Aliens: Colonial Marines - Test/Review - insidegames

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Aliens: Colonial Marines – Test/Review

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Veröffentlicht 21. April 2013 | 11:31 Uhr von Lucardis

aliens colonial marines

Nach einer recht großzügigen Entwicklungszeit steht „Aliens: Colonial Marines“ nun endlich für Playstation 3, Xbox 360 und PC in den hiesigen Händlerregalen. Leider trifft das Sprichwort „Was lange währt wird endlich gut“ nicht gänzlich auf den neuen Shooter aus dem Hause Gearbox zu, denn beim spielen wurde unsere Liste mit Dingen, die uns nicht ganz so gut gefallen haben, immer länger…

Aliens: Colonial Marines knüpft Story-mäßig direkt an den Film „Aliens: Die Rückkehr“ an und lässt uns in die Haut von Marine Winter schlüpfen. Dieser soll nach einem Notruf auf der U.S.S. Sulaco nach Überlebenden Marines suchen, die noch auf dem Schiff sind. Dort  angekommen dauert es natürlich nicht lange, bis wir auf die ersten namensgebenden Aliens treffen, die wir in typischer 1st-Person-Shooter-Manier unschädlich machen. Zur Wahl stehen uns dafür diverse Handfeuerwaffen, wie Pistolen, Handgranaten, SMGs oder auch Shotguns, die oft noch eine zusätzliche Spezial-Funktion, wie Granaten oder Flammenwerfer bieten und bei erfolgreichem Rangaufstieg und erhaltenen Fähigkeitenpunkten noch in vielerlei Hinsicht verbessert werden können. So lassen sich beispielsweise verbesserte Zielfernrohre oder größere Reichweiten von Schrotflinten aufrüsten, wenn man möchte kann man aber auch einfach der Lieblingswaffe einen neuen Anstrich verleihen. Erfahrungspunkte lassen sich besonders schnell verdienen, indem man sich verschiedenen Herausforderungen stellt. Manchmal müssen mehrere Gegner mit einem durchschlagkräftigen Angriff weggepustet werden, ein andernmal soll eine bestimmte Waffe genutzt werden um eine festgelegte Anzahl an Aliens über den intergalaktischen Jordan zu schicken.

Was für Fans der Aliens-Filme sicher sehr interessant ist, sind sammelbare Items, wie Sprachaufzeichnungen oder DogTags verschiedener Crew-Mitglieder, mit denen alteingesessene Film-Veteranen sicher einiges mehr anfangen und in Verbindung bringen können, als Neulinge des Aliens-Universums. Auch bekannte Synchronsprecher wurden angeheuert und der unverwechselbare Sound der Pulsgewehre der Marines dürfte den geneigten Fan der Serie wohl für einige Mängel des Titels entschädigen, auf die wir im folgenden aber noch genauer eingehen werden.

Bis auf die Zähne bewaffnet machen wir uns also auf den Weg, begleitet werden wir zumeist von KI-Kollegen, die wahlweise im Coop auch von Freunden gesteuert werden können. Spielt man alleine wird man über kurz oder lang leider feststellen müssen, dass man nicht die cleversten Begleiter dabei hat, denn  nicht selten bleiben sie irgendwo hängen, laufen in die falsche Richtung oder machen einfach nicht das, was sie sollen.

Ähnlich verhält es sich mit den Aliens. Manchmal muss man sie sogar suchen gehen, da sie hinter irgendeiner Ecke hängengeblieben sind und das Spiel sonst nicht voran geht. Schade, hier wird leider einiges an Potenzial verschenkt eine dichte und gruselige Atmosphäre aufzubauen, die ich mir hier gewünscht und dem Spiel sicherlich gut getan hätte.  Auch Überraschungssequenzen, wie Aliens, die einen plötzlich aus irgendeinem Loch anspringen, können ihrem Namen nicht gerecht werden, denn überraschend ist irgendwie anders. Sicher hat man in dem Moment vielleicht nicht unbedingt mit gerechnet, aber von erschrecken ist man doch weit entfernt. Auch das Auftauchen von Gegnerwellen erwischt einen selten ungeahnt auf dem Weg durch die linearen Levelabschnitte, die auch in Sachen Design leider nicht überzeugen können. Die Texturen sind höchstens mittelmäßig und wirken oft plastikhaft und bieten kaum liebevolle Details. Doch nicht nur der Gegend mangelt es an „Lebhaftigkeit“, sondern auch den Aliens. Während sie noch leben und hin und her flitzen kann man zwar kaum etwas Genaues erkennen, hat man sie dann aber erwischt und wirft einen Blick drauf hat man nicht das Gefühl es mit einem „lebendig“ wirkenden extraterrestrischen Monster zutun gehabt zu haben.

