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Assassins Creed 2: Review

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Veröffentlicht 27. August 2010 | 8:23 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 29. März 2011

Der vielversprechende Nachfolger von Assassins Creed im Test!

- Grafik

Als allererstes vorneweg: es muss kein Grafikwunder sein um ein wundervolles Game zu sein!
Im Vergleich zu Teil 1, hat sich bei AC II nicht sehr viel getan. Der “Wow-Effekt” aus dem ersten Teil hat minimal nachgelassen, die Grafik ist eben nicht um Welten verbessert worden.
In AC II bekommt man einfach die gewohnte Qualität: scharfe Konturen, schön animierte NPCs, die spektakuläre Weitsicht und eine liebevoll gestaltete Umgebung mit massig Detailreichtum. Nur dieses mal wurde dank des Tag- und Nachtwechsels mehr mit Schatten und Lichteinfall gearbeitet. Wenn man einen Turm erklettert blendet einen ab und an sehr realistisch die Sonne, der Mond leuchtet Nachts über den Dächern und die Schatten von Objekten wurden super ausgebaut und machen sich besser bemerkbar als im Vorgänger.
Natürlich gibt es mittlerweile Spiele mit einer schöner anzusehenden Grafik, aber AC II ist für mich absolut perfekt, da macht die nicht ganz so aufpolierte Grafik auch keinen Kratzer in den Lack.

- Gameplay

Sprung über den Fluss

Sprung über den Fluss

Das Spiel bringt einem mit netten Sequenzen die Steuerung bei, somit werden auch Neulinge nicht überfordert. Der neue Assassine Ezio bewegt sich viel flüssiger und einfacher durch das Spiel und klettert die meisten Wände ohne Probleme hinauf. Logikfehler beim Klettern konnte ich kaum und wenn, dann nur sehr kleine erkennen.
Das neue Interface (Lebensanzeige, Waffen- und Kartenanzeige) wurde vom Design her verändert, anscheinend damit man merkt, das ein anderer Animus verwendet wird. Ich muss ganz ehrlich sagen: am Anfang hat es mich unglaublich gestört! Es sieht nicht mehr so dynamisch aus wie in Teil 1, eher schnörkelig und farblos. Aber keine Panik, man gewöhnt sich dran. =)

Die Kämpfe mit Feinden sind etwas schwieriger geworden, die Gegner denken jetzt etwas mehr mit und ergreifen auch mal die Flucht, wenn sie merken das man übermächtig ist. Natürlich werden Kämpfe mit den Heiltränken noch einfacher, aber mir hat es völlig gereicht, ich bin nicht so scharf aufs kämpfen, ich entdecke lieber andere Möglichkeiten.
Man bekommt viel Hilfestellung und Unterstützung durch Verbündete, damit man nie verloren in der Welt herum steht. Es gebt auch einen durchgehenden roten Faden, der nie ins Wanken kommt, auch wenn manche Dinge nicht sofort klar werden und Zeit braucht bis man alles versteht.
An Lebendigkeit und Realismus hat AC II noch mehr zugelegt. In den Städten wuselt es nur so vor Leben, überall Leute die ihren Geschäften nachgehen, Händler die ihre Waren anpreisen und alle Figuren gehen auf die Aktionen des Spielers ein. In den Städten Italiens, die auch ein ganzes Stück größer sind, ist deshalb natürlich richtig viel los. Jeder scheint eine bestimmte Aufgabe oder Beschäftigung zu haben, was alles sehr individuell aussehen lässt und nicht mehr diese Masse an Menschen, die nur immer in die gleiche Richtung laufen.

Die Wachen reagieren jetzt besser auf die Handlungen des Spielers und agieren auch meist schlauer. Alles in Allem konnte ich bis jetzt einige Verbesserungen feststellen, jedoch geht ab und an doch etwas daneben, z.B. durchsuchen Verfolger gerne mit ihren Lanzen die Verstecke, jedoch ist mir noch keiner untergekommen der das Versteck durchsucht hätte, in dem ich gerade bin…
Außer solchen Kleinigkeiten ist mir nichts Negatives aufgefallen, deshalb schon mal ein großes Lob an die Skriptschreiber: in Teil II sind die “Mitbürger” und Wachen deutlich besser gelungen als in Teil I.

Alles in allem kommen gut 15 – 20 Stunden Spielspaß zusammen, dazu noch gute 5 – 7 Stunden für Assassinen Gräber finden und Kodex-Seiten etc jagen. Daher alles andere als kurz und es macht richtig, richtig Laune. ;)

- Umgebung und Städte

Ein Kampf gefällig?

Ein Kampf gefällig?

Eines muss man anmerken: da AC I im heiligen Land gespielt hat, war dort außer Sand, kargem Land und brennender Sonne nicht viel zu finden. Bei AC II merkt man jedoch das man im wunderschönen Italien gelandet ist! Alles ist viel grüner, farbenfroher und lebendiger gemacht. Die Landschaft ist mit blutroten Blumen und grünen Bäumen überwuchert, alles erinnert wie an ein Bilderbuch. Das macht in Sachen Atmosphäre natürlich einiges her.

