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Alien: Isolation – Test / Review

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Veröffentlicht 19. November 2014 | 14:15 Uhr von Michael

Alien-Isolation-Screen

Nach dem Debakel um das letzte Alien Spiel Aliens: Colonial Marines, dessen Endprodukt nicht so aussah wie versprochen. Hat SEGA die Lizenz neu vergeben und das Entwicklerstudio Creative Assembly durfte sich dieses Mal der Lizenz bedienen. Der Entwickler der unter anderem für die Total War Reihe und Viking: Battle for Asgard bekannt ist! Hat sich vom Shooter-Genre zum Glück entfernt und aus der Lizenz “Alien” ein waschechtes SciFi Survival Horror Action-Adventure Spiel entwickelt. Bereits im Vorfeld sorgte Alien Isolation für Aufsehen und nach der Gamescom mehrten sich auch noch die Berichte über eine fast unbesiegbare Alien-KI! Ob Alien Isolation nun wirklich mit einer Alien-KI aus einer anderen Welt aufwarten kann und ob man nach Isolation, das grauenhafte Colonial Marines vergessen darf? Erfahrt ihr hier in unserem Test zu Alien Isolation!

Mama!

Die Geschichte von Alien Isolation setzt etwa 15 Jahre nach dem ersten Alien-Film ein und erzählt die Geschichte von Ellen Ripley’s Tochter Amanda. Diese macht sich nachdem der Flugschreiber der Nostromo gefunden wird auf die Suche nach ihrer Mutter. Monate später und aus dem Kryoschlaf erwacht beginnt die Mission, dessen Ziel es ist den Flugschreiber zu sichern und wenn möglich herauszufinden, wo sich die Nostromo befindet. Was Anfangs eine 0815 Mission im All darstellt stellt sich schnell als Überlebenstrip raus. Denn nicht nur der Flugschreiber wurde gefunden sondern auch das, was für das Verschwinden der Nostromo verantwortlich war! Zu Beginn werdet ihr behutsam in das Spiel eingeführt und dürft dann auch schon das erste unerwartete Ereignis erleben um die Raumstation Sevastopol zu betreten. Hier müsst ihr euch nun erst wieder Sammeln und dann zuerst einmal herausfinden wo sich euer Team befindet. Doch bereits nach den ersten zwei Missionen im Spiel, stellt sich heraus das etwas nicht stimmt. Menschen auf der Raumstation greifen uns aus ungenannten Gründen an und auch die Androiden, die für die Wartung der Station verantwortlich sind, sind uns auf einmal feindlich gesinnt. Und nach ein paar Missionen auf der Sevastopol kriegen wir es mit der Angst zu tun. Denn das Ding aus einer anderen Welt betritt die Bühne und macht euch von diesen Moment an das Leben schwer. Zwar findet ihr einen Revolver mit ein wenig Munition doch gegen die Kreatur bringt das sichtlich wenig und somit sind wir auch schon das erste Mal gestorben. Die Waffe abzufeuern und somit das Alien auf uns aufmerksam zu machen, war wohl nicht die beste Idee. Also zweiter Versuch indem wir über das Ausrüstungsrad einen Leuchtfackel auswählen, die wir kurz vorher gefunden haben und diese in die Ecke werfen um das Alien abzulenken. So weit so gut, das Alien schlägt darauf an und wir rennen los um die Tür zu erreichen, die wir abriegeln können und zack schon wieder Tod. Das losrennen hat das Alien wohl direkt wieder auf uns aufmerksam gemacht also auf zum dritten Versuch. Dieses mal gehen wir sehr leise vor und versuchen an dem Alien vorbei zu schleichen und siehe da Erfolg wir haben die Tür erreicht, verriegelt und sind sicher. Zumindest für den Moment. Doch auf euch warten nun etwa 15 Missionen in denen dass so weiter geht und ihr erlebt dabei eine Story die zwar mit geistlosen Charakteren aufwartet aber viele krasse Wendungen und ein umso besseres Alien zu bieten hat.

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Und das und das und das!

