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Anarchy Reigns – Test / Review

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Veröffentlicht 19. Februar 2013 | 15:50 Uhr von Lucardis

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Platinum Games, die unter anderem bereits für Titel wie Bayonetta oder Vanquish verantwortlich sind, schicken mit „Anarchy Reigns“ einen weiteren actiongeladenen Titel ins Rennen, in welchem es im Grunde genommen  nur um eins geht: Prügeln, prügeln und prügeln… und das möglichst spektakulär. Doch wir haben es hier nicht nur mit  einem reinen “sinnfreiem” Beat ‘em Up zu tun, sondern auch eine Story-Kampagne steht zur Auswahl bereit. Wie sich der Prügler in der Praxis schlägt haben wir getestet und wollen euch unsere Erkenntnisse natürlich nicht vorenthalten.

Anarchy Reigns Obwohl 20 prügelwillige und kampferprobte Charaktere zur Auswahl stehen, die zwar teilweise erst freigespielt werden müssen, kann die Story-Kampagne nur mit zwei der Kämpfer bestritten werden. Beginnt man allerdings die Geschichte macht die Auswahl der beiden festgelegten Charaktere durchaus Sinn, denn je nachdem, ob wir uns für Leo oder Jack, die jeweils andere Motive verfolgen, entscheiden, ändern sich die Missionen, die bestritten werden wollen, um in der Geschichte voranzuschreiten. Die zugegebenermaßen etwas wirre Story spielt in einer fernen Zukunft in welcher durch nukleare Kriege, biologische und chemische Waffen und was man sich sonst noch an Katastrophen vorsellen kann, nicht mehr viel von der Welt übrig ist, die wir kennen. Die namensgebende Anarchie regiert und hier schlüpfen wir entweder in die Rolle von Leo oder Jack.

Anarchy Reigns Zum voranschreiten in der Geschichte lassen wir natürlich, wie zu erwarten war, die Fäuste sprechen und mit jeder abgeschlossenen Mission in der wir massenhaft Feinde über den Jordan geschickt haben schalten wir neue Missionen frei… und auch hier geht es dann wieder darum möglichst vielen anrückenden Gegnern den Garaus zu machen. Das Prügeln funktioniert an sich aber recht gut und unkompliziert, was nicht zuletzt an dem gut erklärten und strukturierten Tutorial liegt. Die Tastenbelegung ist nicht überladen und geht nach kurzer Eingewöhnungsphase gut von der Hand und es lassen sich schnell und einfach ziemlich cool aussehende Combos entfesseln. Mit einem Tastendruck lassen sich beispielsweise in der Gegend herumstehende Autos aufheben (!) mit welchen man dann die unangenehme Gesellschaft verdreschen kann. Zudem hat jeder Charakter noch besondere Fähigkeiten, die nur zeitweise genutzt werden können. Jack kann zum Beispiel eine übergroße Kettensäge aus seiner Hosentasche zaubern, bei der die Gegner dann nichts mehr zu lachen haben.

Anarchy Reigns Leider sind die anrückenden Widersacher nicht sehr abwechslungsreich und sehen größtenteils ziemlich identisch aus. Außerdem ist das Gameplay trotz des actiongeladenen Kampfsystems leider recht eintönig. Der Storymodus konnte mich zugegebenermaßen auch nicht sehr lange fesseln, wobei dieser vermutlich auch nicht der Modus ist, auf welchen die Entwickler das meiste Augenmerk gelegt haben. Deutlich unterhaltender wird Anarchy Reigns nämlich, wenn man sich mit anderen Spielern in den unendlichen Weiten des Internets misst und in vielen verschiedenen Multiplayer-Modi auf  diversen Maps richtig die Sau rauslassen kann. Hier gibt es Klassiker wie Battle Royale“ oder „Deathmatch“, aber auch diverse ausgefallenere Varianten. Zwar ist die Steuerung nicht schwer zu erlernen, aber dennoch wird einem über kurz oder lang auffallen, dass es online viele Spieler gibt, die einen als Neuling schonmal ganz schön vermöbeln können. Aber natürlich kann man nicht nur gegeneinander spielen, sondern auch miteinander und so ist wohl für jeden Geschmack und Trainingsgrad etwas dabei.

Anarchy Reigns Grafisch reißt Anarchy Reigns leider keine Bäume aus, hier hätte man sich duchaus noch etwas mehr ins Zeug legen können. Die Charaktere sehen aber dennoch ziemlich cool aus und die Umgebungen vermitteln trotzdem einen „authentisch heruntergekommenen“ Flair. Doch leider ist auf den Maps nicht allzuviel zu erkunden und die Gegner sehen sich, wie bereits angesprochen, unglücklicherweise auch meist etwas ähnlich. Musikalisch sieht das schon etwas anders aus, denn die Musikstücke, sind passend gewählt und verkommen selten zu schnöder Hintergrund-Dudelei. Manchmal sind sie vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, wem aber das schräge Setting des Titels zusagt dürfte mit der Musik wohl auch kein allzu großes Problem haben. Die englische Synchronisation der Charaktere weiß ebenfalls zu überzeugen und auch etwaige andere Geräusche, die man sich so für diverse schlagkräftige Auseinandersetzungen vorstellen kann klingen durchaus authentisch.

Unser Fazit

75 %

Platinum Games gelingt es mal wieder ein abgedrehtes Actionfeuerwerk erster Klasse auf den Bildschirm zu zaubern. Die verschiedenen Kämpfer sehen cool aus und auch deren Moves sind mindestens ebenso cool und abgefahren wie ihr Auftreten. Auch als Anfänger kann man durch die leicht zu erlernende Steuerung bereits ziemlich stilvoll riesige Gegnerhorden über den Jordan schicken, doch irgendwann wird es zugegebenermaßen leider etwas eintönig. Die Widersacher sind nicht besonders abwechslungsreich und auch die Gegenden schreien nicht gerade danach bis in die kleinste Ecke abgesucht zu werden. Der Story-Modus ist so zwar eine nette Sache, bietet aber nicht genügend Langzeitmotivation. Seine volle Pracht entfaltet Anarchy Reigns erst im Multiplayer, wenn man sich in vielen verschiedenen Spielmodi online mit Leuten aus aller Welt misst oder auch zusammenspielt. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam nie einsam.“ kann man also durchaus einige schöne Stunden mit dem neuen Titel aus dem Hause Platinum Games zubringen, wobei ich aber Skeptikern Probespielen anraten würde, denn Anarchy Reigns überzeugt vielleicht nicht jeden mit seinem eigenwilligen Stil.

Pro

  • + abgedrehte Charaktere mit coolen Moves
  • + Schräges Setting
  • + Multiplayer wird nicht so schnell langweilig
  • + Action en masse
  • + gelungene Musikauswahl
  • + Ordentliche Charakterauswahl

Kontra

  • - Gameplay wird über kurz oder lang etwas öde
  • - Eintöniges Gegnerdesign

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
79 %
Spielspaß
 
75 %

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