sachen Gameplay finden wir eine witzige Kombination, die überraschend gut funktioniert. Oberflächlich gesehen ist es ein 3rd-Person-Shooter, der sich gut und geschmeidig anfühlt. Unter der Haube steckt jedoch ein Helden-Shooter mit Rollenspielelementen. Egal, was man gerade im Spiel macht, das eigene Team besteht immer aus drei Agenten, zwischen welchen man auf Tastendruck hin und her wechseln kann. An dieser Stelle müssen wir außerdem erwähnen, dass es leider keinen Mehrspielermodus gibt.

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Jeder Agent hat seine ganz eigenen Stärken, Schwächen und Fähigkeiten. Es gilt eine gute Mischung aus Waffen und Skills zu finden, die dem eigenen Spielstil entgegenkommen. Wer gerne mitten drin ist, wählt Agenten mit Schrotflinte, Maschinenpistole und Fähigkeiten, die Gegnern in einem Bereich um einen herum Schaden zufügen. Wer sich lieber aus großen Gefechten heraushält, entscheidet sich für Agenten mit Gewehr, Pfeilbogen und Fähigkeiten, die tarnen oder Gegner verwirren. Natürlich kann alles auch gemischt werden, um eine ausgewogene Balance zu finden. Seine Agenten dynamisch im Kampf zu wechseln, um all ihre Talente und Waffen zu nutzen, ist super gemacht. Dadurch werden Kämpfe sehr abwechslungsreich, solange man nicht immer nur mit den gleichen Agenten spielt. Die K.I. der Gegner ist zwar nicht allzu clever, was jedoch durch ihre schiere Anzahl ausgeglichen wird. Die exzellenten und ausgefallenen Bosskämpfe lockern die mit der Zeit dann doch etwas repetitiven Massenschlachten immer wieder auf. Einzig der Endkampf ist vergleichsweise antiklimatisch.

Das ist aber noch nicht alles, denn jeder Agent kann aufgelevelt werden durch den Abschluss von Missionen oder Gegnerkills. Dadurch lassen sich neue aktive und passive Fähigkeiten freischalten. Diese Fähigkeiten lassen sich zusätzlich durch weitere Boni anpassen und verbessern. Jeder Agent kann durch Kleider und Waffenskins personalisiert werden, welche sich alle im Spiel selber freischalten lassen. Wer keine Lust auf all diese Einstellungen hat, hat keine wirklichen Nachteile. Abgesehen davon, dass man einen unterhaltsamen Aspekt des Spiels verpasst, welcher leider ein wenig zu sehr in Menüs verborgen sind.

All dies bringt jedoch leider nicht so viel, denn die Missionen und Aktivitäten in der Spielwelt sind wenig abwechslungsreich und sehr schnell sehr eintönig. In etwa 75% aller Missionen kämpft man sich durch die immer gleichen, grauen Untergrundbasen. Man schlachtet sich durch etliche Gegnerwellen, drückt ein paar Schalter, sucht ein paar versteckte Wände und verlässt danach wieder die Basis. Das macht man immer und immer wieder. Nebenmissionen, in denen man durch ein paar Kontrollpunkte rennt oder mit einem Auto fährt oder bestimmte Gegner erledigen muss, bieten ebenfalls kaum Abwechslung. So gut das Gameplay dahinter auch ist, so langweilig wird es, wenn einfach nichts geboten wird, um es auch zu verwenden.

Technisch ist Agents of Mayhem leider sehr durchwachsen. Der Grafikstil, sehr an Saints Row orientiert, ist zwar cool aber regelmässige Framerate-Einbrüche und eine geringe Weitsicht machen den Stil schnell zunichte. Die englische Sprachausgabe, mit all ihren vielfältigen Akzenten, ist sehr gut und passend. Der Soundtrack ist jedoch kaum der Rede wert und geht oft einfach komplett unter.

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Getestete Version: Xbox One

Unser Fazit

64 %

Das Gameplay von Agents of Mayhem ist stark und könnte sehr viel Spaß machen. Dank abwechslungsreichen Charakteren, einer coolen Aufmachung und guten Rollenspielelementen ist eine großartige Basis vorhanden. Leider können die Missionen, Nebenaktivitäten und besonders die Spielwelt nicht damit mithalten. Wer darüber hinweg sehen kann, erhält einen exzellenten 3rd-Person-Singleplay-Hero-Shooter. Über all die negativen Punkte hinwegzusehen ist jedoch nicht allzu einfach in diesem Fall.

Pro

  • + 12 abwechslungsreiche Charaktere
  • + Fantastischer Cartoon-Stil
  • + Flottes und akkurates Gunplay
  • + Viele Rollenspielmöglichkeiten

Kontra

  • - Repetitives Missionsdesign
  • - Kein Mehrspielermodus
  • - Öde Nebenaktivitäten
  • - Technisch ziemlich durchschnittlich

Unsere Bewertung

Grafik
 
51 %
Sound
 
61 %
Steuerung
 
74 %
Gameplay
 
81 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
57 %

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