Nicht nur die Umgebung wurde verändert, auch bei den Gebäuden hat sich einiges getan. Da einige Jahrhunderte zwischen Altair und Ezio ins Land gezogen sind, haben die Menschen natürlich schönere, höhere und farbenfrohere Gebäude und Türme errichtet, als noch die eckigen Sandblöcke aus Altairs Zeiten. Hier noch ein richtig dickes Lob an Ubisoft: das man Architekten und Historiker ins Team geholt hat, merkt man deutlich!
Viele Bauten die heute in Rom, Florenz und Venedig stehen, wurden detailgetreu umgesetzt. Viele Häuser weisen Muster, Fresken, Mosaike oder andere Verzierungen auf. Viele Statuen und Springbrunnen sind allen Städten verteilt.
Zu jeder Person oder zu einem Gebäude gibt es historische Hintergrundinfos, Fakten und ab und an auch ein Video zu einer Person. Somit lernt man nebenbei noch etwas Geschichte und kann die Story um Ezio herum viel besser verstehen. Überzeugt euch einfach selbst davon, es ist wunderbar sich alle Details anzusehen. Daher auch einen großen Pluspunkt für historische Korrektheit und Gestaltung.

- Rätsel und Geheimnisse

Für diesen Teil haben sich die Entwickler wirklich ein paar tolle Sachen einfallen lassen.
Da es im 2. Teil sehr interessante Klettereinlagen im Stil von Prince of Persia gibt, sollen die ja nicht nur der Belustigung dienen, sondern auch eine Belohnung enthalten – hinter jedem Parcours ist eine kleine Überraschung versteckt. Diese Klettereinlagen umfassen gut 5 bis 7 Stunden Spielspaß (je nach Geschick des Spielers) und machen wirklich Laune, da sie an manchen Stellen recht kniffelig sind!
Dann gibt es noch das Geheimnis um die Glyphen, die nur mit dem Adlerauge sichtbar sind und im Laufe des Spiels gefunden werden können, sie entschlüsseln mit kleinen Rätseln “Die Warheit”. Um was es draum geht, verrate ich natürlich nicht. ;)
Ein anderes Highlight ist die Rüstung von Altair. In Ezios Villa gibt es einen geheimen Raum, in dem Altairs Rüstung (nein, nicht sein Umhang, sondern eine echte Rüstung) ausgestellt ist. An diese Rüstung kommt man nur, wenn man 6 Siegelsteine findet, wobei die Suche danach recht langwierig sein kann…
Außerdem kann der Spieler in allen Städten bestimmte Kodex-Seiten finden, die von Leonardo DaVinci entschlüsselt werden und z.B. neue Gesundheitspunkte bringen oder neue Waffen (2 versteckte Klingen oder die berühmte Pistole). Wenn man alle Kodex-Seiten gesammelt hat, kann man einem weiteren Geheimnis auf die Spur kommen.
Als kleines Extra kann man noch einige Geheimnisse über Altair erfahren, lasst euch überraschen. ;)

- Feinde und Freunde

Ein weiterer, ganz dicker Pluspunkt sind für mich die neu geschaffenen Verbündeten von Ezio. Diebe, Prostituierte und Söldner bringen ihm neue Fähigkeiten bei, geben ihm Aufträge, damit er sich Geld verdienen kann und stehen ihm bei oder erledigen für ihn (gegen Bezahlung versteht sich) sogar Aufgaben.
Diese drei Fraktionen bringen eine unglaubliche Wende mit ins Spiel: man hat das Gefühl richtig hinein zu gehören. Während Altair immer alleine unterwegs war und den einsamen Wolf gespielt hat, hat Ezio ein paar Verbündete gefunden, die ihm beistehen und mit ihm kämpfen. Außerdem lernt man im Laufe des Spiels noch weitere Assassinen kennen, aber lasst euch überraschen… ^^
Seine Feinde haben natürlich über die Jahre hinweg kein Schläfchen gehalten. Die Templer haben schön weiter ihre Verschwörungen gestrickt und sind auf dme Vormarsch. Es gibt auch neue Arten von Wachen, wobei jede davon ihre Eigenarten hat. Somit kann man nicht blind draufschlagen, sondern sollte sich überlegen was man tut – und wann man wohl lieber die Flucht ergreift, wenn einem die Medizin ausgegangen ist! ^^

- Story

Jetzt zum totalen Highlight in diesem Spiel: die Story. Teil 2 beginnt exakt einige Minuten nach dem Ende des ersten Teils. Die Assistentin Lucy stürmt blutüberströmt in den Raum und endlich bekommt Desmond etwas zu tun. Schluss mit dem langweiligen herumsitzen, Lucy und Desmond brechen aus und damit beginnt eine weitaus spannendere Jagd als in Teil 1!

