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Alien Spidy – Test / Review

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Veröffentlicht 2. April 2013 | 1:01 Uhr von Fabrice

Alien-Spidy-GDC-Demo-Screenshot-02

Ein süsses Aussehen kann täuschen. Etwas nach seinem Äusseren zu beurteilen kann schon fast fatale Folgen haben im echten Leben. Ein See oder Fluss kann friedlich und ruhig aussehen. In Wirklichkeit weiss man aber nie ganz genau was in den unbekannten Tiefen lauert. Man muss immer aufpassen was vor einem liegt.

Und Alien Spidy, digital erhältlich für PC, PS3 und Xbox 360, ist genau ein solcher Fall. Ein süsser Hauptcharakter, eine farbenfrohe Kulisse und ein Genre mit einer Geschichte von leicht zugänglichen Titeln. Doch anzunehmen das es sich bei Alien Spidy um ein simples Kinderspiel handelt wäre ein grosser Fehler. Wir haben uns das Spiel auf dem PC angeschaut und es vereint Aspekte die gleichzeitig positiv als auch negativ sind.

Die itzi-bitzi Spinne

Als die geliebte Freundin des acht beinigen Protagonisten in Alien Spidy sich in ihrem Raumschiff auf eine Mission begibt, ist alles schön und gut auf Arachnia. Doch sie stürzt ab und unsere, zumindest verhältnismässig, süsse Hauptfigur macht sich selbst auf den Weg um sie zu retten. Es kommt wie es kommen muss, denn auch er stürzt ab. Es gilt sich gegen eine feindliche Flora und Fauna zu behaupten, nur so kann man die Liebe seines Lebens noch retten.

Doch auch diese herzerwärmende Prämisse ändert nichts am knallharten 2D-Platforming Gameplay. Aus der Seitenansicht hüpft man mit seinem Spinnchen durch geradlinige Levels, versucht möglichst viele Punkte zu sammeln und vor Allem einfach zu überleben. Springt man in die Luft, hat man noch immer die Möglichkeit die Spinne zu steuern, was auch bitter nötig ist. Noch wichtiger ist aber die Fähigkeit einen klebrigen Faden zu verschiessen. Dieser funktioniert wie ein Enterhaken und kann an bestimmten Punkten in der Spielwelt verankert werden. An diesem Faden kann man geschwind durch die Spielwelt schwingen, um dabei tödlichen Gefahren auszuweichen. Davon gibt es jedem Level etliche, in allen Formen und Farben.

Wiederholung um Wiederholung

Aufgeteilt ist das Spiel in drei Gebiete. Jedes davon ist thematisch anders gestaltet und stellt auch verschiedene Aufgaben an den Spieler. Obwohl es gilt einfach alle Level durchzuspielen, liegt der Hauptreiz des Spiels darin in jedem einzelnen Level so viele Punkte wie möglich zu machen. Pro Level können bis zu fünf Sterne gesammelt werden, abhängig von den geholten Punkten. Um möglichst viele Punkte zu sammeln, muss man verschiedene Dinge beachten. Einerseits gilt es das Level so schnell wie möglich und am besten fehlerfrei zu erledigen. Jeder neu gestartete Kontrollpunkt kostet wertvolle Punkte und alle paar Sekunden werden auch einige Punkte vom Konto abgezogen. Gesammelt werden Punkte durch unterschiedliche Items die in den Levels verteilt sind. Die am häufigst vorhandenen Items sind kleine, blaue Kugeln. Diese sind meist hintereinander platziert und nur wenn man fünf davon in schneller Abfolge einsackt, gibt es auch ordentlich Punkte dafür. Ab und zu gibt es auch grössere Punktemenge zu sammeln, doch je länger man braucht um diese aufzunehmen, desto weniger Punkte gibt es. Sammelt man sie direkt ein, gibt das oft mehrere Zehntausend Punkte aufs Konto. Nach wenigen Sekunden ist die Zahl aber näher bei null als man es sich wünscht. Auch vorhanden sind negative Punkteitems, welche so oder so Punkte vom Gesamtkonto abziehen.