Unterwegs treffen wir zwar auf keine besonders große und breit gefächerte Widersacher-Fraktion, aber dennoch haben wir es mit einigen verschiedenen Alien-Arten zu tun, die sich durch ihre Angriffsarten unterscheiden und ab und an muss man sich auch mit anderen Menschen rumschlagen, die, wie wir, schwer bewaffnet sind.

Schaffen wir es mal nicht uns erfolgreich zur Wehr zu setzen und segnen das zeitliche, geht es von zuvor passierten Kontrollpunkten weiter, die manchmal recht geizig gesät sind. So kann es schonmal vorkommen, dass man kurz vor einem Checkpoint zu Boden geht und einen großen Abschnitt erneut spielen muss. Auch manche Items, wie Schutzwesten, erscheinen danach nicht wieder. Lediglich Munitionsbeutel tauchen nach einem Respawn wieder auf. Um zuvielen Frustmomenten entgegenzuwirken hat man zu Beginn des Spiels allerdings noch die Möglichkeit sich zwischen drei Schwierigkeitsgraden zu entscheiden.

Die Zwischensequenzen des Titels sind leider ebenfalls nur Mittelmaß. Lediglich die Inszenierung der verschiedenen Sequenzen kann man als gelungen bezeichnen. Lange Kaperfahrten im Weltall und zu den Filmen passende Szenen lassen tatsächlich etwas Kinofeeling aufkommen und man hat das Gefühl wirklich eine Fortsetzung der Filme zu spielen. In Sachen Ton wurde dagegen jedoch durchaus solide Arbeit geleistet. Die Synchronsprecher haben ihren Job gut gemacht und auch diverse Soundeffekte, wie z.B. der Waffen oder wütende Aliens können überzeugen, was aber leider nicht ausreicht, um dem Titel doch noch etwas Leben einzuhauchen.

Im Multiplayer erwarten einen vier verschiedene Modi. Wahlweise kann man in recht klein gehaltenen Teams das altbewährte Team Deathmatch spielen, Xeno-Nester um die Wette wegsprengen, oder im Team gegen die Aliens überleben oder entfliehen. Hierbei kann man nicht nur als Marine spielen, sondern es besteht auch die Möglichkeit in die Haut der Aliens zu schlüpfen.

Vor dem Spielstart lässt sich natürlich noch die Ausrüstung an die eigenen Vorlieben anpassen, spielt man als Xeno muss man sich allerdings erstmal in Sachen Steuerung etwas umgewöhnen, da hier nicht die gewohnten Schusswaffen zum Einsatz kommen, sondern Krallen, Schwanzhiebe und andere Artspezifische Angriffe der All-Bewohner. Doch nicht nur die Steuerungsgewohnheiten müssen arg überdacht werden, sondern auch die eigenen Spielgewohnheiten, da die Aliens nicht soviel Einstecken können wie Marines sollte man hier auch den ein oder anderen Gedanken an Taktik verschwenden.

Unser Fazit

60 %

Aliens: Colonial Marines hat sich die große Aufgabe gestellt als Shooter einen würdigen Nachfolger der Filme auf die Konsolen zu bringen, ist aber leider daran gescheitert. Mangelnde Abwechslung im Missionsdesign könnte man eventuell noch verzeihen, doch die grafisch mittelmäßige, leblose und abwechslungsarme Umgebung, sowie die dümmlichen Begleiter und Aliens lassen einfach die nötige dichte Atmosphäre nicht aufkommen, um wirklich zu begeistern. Da können auch die zugegebenermaßen gut gelungenen Sound Effekte oder Cutscenes nichts mehr machen. Fans der Alien-Filme haben vielleicht noch eher ihren Spaß an dem Titel durch sammelbare Objekte oder authentische Soundeffekte, eine generelle Empfehlung für alle Shooter-Fans kann man hier aber leider nicht geben, denn es gibt einige Genrevertreter, die fast alles besser machen.

Pro

  • + gelungene Cutscenes
  • + gute Synchronisation und Soundeffekte

Kontra

  • -eintöniges Missionsdesign
  • -abwechslungsarme & technisch schwache Umgebungen
  • -wenige verschiedene Gegner
  • -schwache KI (sowohl Freund als auch Feind)
  • -packende Atmosphäre mag nicht richtig aufkommen

Unsere Bewertung

Grafik
 
63 %
Sound
 
71 %
Steuerung
 
69 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
69 %
Spielspaß
 
60 %

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