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Armored Core V – Review/Test

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Veröffentlicht 30. Mai 2012 | 22:57 Uhr von Goreminister

Armored Core V

Vor allem in Fernost genießen Riesenroboter der Kategorie Gundam, Macross und Co. regelrechten Kultstatus und auch die Armored Core-Reihe aus dem Hause From Software kann sich in Japan nie über mangelnde Absatzzahlen beschweren. Hierzulande tut man sich ehrlich gesagt etwas schwer mit den stählernen Ungetümen, doch auch in Europa wurden alle Teile der Reihe in regelmäßigen Abständen veröffentlich. Nun liegt Armored Core V auf dem Tisch und möchte andere Wege beschreiten als seine Vorgänger. Das Zauberwort heißt „kooperatives Gameplay“, denn in Armored Core V schreiten wir als Team zu Werke um die Triebwerke glühen, und die Metallteile bersten zu lassen.

Tüfteleien für Mechafreaks
Was neben dem kooperativen Spielelement sofort ins Auge sticht sind die unzähligen Menüs und Erweiterungsmöglichkeiten die Armored Core V bietet. Es reicht nicht nur einfach ein paar Waffen von den Gelenken zu schrauben und gegen neue zu ersetzen. Bei Weitem nicht! Hier wird der ganze Mech, auch Core genannt, zerlegt und kann von Grund auf neu gestaltet werden. Verstärkte Beinteile sorgen zum Beispiel für höhere Sprünge, während man seinen Torso mit gehärteten Panzerplatten ausstatten kann, um das Kriegsgerät wiederstandfähiger zu machen. Von den Waffen fangen wir an dieser Stelle lieber nicht an zu sprechen, denn sonst könnten wir ein Review mit dem Umfang des Dudens verfassen. Lasst euch nur gesagt sei,n dass es alles gibt was das Herz begehrt und ihr entweder einen agilen, aber nicht so durchschlagenden Core oder ein stampfendes Stahlmonster mit Waffenpower ohne Ende kreieren könnt. Bei unserem Test haben wir uns das Zählen der Einzelteile auf jeden Fall gespart, da es unwahrscheinlich viele gibt, die ihr einsetzen könnt. Und wenn es heißt, dass beinahe jede Schraube auseinandergenommen und umlackiert werden kann, dann ist das noch nicht einmal gelogen. Armored Core V bietet unglaublich viel Variation wenn es um die Gestaltung des Core-Roboters geht, was vor allem den Tüftlern unter euch gefallen dürfte.

 

Globaler Mecha-Krieg
Neben den 10 Einzelspieler-Missionen konzentriert man sich in Armored Core V auf wesentlich wichtigere Dinge, nämlich auf nichts geringeres als die Weltherrschaft. Zwar kann man die Solo-Missionen  öfter spielen, um Credits zum Aufrüsten des Cores zu verdienen, doch wird dies schnell zur langweiligen Aufgabe. Wären da nicht die Teamkämpfe, denn hier entfaltet Armored Core V seine wirkliche Stärke. Alle Missionen der Kampagne können auch mit Online-Partnern bestritten und der Kampf um die acht Gebiete der Weltkarte angegangen werden.

Hierzu kann man diversen Clans beitreten, selbst einen gründen und hat sogar die Möglichkeit ein eigenes Logo für sein Team zu entwerfen. Damit die Kommunikation einwandfrei läuft, wurden zudem verschiedene Sprachregionen eingerichtet, so dass man ausschließlich mit Spielern aus seinem Land kommuniziert, wenn man dies wünscht. Und Kommunikation ist ein wichtiger Faktor in Armored Core V, denn wenn man sich in den Gefechten nicht abspricht, sitzt man schnell in einem geschmolzenen Metallhaufen. Während vier Mitspieler in die Schlacht ziehen, wird ein fünfter in der Kommandozentrale als Operator eingesetzt. Dieser hat die volle Übersicht auf das Schlachtfeld und kann mit Hilfe von Markierungen wichtige Wegpunkte vorgeben, die das Team schlussendlich zum Triumph führen. Im Falle des Sieges wird die Kriegskasse aufgebessert und es hangelt Teampunkte, um die sich eigentlich alles dreht. Besitzt man keine Teampunkte, fallen Herausforderungen gegen andere Fraktionen schwerer und die Beherrschung aller Territorien auf der Karte rückt in unerreichbare Ferne. Ist man einmal nicht mit seinem Team online, kann man bereits eroberte Gebiete mit Selbstschussanlagen der fiesesten Sorte ausstatten, um so dem eindringenden Team einen willkommenen Empfang zu bereiten. Der Sicherheitsgürtel muss nämlich erst einmal geknackt werden, bevor das Territorium in Feindeshände fällt.

