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Animal Crossing: New Leaf – Test / Review

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Veröffentlicht 8. Juli 2013 | 17:22 Uhr von Fabrice

Animal Crossing New Leaf

Ist ein beschauliches Leben auf dem Land nicht schön? Ein kleiner Wald gleich um die Ecke, ein Bach in dem sich Fische fröhlich tummeln und alle Einwohner kennen sich beim Vornamen. Gerade für den ein oder anderen Stadtmenschen, könnte das wie Entspannung pur klingen. Natürlich ist so etwas einfacher gesagt als gemacht, doch Animal Crossing: New Leaf für Nintendos 3DS kann die gewünschte Fluchtmöglichkeit aus dem stressigen Alltag bieten.

Als Bürgermeister eines traumhaften Dörfchens voller tierischer Bewohner, gilt es Geld zu verdienen, das eigene Haus zu vergrößern und den Wohnort in ein aufblühendes Städtchen zu verwandeln. Das eigentliche Ziel des Spiels ist also ziemlich simpel. Bei Animal Crossing: New Leaf, viel mehr als bei anderen Spielen, heißt das Motto jedoch: der Weg ist das Ziel! Reicht das aus um einen länger als ein paar Minuten vor den Handheld zu fesseln? Das erfahrt ihr in unserem heimeligen Test zu Animal Crossing für den 3DS!

Geld regiert die Welt

Die meisten von uns haben es schon in irgendeiner Form erlebt, wie es ist der oder die Neue an einem fremden Ort zu sein. Das ist auch die Ausgangslage in Animal Crossing: New Leaf. Als neuer Dorfbewohner in einem malerischen Dörfchen, bekommt man eine schwere Aufgabe auferlegt. Fälschlicherweise wird man von den Dörflern für den neuen Bürgermeister gehalten, welcher zur gleichen Zeit auch mit dem Zug hätte ankommen sollen. Es ist jetzt die Aufgabe des Spielers, dafür zu sorgen, das neue Bewohner ihre Zelte aufschlagen, neue Geschäfte ihre Tore öffnen und das Leben wieder aufblühen kann. Ein harter, erster Tag für einen zufälligen Bürgermeister.

New Leaf hat wie all seine Vorgänger, kein richtiges Ziel. Es ist kein Spiel das man eben schnell durchspielen kann. Alles verläuft in Echtzeit, abhängig von der eingestellten Uhrzeit. Wer immer nur bei Nacht spielt, der wird auch im Spiel kein Sonnenlicht sehen. Bauprojekte benötigen meist einen oder mehrere Tage Zeit bis sie vollständig gebaut werden, also ist warten angesagt.

Es ist ein Spiel, auf das man sich zwar einlassen muss, aber einen danach für das Durchhaltevermögen belohnt. Generell gilt es, einfach ein normales Leben zu führen. Das Haus muss eingerichtet werden, Beziehungen zu Nachbarn müssen gepflegt werden und das Dorf muss immer weiter entwickelt werden. Was einen großen Reiz ausmacht, ist die Möglichkeit ein eigenes Dorf zu entwickeln. Viele Titel rühmen sich mit x-Millionen Möglichkeiten alles zu personalisieren. Oft endet es damit, das trotzdem eigentlich alle das gleiche machen um eben besser zu sein. So einen Ansporn gibt es hier nicht, weshalb diese Möglichkeiten wahrlich ohne Ende sind. Das eigene Haus besteht anfangs nur aus einem einzelnen, kleinen Zimmer. Nach und nach kann angebaut werden, neue Zimmer oder ein Keller können hinzugefügt werden. Darin kann man all seine Möbel lagern, Dinge in Schaukästen ausstellen, Teppiche verlegen und somit ein eigenes, virtuelles Heim erschaffen. Da man aber nicht nur Dorfbewohner ist, sondern auch Bürgermeister, hören die Möglichkeiten hier noch lange nicht auf.

Je länger man spielt, desto mehr Optionen stehen einem offen. Einerseits kann das Äußere des eigenen Heims verändert werden. Neue Briefkästen können platziert werden, die Farbe des Dachs kann selbst ausgewählt werden und damit hat es sich noch nicht. Zusätzlich gibt es noch Stadtverschönerungen. Dadurch kann man neue Parkbänke, Brunnen oder Brücken in die Stadt bauen lassen. Es bleibt dabei einem selbst überlassen wo man diese platzieren will. Nur kostet all das Geld, massig Geld…

Der Schuldenberg wächst und wächst

All diese Dinge sind aber nicht möglich, wenn man nicht genug Geld hat. Schon wenn man einzieht, bekommt man sein Haus aufgeschwatzt und steht schon in den Schulden. Glücklicherweise gibt es viele Unterschiedliche Wege um Geld zu verdienen. Alle Gegenstände die man im Spiel finden kann, können verkauft werden. Einerseits befinden sich in der eigenen Stadt Bäume die Früchte tragen. Diese können gepflückt und verkauft werden. Sie können aber auch im Boden eingepflanzt werden, wodurch mehr Bäume und mehr Früchte zum Verkauf bereit stehen. Bis ein Baum jedoch gewachsen ist, dauert es einige Tage. Auch bis die Früchte nachgewachsen sind, muss man warten. Ein Clou dabei ist, das jeder Spieler in seiner Stadt nur ein Art von Früchten hat. Will man weitere Früchte anpflanzen, muss man diese im Mehrspielermodus bei anderen Spielern holen. Diese kann man dann einpflanzen und kultivieren. Der Vorteil dabei ist, das Früchte die nicht einheimisch sind, bei den Händlern deutlich mehr Sternis, die Währung in Animal Crossing: New Leaf, einbringen.

