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Alien Breed Trilogy im Test

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Veröffentlicht 24. April 2011 | 18:13 Uhr von Miranda

Letzte Änderung 3. Mai 2015

Alien Breed Trilogy (1)

Als James Cameron 1986 sich Ridley Scotts außerirdische Antwort auf das Horror-Genre “Alien” annahm und daraus seine Actionfilm-Version “Aliens” entwickelte, konnte man nur bedingt ahnen, dass dieser Film noch jahrzehntelang die Popkultur dermaßen beeinflussen würde. Auch die britischen Entwickler Team 17 waren von Camerons Film inspiriert, als sie 1991 das erste “Alien Breed” auf den Commodore Amiga veröffentlichten. In einer Top-Down-Ansicht jagte man deutlich von H.R. Gigers Design beeinflusste Monster, um in das jeweilige nächste Stockwerk zu gelangen. Es folgten bis 1996 diverse Ableger und Nachfolger (unter anderen spazierte man in den letzten beiden Spielen in Ego-Perspektive durch das Setting), doch dann widmete man sich hauptsächlich den bekriegenden Würmern von “Worms”. Ende 2009 schlugen Retro-Alienjäger wieder Purzelbäume vor Freude, als über Xbox Live Arcade “Alien Breed: Evolution” sowie im nachfolgenden Jahr die Sequel-Episoden “Assault” und “Descent” erschienen. Nun gibt es diese drei Titel zusammengefasst als “Alien Breed Trilogy” im Laden zu kaufen.

So wie einst auf der Nostromo
Als das Raumschiff Leopold aus dem Hyperraum heraustritt, stößt es mit einen unbekannten Geisterschiff zusammen. Die Replikantin und Vorgesetzte Mia schickt den Techniker Theodore J. Conrad los, um die Motoren der Leopold wieder zu starten, sonst droht ein Absturz der durch die Kollision mit einander verkeilten Schiffen auf einen nahegelegenen Eisplaneten. Von dem Geisterschiff strömen jedoch nun Massen von feindlichen Lebensformen auf die Leopold und Conrad muss sich so wie einst Ripley gegen Heerscharen dieser Aliens wehren. Im Laufe der Trilogie findet Conrad die Identität des Schiffes heraus und wer in Wirklichkeit hinter den aggressiven Außerirdischen steckt.

There are some places in the universe you don’t go alone.
Optisch und atmosphärisch sind die einzelnen Spiele der Alien Breed Trilogy sehr gelungen. Die Unreal Engine 3 lässt ihre Muskeln spielen und zaubert detaillierte, zerstörte Sci-Fi-Korridore auf den Bildschirm, die oftmals nur von (Mündungs-)Feuern, Bildschirmen und der Lampe des Protagonisten erleuchtet werden. Durch die Schräg-von-Oben-Perspektive wirkt das Geschehen ein wenig wie ein Miniaturset (ähnlich wie in “Shadow Complex” mit der gleichen Engine), ist aber wohl eine Hommage an die ersten Alien Breed-Spiele. Die Aliens selber erinnern gar nicht mehr an ihre Vettern aus der Filmreihe, sondern sind Arachnophobie auslösende Krabbelviecher à la Starship Troopers. Die Menüs haben von Spiel zu Spiel eine immer andere Hauptfarbe und sind durchzogen von statischen Störungen. Das sieht zwar nett aus, hilft aber nicht der Lesbarkeit. Zwischensequenzen werden in Comics erzählt, die wohl auch eine Anleihe an frühere Zeiten sind, aber mich an nicht zu ernst nehmende Pulp-Geschichten erinnern.
Den Sound hingegen kann man nicht wirklich bemängeln. Immer hört mal Alarmsirenen, ferne Explosionen oder dumpfe Maschinengeräusche, unterlegt von einen unaufdringlichen, aber auch undefinierbaren Wummer-Soundtrack. Die Sprecher sind jedoch ein wenig unmotiviert, aber immerhin nicht unpassend besetzt.

Im Weltraum hört dich niemand Schalter umlegen
Conrad wird – ähnlich wie in “Geometry Wars” und anderen Twin-Stick-Shooter – über die beiden Analogsticks gesteuert. So kann man sich schnell umdrehen, wenn ein Alien plötzlich hinter einen aus der Wand oder dem Boden hervorbricht (und das machen sie verdammt oft). Dummerweise muss die Kamera umständlich über die Schultertasten RB und LB gedreht werden. Zwar sieht man auf den Aliens-Gedächtnis-Blink-Blink-Biep-Biep-Radar manch Gegner schon von weiten, trotzdem ballert man sein Magazine meisten in’s Leere hinein, da die Kamera viel zu träge ist. Apropos träge: Träge beschreibt ganz gut das ganze Gameplay. Im Grunde genommen tut man nichts anderes von Wegpunkt zu Wegpunkt zu Wegpunkt zu Wegpunkt zu laufen (bis der Endboss kommt), Knöpfchen zu drücken und Schalter umzulegen und zwischendrin sich den feindlichen Krabbelviechern zu entledigen. Das ist langweilig, das ist doof, da können auch ein gelegentlicher Bosskampf oder das Verschanzen mit Gefechtstürmen das Spielgeschehen nicht auflockern.

Unser Fazit

50 %

Der Autor dieses Textes kann nicht verbergen, dass er kein großer Fan von Horrorspielen ist. Dafür kann Alien Breed Trilogy nicht verbergen, dass man im Spiel nichts anderes tut, als zu Zielpunkten zu laufen, Schalter zu drücken und gelegentlich Aliens umzunieten. Immerhin weiß es seine gruslige Atmosphäre über drei Spiele lang aufrechtzuerhalten, auch wenn sie unter einer mittelprächtigen Geschichte leiden. Retrofans und alte Alien Breed-Anhänger wird das nicht stören, alle anderen warten lieber auf das nächste Dead Space. Wer das Bundle nicht für unter 30 Euro im Laden findet, sollte jedoch die Finger von der Box lassen. Jeder Teil ist für rund 10 Euro auf Xbox Live Arcade zu finden und man gibt sonst unnötig Geld für die bloße Verpackung aus. Dazu kommt, dass eine Installation der Alien Breed Trilogy nichts bringt, da wie bei den meisten XBLA-Sammeldiscs die Daten dennoch beim Spielen über die DVD gelesen werden.

Pro

  • Gruslige Atmosphäre
  • Gute und detaillierte Grafik
  • Viele "Aliens"-Anleihen
  • Angenehme Twin-Stick-Steuerung

Kontra

  • Monotones Spielgeschehen
  • Langweiliges Gegner-Design
  • Uninspirierte Geschichte
  • Träge und umständliche Kamera
  • Schlecht lesbare Menüs
  • Billige Schock-Momente

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
40 %
Multiplayer
 
50 %
Spielspaß
 
40 %

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Kommentare

  • Im Weltraum hört dich niemand gähnen sagt:

    [...] mittelprächtige Text erschien ursprünglich auf insidegames.ch, unter Verwendung eines von dtp entertainment bereitgestellten Rezensionsexemplar und zeigt gut was [...]

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