Armored Core V – Launch Trailer:

Metallisch, düster und schlicht
Machen wir uns nichts vor: Die Armored Core Reihe konnte noch nie durch bahnbrechende Technik oder aufregende Grafikeffekte aus dem Gro der Veröffentlichungen hervorstechen. Auch Armored Core V bietet hier keine wirklich Ausnahme, kann sich aber damit rühmen wesentlich besser auszusehen als der Vorgänger. Die Texturen sind nach wie vor recht schlicht und die Umgebungen eher trist in Szene gesetzt, doch so sieht es in einer vom Krieg gezeichneten Welt wohl an allen Enden und Ecken aus. Dafür wurden die Core-Modelle wahrlich liebevoll gestaltet und bieten dem Mech-Fan teilweise echte Hingucker. Vor allem wenn man mit seinen hart verdienten Credits in der Werkstatt am Chassis geschraubt und ein Monster von einem Roboter zusammen getüftelt hat.

Musikalisch kann man sich jedenfalls nicht beschweren, denn der Titelsong hat irgendetwas interessantes an sich. Sehr eingängig und martialisch untermalt er das Eingangsgeschehen, sowie das fulminante Renderintro. In den Missionen hingegen erwartet uns eine typisch weibliche Computerstimme, welche unsere Missionsparameter in den Solo_Missionen vorgibt, doch bitte … nicht sterben! Das Fiepen dass bei einer gescheiterten Mission aus den Boxen tönt ist wirklich nervig.

Unser Fazit

80 %

Armored Core V ist in jedem Fall ein Multiplayer-Titel, da die Singleplayer-Kampagne nicht wirklich viel hergibt. Schade nur, dass sich so wenig Mitstreiter in den Lobbys herumtreiben, da es dadurch schwer und müßig wird, den Weltkrieg für sich zu entscheiden. Deswegen sollte man sich zum Kauf nur dann entschließen, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: a) Man kennt genügend Leute die ebenfalls Armored Core V besitzen und auch regelmäßig spielen und b) man ist selber ein riesiger Fan der Reihe, bzw. von Mech-Robotern. Ihr könnt beide Kriterien mit „ja“ beantworten? Dann dürft ihr gerne zuschlagen und euch in den globalen Roboterkrieg stürzen. Ansonsten macht es wenig Sinn, auch wenn das Mehrspieler-Konzept dieses Spiels eine willkommene Abwechslung zu all den "Call-of-BattleFields" darstellt. Deswegen bezieht sich die Wertung auch eher auf den Spaß die Armored Core V bringt, wenn genügend Spieler am Start sind, um sich schweißtreibende Mecha-Gefechte zu liefern.

Pro

  • spaßiger Multiplayer (Voraussetzung: Genügend Mitspieler)
  • dutzende von Ersatz- und Waffenteilen
  • packende Territorialkämpfe
  • gigantischer Mech-Editor
  • passender Soundtrack
  • tolle Mech-Designs

Kontra

  • karge Umgebungsgrafik
  • meist zu wenig Mitspieler
  • langweiliger Singleplayer
  • begrenzte Einsatzgebiete

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
70 %

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Kommentare

  • Otti sagt:

    Netter bericht. Ich überlege mir das Spiel zuzulegen. Habe früher gerne MechWarrior etc. gespielt und finde solche Spiele im heutugen Shooter-Einheitsbrei zwischendurch recht entspannt.

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