Hat man erst einmal einige Sternis auf dem Konto, kann man in einem der Shops eine Schaufel, eine Angelrute und ein Insektennetz. Mit einer Angelrute kann man Fische fangen, mit dem Netz Insekten und mit der Schaufel können Fossile ausgegraben werden. Alle diese Dinge können dann für bare Sternis verkauft werden. Das klingt jetzt furchtbar öde und, obwohl es das theoretisch auch ist, ist es überraschend entspannend. Je nachdem kann man für 5 Minuten ein paar Fische fangen um ein wenig Kohle zu machen, oder man versinkt für einige Stunden darin, fängt Fische, verkauft sie und wiederholt das immer wieder.

Dieser entspannende Effekt ist es, was New Leaf ausmacht. Es ist ein simpler, knuffiger und süßer Simulator des Lebens. Der Start ist ein wenig zäh, es stehen einem wenige Möglichkeiten zur Verfügung doch nach und nach erschließen sich viel mehr Optionen. Es lässt sich eine Insel freischalten, auf der immer die Sonne scheint. Dort lassen sich Minispiele, alleine oder mit Freunden im Online-Modus, spielen oder seltene Früchte sammeln. Fische, Insekten oder Fossile können im örtlichen Museum abgegeben werden damit sie dort ausgestellt werden. Neue Shops können einziehen, wodurch man noch mehr Kleider und Möbel kaufen kann. Es ist dieser ständige, sich wiederholende Ablauf der darauf hinaus läuft das eigene Erlebnis zu personalisieren, das den Reiz ausmacht.

Entspannung pur

Wirklich zum Kern des 3DS Ablegers von Animal Crossing zu kommen ist schwer. Es ist kein Spiel das man in wenigen Worten beschreiben kann. Und es muss durchaus gesagt werden, das wohl viele potentielle Spieler alleine vom Prinzip des Spiels abgeneigt sind. Selbst wenn man sich darauf einlässt, besteht eine gute Chance das man einfach nicht sieht warum andere Leute so fasziniert sein können. Das ist auch absolut legitim, denn es ist kein Spiel für Jedermann. Dennoch ist die Einfachheit brillant. Wer online geht, kann die Dörfer seiner Freunde besuchen und sehen wie sie ihr Dorf sowie ihr Haus organisiert haben. Man kann, potentiell, der ganzen Welt zeigen wie das eigene Haus und Dorf aussieht, wenn man es mit Gegenständen aus Nintendo-Spielen verziert oder wenn sprechende Tiere herum laufen.

Der Soundtrack ist auch sehr speziell. Speziell entspannend um genau zu sein. Es trägt zur allgemeinen, ruhigen Stimmung des Spiels bei. Nervig hingegen ist die, nennen wir es Mal, Sprachausgabe der anderen Figuren. Das Gebrabbel kann ziemlich schnell, ziemlich nerven.

Unser Fazit

91 %

Animal Crossing: New Leaf speziell zu nennen, wäre untertrieben. Es ist kein Mainstream-Spiel, es ist so sehr ein Nischen-Spiel wie nur möglich. Das ist aber nicht schlecht. Wer sich darauf einlässt und wem das Spielprinzip zusagt, der kann Stunden oder Tage damit verbringen, Hausbesitzer und Bürgermeister zu sein. Beziehungen zu anderen Dorfbewohnern pflegen, fischen und Insekten fangen, Sternis verdienen. Das fehlende Endziel macht es aus. Jeder kann selbst entscheiden was er oder sie tun will. Jeder kann sich seine eigenen Ziele setzen, nach dem eigenen Tempo spielen. An jedem Tag nur 15 Minuten? Absolut möglich. Täglich 4 Stunden in das Spiel versenken? Natürlich!

Pro

  • + Quasi unendlich Inhalt
  • + Entspannung in virtueller Spiele-Form
  • + Ziele können selbst gesetzt werden
  • + Keine kreativen Grenzen
  • + Spielverlauf in Echtzeit
  • + Geniale, musikalische Untermalung

Kontra

  • - Kein einfacher Einstieg
  • - Nervige Sprachausgabe
  • - Spielverlauf in Echtzeit

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
89 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
84 %
Multiplayer
 
86 %
Spielspaß
 
94 %

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