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Air Guitar Warrior for Kinect – Test / Review

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Veröffentlicht 18. April 2017 | 18:55 Uhr von Alexander Winkel

Air-Guitar-Warrior-for-Kinect-Artwork

Wem zuckten nicht schon mal die Finger, wenn fette Rock Hymnen aus den Boxen dröhnen. Ein jeder wird schon einmal zur Luftgitarre gegriffen haben und fühlte sich dabei wie ein Rockstar auf der Bühne. Als regelrechter Held der klassischen Heavy-Metal Szene feiert Air Guitar Warrior for Kinect furchtlose Gitarristen und setzt dem Szenario mittels eines ungewöhnlichen Action-Spektakel ein neues Korsett auf. Kein Musikspielen im klassischen Sinne, jedoch fette Riffs und Solos mit krachenden Explosionen sind geboten!

Air Guitar Warrior for Kinect verkörpert die klassische Rockmusik und Heavy-Metal Szene und dank der zahlreichen Scheiben, welche im verlaufe der virtuellen Rocker-Karriere aufgezeichnet werden, erinnert der Titel an die Heldensagen und Cover einstiger Kult-CDs aus den 70er, 80er und 90er Jahre. Ihr greift vor der Kinect-Kamera mit Liebe und Genuss zur imaginären Gitarre vor eurem Körper und schrammt euch gewaltige Gitarren-Riffs und quietschende Solos von der Seele. Ihr taucht ein in ein heldenhaftes Abenteuer, nur Bewaffnet mit der Klampfe und den Glauben an gute alte Rockmusik. Mit herzhaft gezupften (immer noch imaginären) Saiten feuert ihr Salven ab und ackert euch somit durch wilde Horden an Gegner.

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Denn ungewöhnlicherweise stellt Air Guitar Warrior for Kinect kein Guitar Hero dar, wie der Name doch unweigerlich suggerieren würde. Vielmehr bedient sich der Titel dem Konzept klassischer Shoot’em Ups bzw. auch so genannter Bullet-Hell Shooter, bei denen mit ordentlicher Feuerkraft unendliche Massen an Feinde vernichtet werden. Heldenhaft auf einem Einhorn stehend oder über dem T-Rex thronend sorgen eure Riffs für Salven, mit denen hässliche Biester, Totenköpfe und lästige Schwerter ins Jenseits befördert werden. Ziel ist es, einen kompletten Song zu überleben und damit den nächsten Level bzw. den nächsten Titel des Albums zu erreichen. Am Ende einer jeder Tour wartet letztendlich sogar ein mächtiger Boss, zum Beispiel ein Feuer speiender Drache auf den wackeren Helden, der nur mit ausgeklügelter Taktik und bestem Ausweichmanöver zu besiegen ist.

Was anfänglich ziemlich simpel wirkt, beinhaltet durchaus ein wenig Tiefgang. Die Geschosse variieren je nachdem ob ihr den imaginären Gitarrenhals am Ende oder am Körper der Gitarre haltet und wie schnell ihr in die Saiten greift. Mit langsamen Tönen werden mächtige Salven ausgesandt, während schnelle Solos einen heftigen Regen an tödlicher Energie den Feinden entgegen wirft, wobei jedes Geschoss für sich eher weniger Durchschlagskraft aufweist. Dabei gilt es stets den Energievorrat zu beachten und das Gitarrenspiel zu variieren. Richtig gelungen ist dabei die Integration der eigenen Aktionen in die Heavy-Metal Musik. Schrammelt ihr heftig über die Gitarre, ertönen fette und schnelle Riffs, oder aber die Gitarre lässt ein quietschendes Solo von sich hören. Die Variationen des Songs fügen sich nahtlos ineinander und ergeben so einen richtig coolen Klag. Es handelt sich dabei um knapp unter zwei Duzend Songs aus aus den Federn von Mr. Fastfinger und Samppa Siurala. Für die meisten eher unbekannte Name im Ohr, die Rhythmen sind aber gelungen und machen durchaus Freude.

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Somit trägt der eigene Auftritt nicht nur gewieft zum gehörten Soundtrack im Spiel, sondern vor allem zum allgemeinen Massensterben bei. Feind über Feind wird mit dem tödlichen Strahl aufleuchtender Salven ins Jenseits geschickt und selber wird versucht, den zigfachen Attacken der Gegner auszuweichen. Jedoch sind diese Biester auch nicht auf den Kopf gefallen und werden mit der Zeit immer einfallsreicher. Schutzschilden lassen sich nur mit starken Angriffen zerstören, während Energiefelder sich wieder aufladen und daher mit schnellen Schüssen zunächst ausgelöscht werden müssen. Zudem folgen immer heftigere Formationen und Angriffe, so dass man flott agieren und gezielt feuern muss.

Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase geht Air Guitar Warrior for Kinect auch recht gut von der Hand und habt ihr die Feinheiten der Variation mit der Gitarre mal intus, folgt ein siegreicher Aufstieg und den Rockolymp. Jedoch wird das Spiel mit jeder neuen Scheibe, welche zugleich auch immer ein variantenreiches neues Thema für die Welten offenbart, immer schwieriger. Es wird daher auch Zeit, sich mit neuen Klampfen auseinander zu setzen, die im Laufe der Karriere als Rockstar und Kämpfer freigeschaltet werden. Diese liefern neue Schussformationen und Möglichkeiten und gestallten den Kampf variantenreicher. Zudem wirken neue Gitarren etwas stärker oder trumpfen mit der neuen Art der Bewaffnung gewaltig auf.

Insgesamt fällt jedoch auf, dass Air Guitar Warrior for Kinect auch nicht sonderlich schwer ausfällt. Liegt es daran, dass man sich auf eine gute Kinect-Steuerung fokussiert hat und den Spieler hampelnd vor dem Fernseher nicht überfordern wollte? Vielleicht, wer jedoch eine Herausforderung sucht, kann nach Abschluss aller CDs einen weiteren Schwierigkeitsgrad angehen und prüfen, ob er einem solchen feindlichen Ansturm dann immer noch gewachsen ist.

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Unser Fazit

77 %

Mit Air Guitar Warrior for Kinect kommt ein aberwitziges Gitarren-Shoot'em Up mit ungewöhnlicher Kinect-Steuerung daher, welches zugleich auch eine grandiose Hommage an gute alte Zeiten der 70er und 80er Jahre Heavy-Metal Szene darstellt. Als Held der zahlreichen CD Cover ballert ihr euch durch kunterbunte Welten und versucht mit wilden und doch gezielten Gitarrenklängen die zahlreichen Monster ins Jenseits zu befördern. Irgendwie macht das imaginäre Gitarrenspiel wirklich Spaß, jedoch stellt der Titel auch keine allzu große Herausforderung dar. Selbst die zahlreichen Bosse lassen sich mit etwas Übung und Feingefühl recht bald in die Knie zwingen. Dennoch ist der Titel durchdacht und gelungen, störend letztendlich ist nur der recht hohe Preis.

Pro

  • + Aberwitziges Shoot'em Up mit wilder Luftgitarre
  • + Sehr gute, funktionierende Steuerung mit Kinect
  • + Abwechslungsreiche Welten und Monster, die es zu besiegen gilt
  • + gelungener Soundtrack, welcher durch das eigene Spiel variiert wird

Kontra

  • - Auf Dauer etwas eintönig
  • - Relativ einfach zu meistern und beenden

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
75 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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