Im ganzen Spiel findet ihr in Kisten und auf Tischen Baumaterialien aus denen ihr verschiedene praktische Gegenstände herstellen könnt wie zum Beispiel einen Molotow-Cocktail, Rohrbomben oder ein simples Medikit. Um diese herzustellen braucht ihr aber zuerst einen Bauplan aber auch diese lassen sich mit ein wenig Erforscher-drang relativ leicht finden. In Isolation befindet ihr euch auf einer praktisch frei erkundbaren Raumstation doch habt ihr vorgeben Ziele und Routen, denen ihr folgen müsst. Und mal ehrlich, die Angst ist auch viel zu groß Gebiete zu betreten in die man nicht zwingend muss, denn man weiß nie wo das Alien sich auf die Lauer gelegt hat. Mit der Zeit findet ihr auch noch ein paar bessere Waffen und Gegenstände! Doch selbst der Flammenwerfer, der zwar das Alien für kurze Zeit vertreiben kann, hilft euch nicht wirklich weiter, weil euch das Alien nicht einfach so verzeiht, dass ihr es angebrutzelt habt. Im Laufe des Spiels dürft euch ihr euch über einen alten bekannten freuen, den Schweißbrenner der bei Einsatz für Nostalgie-Feeling sorgt. Neben dem Alien gibt es wie gesagt noch Menschen und Androiden, die euch gefährlich werden können. Besonders letztere sind ziemlich gefährlich, da sie euch ziemlich schnell töten können. Zwar verfügt das Spiel über eine Gesundheitsanzeige wozu ihr auch die Medikits benötigt. Gegen das Alien beißt ihr aber trotzdem beim ersten Kontakt ins Gras. Ganz selten kam es vor, dass uns die Kreatur nur über den Haufen gerannt oder von uns abgelassen hat. Ein zudem sehr wichtiger Teil im Spiel ist die Verwendung des Motion Tracker mit dem ihr sehen könnt wo sich Feinde befinden. Habt ihr das praktische piepsende Teil in der Hand ist es euch zwar nicht möglich etwas anderes zu tun. Dies kommt aber der Atmosphäre zu Gute, zu der wir gleich kommen.

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Es ist nicht alles Gold was glänzt

Die Umgebung in Alien Isolation gibt die des ersten Alien-Films perfekt wieder und ist daher auch ein bisschen klassisch gehalten. Überall sind kleine schöne Details zu finden und sobald das Alien erscheint sind auch die ruckeligen Videosequenzen und das leichte Kantenflimmern verziehen, denn das Alien sieht einfach nur klasse aus und wird der Vorlage des Anfang des Jahres verstorbenen HR. Giger mehr als nur Gerecht. Die Lichteffekte sind gut gemacht und die zusätzlichen Staubpartikel die durch die Luft fliegen ergänzen das Gesamtbild zu einer herrlichen beängstigenden Atmosphäre. Die dazu gehörige Soundkulisse ist bestens inszeniert und manchmal kriegt man nur schon eine Gänsehaut bevor das Alien überhaupt in Erscheinung tritt. Selbst Umgebungsgeräusche sind gut gemacht und manchmal erschraken wir schon, wenn eine Türe oder ein Lüftungsschacht aufging. Das Menü wo ihr Sammelgegenstände und auch die Karte ansehen könnt, die ihr übrigens immer wieder durch weisse Bildschirme im Spiel aktualisieren müsst, ist ebenfalls sehr klassisch gestaltet und erinnert auch wieder an die Geräte und Bildschirme aus den Alien Filmen.

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Scheisse daneben!