Phantasisch

Phantasisch

Wo man früher noch mit Altair durch das Königreich meucheln konnte, landet man jetzt mit Hilfe des Animus 2.0 in der Renaissance, besser gesagt in Italien bei seinem Vorfahren Ezio Auditore de Firenze. Alles beginnt ganz unspektakulär: Ezio ist jung und wild, schleicht sich in das Zimmer seiner Geliebten, prügelt sich und lebt ein ganz normales Leben. Hier kann man gut 1 bis 2 Stunden Spielzeit verbringen, ohne etwas von Assassinen oder Morden zu erfahren. Man erlernt langsam alles und kommt dem Charakter Ezio etwas näher und lernt ihn und sein Leben kennen.
Jedoch hat alles Schöne einmal ein Ende, denn eines Tages werden sein Vater und seine beiden Brüder verhaftet und zum Tode verurteilt – unter fadenscheinigen Anschuldigungen und ohne echte Beweise. Ezio kennt nur noch eines: Rache. Hier beginnt nun wirklich Assassins Creed 2!
Ezio folgt seinem Weg, lernt neue Freunde und Feinde kennen, erlernt neue Fähigkeiten und wird immer weiter in den Kampf zwischen Templern und Assassinen hinein gezogen, wobei seine Vendetta immer im Vordergrund steht…
Nach und nach lüftet sich alles und man sieht das die Entwickler sich richtig ins Zeug gelegt haben!

Hier muss ich noch einmal ein dickes Lob aussprechen: alles ist so in die Story verwoben, das man gar nicht mehr aufhören kann und das Gefühl hat, man spielt einen Film oder gar ein echtes Leben. Die Nebenmissionen, die Parts in denen man neue Dinge erlernt etc. sind so geschickt eingebaut, man bemerkt es gar nicht. Nichts wirkt irgendwie störend, es passt alles wie in einem Puzzle zusammen.

- Negatives

Natürlich gibt es an allen Spielen etwas auszusetzen, jeder findet etwas anderes unpassend oder störend. Bei mir waren es drei Punkte, jedoch fallen sie nicht so ins Gewicht, da sie wirklich nur minimal sind.

* Zum einen hat mich der Tag- und Nachtwechsel sehr gefreut, jedoch erschien er mit oft unpassend oder unrealistisch. Man nimmt im strahlenden Sonnenschein eine Mission an, einige Sekunden später ist es dann stockfinstere Nacht, damit die Atmosphäre für die Mission stimmt. An sich ja nicht schlecht, aber so ganz plötzlich, wirkt es ziemlich gekünstelt.

* Der andere Punkt, der doch etwas seltsam ist: der Spieler begleitet Ezio über eine längere Zeitspanne von mehreren Jahrzehnten. Jedoch bemerkt man das im Spiel nicht wirklich! Klar, man altert, dann hat man mal einen Bart, die Stimme wird tiefer, die Gesichtszüge erwachsener – aber das wirklich Jahre vergehen, merkt man kaum. Man könnte alles auch in einige Wochen packen, das würde kaum einen Unterschied machen. Die Zeitsprünge sind so unscheinbar und finden nur in ein paar Worten beachtung, das die ganze Zeitgeschichte fast unter geht. Der Spieler bekommt es doch irgenwann anhand der Jahreszahlen mit, aber etwas mehr hätte man daraus schon machen können…

* Der letzte Punkt ist an sich nicht störend, aber ich finde ihn erwähnenswert. Der Schwierigkeitsgrad ist eher niedrig, d. h. man kann eine Gruppe von Gegnern mit genügend Medizin problemlos bezwingen. Die Attentate sind im Vergleich zu Teil 1 sehr einfach und man bekommt viel zu viel Hilfe. Kein Suchen mehr nach dem richtigen Zeitpunkt für das Attentat, man wird einfach losgeschickt so in etwa “Da und da musst du hin, alles andere klappt von alleine”. Mir ist das etwas zu einfach, ich hätte gerne noch ein wenig mehr Herausforderung gehabt, wie Informationen sammeln und nicht von einer Aufgabe zur nächsten, wenn man schon weiß was passieren wird.
Als Ausgleich sind die Nebenmissionen wie Rennen laufen oder Aufgaben erledigen ab und an sehr knifflig, da braucht man dann schon mal mehrere Versuche.

FAZIT

Assassins Creeed II ist so viel lebendiger, größer, fesselnder und spannender. Die Kritikpunkte von AC I sind super gelöst worden und jetzt macht endlich alles Spaß – von der langen Hauptmission bis hin zu den kleinen Nebenmissionen ist alles purer Spielgenuss. Für diese Glanzleistung hat Ubisoft wirklich ein großes, richtig großes Lob verdient.

Dieser Artikel wurde von Martina eingereicht!

Unser Fazit

%

Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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