Dank diesem Punktesystem und vielen verfügbaren Levels ist für viel Inhalt gesorgt. Und ist man erst einmal im Spiel drin und es funktioniert alles so wie es sollte, macht es unheimlich viel Spass. Das simpel gehaltene Plattforming, die sammelbaren Items und die Möglichkeit per Netz durch die Levels zu schwingen ist toll. Hat man den Dreh raus und versteht wie man seinen improvisierten Enterhaken brauchen kann, kann man mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit ans Ende der Levels kommen. Leider ist das einfacher gesagt als getan. Denn einerseits ist das Leveldesign nicht wirklich ausgewogen. Die Einführung ins Spiel und die ersten paar Level sind noch locker flockig machbar, mit ein wenig sogar mit vier oder fünf Sternen. Doch immer und immer wieder schleichen sich einige unglaublich schwierige Level in den Ablauf. Diese nur abzuschliessen kann furchtbar frustrierend sein. Das liegt aber nicht nur am Design der Abschnitte an und für sich, sondern auch an der inkonsistenten Steuerung. Manchmal scheint sie einwandfrei zu funktionieren, öfter als man es wünscht gibt es jedoch Probleme. Besonders mit einem Controller wirkt es oft viel zu ungenau. Das ist bei einem Spiel das punktgenaue Sprünge erfordert einfach frustrierend. Klappt es jedoch, ist das erfolgreiche abschliessen eines Levels unglaublich befriedigend. Viel Übung und das genaue einprägen von Levels mit den bevorstehenden Sprüngen kann durchaus helfen erfolgreich zu sein. Leider passiert es aber auch zu oft das man schlicht und einfach in der Spielumgebung stecken bleibt. Dank der Möglichkeit sich innerhalb von einer halben Sekunde zum letzten Kontrollpunkt zu springen ist das zum Glück nicht allzu schlimm, kann bei der Highscorejagd aber nerven.

Süsseste Spinne aller Zeiten?

Ich muss zugeben, ich bin kein Spinnenfreund. Ihre unschönen kleinen Gesichter, ihren vielen Beine, die Art wie sie sich bewegen… Argh, selbst die typischen Riesenspinnen die als Endgegner in unzähligen Spielen dienen widern mich oft an, doch zum Glück darf ich die ohne Reue platt machen. Der Protagonist von Alien Spidy gehört definitiv nicht in die Kategorie. Er ist süss, herzallerliebst und seine Siegerposen bei einem erfolgreich abgeschlossenen Level sind knuffig. Auch sonst ist das Design der Level und von anderen Viechern, ganz im Gegensatz zum eigentlichen Spielablauf, richtig süss. Die Hintergrundmusik ist funky und fetzt, was das gelungene Ambiente noch mehr verstärkt.

Unser Fazit

70 %

Es ist schwer dem Spiel eine endgültige Wertung aufzudrücken. Einerseits kann es unheimlich viel Spass und richtig Bock machen wenn man elegant sowie mit hohem Tempo erfolgreich durch die Levels springt oder schwingt. Andererseits kann die Steuerung manchmal ein richtiger Krampf sein, was den ganzen Spielspass dann verpuffen lässt. Dank dem hohen Wiederspielwert, vielen Levels und der tollen Aufmachung ist Alien Spidy jedoch durchaus eine Empfehlung für Fans von kniffligen Plattformern die nicht gleich beim ersten virtuellen Tod den Kopf in den Sand stecken.

Pro

  • Schnelles Gameplay dank dem Netz
  • Viele Levels
  • Motivierendes Punkte- und Sternesystem
  • Herzallerliebster Protagonist
  • Charmante Aufmachung und toller Sound

Kontra

  • Oft ungenaue Steuerung
  • Brutales Leveldesign
  • Extreme Schwierigkeitsspitzen
  • Regelmässiges fest stecken in der Umgebung

Unsere Bewertung

Grafik
 
71 %
Sound
 
82 %
Steuerung
 
64 %
Gameplay
 
68 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
72 %

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