Amanda lässt sich mehr oder weniger sehr gut steuern und die Kamera funktioniert bestens! Zwar bleibt man hin und wieder an etwas hängen und auch das anklicken von Bildschirmen oder Schaltern will manchmal beim ersten Mal nicht funktionieren. Aber vielleicht war das ja auch so beabsichtigt um zusätzlich den Spieler in brenzligen Momenten zu fördern und zu ärgern. Was uns zudem ein wenig Mühe bereitet hat, war das Werfen von verschiedenen Gegenständen, denn nicht immer flogen die in die gewünschte Richtung. Hier bleibt wohl auch die Logik ein wenig auf der Strecke, den eine selbstgebaute Rohrbombe wiegt sicher schnell mal 2-3 Kilo und es war möglich auch diese locker über 8 Meter weit zu werfen. Amanda ist zwar eine starke junge Frau dennoch wirkte das manchmal ein wenig komisch.

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Hast du Angst?!

Die Mischung aus Schleichen, Verstecken, Gegenstände herstellen ergänzt durch die vielen Sammelitems, die Minispiele um eine Tür zu öffnen oder einen Computer zu hacken und auch das Kämpfen mit Menschen oder Androiden sorgen für ein wahrlich Abwechslungsreiches Gameplay. Hierbei sei aber gesagt das sich alles im Rahmen eines Survival-Horror Spieles befindet. Viele Action geladene Momente in der Art von Michael Bay gibt es nicht dafür umso mehr beklemmende Momente, in denen man Angst hat und so schnell wie möglich vom Alien wegkommen will. Es gibt zwar einige unfaire Stellen im Spiel! Aber mit ein wenig Einfallsreichtum kommt man nach einigen Versuchen auch da unbeschadet durch. Die KI des Alien ist zwar wirklich bemerkenswert doch verhält man sich leise und schleicht immer kommt man meistens am Ziel an. Das beklemmende Gefühl wird man aber trotzdem nicht los weil das Alien bis ans Ende ständig für Angst und Vorsicht sorgt. Zu Letzt bleibt zu sagen, wer die ganze Atmosphäre von Alien Isolation auffangen will sollte das Spiel mit Kopfhörern in einem abgedunkeltem Raum spielen.

Unser Fazit

85 %

Alien Isolation ist wirklich ein sehr gutes Spiel geworden aber man sollte beachten, dass es sich um ein SciFi Survival Horror Spiel handelt und darf somit auch nicht das Falsche erwarten. Eine Ballerorgie wie Aliens: Colonial Marines ist Alien Isolation nicht geworden, dafür ein umso besseres Survival-Horror Spiel, das die Atmosphäre des ersten Alien Films perfekt eingefangen hat. Zwar ist das Spiel nicht fehlerfrei und auch die Story wirkt gegen Ende doch ein wenig langgezogen. Doch die KI und das Aussehen des Alien sorgt bei jedem Fan für einen erhöhten Puls und Gänsehaut. Praktisch während des ganzen Spiel hat man immer ein beklemmendes Gefühl in der Brust (als hätte das Alien ein Facehugger in uns abgesetzt) und ist ehrlich gesagt froh, wenn der Abspann über den Bildschirm läuft und man den Überlebenstrip hinter sich gelassen hat. Dennoch bis dieser über den Bildschirm läuft habt ihr mit Alien Isolation wahrlich ein Horror-Trip vor euch, der für viel Nervenkitzel und Angst sorgt. Somit darf sich Isolation sicher zum besten Alien Spiel bisher erklären und darf sich auch auf das Podest der wirklich selten gewordenen Lizenzspielen stellen.

Pro

  • + stimmungsvolle Atmospähre
  • + schöne Licht- und Partikeleffekte
  • + Alien sieht klasse aus und lässt einem das Blut in den Adern gefrieren
  • + KI des Aliens ist nicht von dieser Welt
  • + überraschende Wendungen in der Story
  • + passende Soundkulisse
  • + gute deutsche Synchro
  • + wird der Filmvorlage von Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt mehr als nur gerecht
  • + zusätzliche Überlebensmissionen

Kontra

  • - Kantenflimmern
  • - rucklige Videosequenzen
  • - Lippenbewegung asynchron
  • - KI kann an manchen Stellen aber auch für Frust sorgen
  • - Story könnte noch ein wenig besser inszeniert sein
  • - hässliche Gesichter

Unsere Bewertung

Grafik
 
82 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
86 %
Gameplay
 
84 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
85 %

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