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Assassin’s Creed Chronicles: China – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 23. April 2015 | 11:59 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 6. Mai 2015

Assassins-Creed-Chronicles-China

Seitdem der erste Teil erschienen ist, gehört Assassin’s Creed zum festen Bestandteil der aktuellen Spielegenerationen. Vor einem halben Jahr ist nicht nur ein neuer Teil, sondern gleich zwei neue Teile erschienen. Für den kommenden Herbst darf logischerweise mit einem weiteren Ableger gerechnet werden.

Wer aktuell aber noch mehr Assassin’s Creed braucht, der hat mit Assassin’s Creed Chronicles die Chance dazu. In dieser kleinen Serie werden drei Teile erscheinen, die sich jeweils in einer anderen Epoche und an anderen Teilen der Welt abspielen. Diese Woche erscheint mit ACC: China der erste Teil dieser Trilogie. Es macht einige Dinge anders als die Hauptserie. Ob diese Änderungen es für Fans oder auch für Leute die die Serie nicht so mögen interessant machen, erfahrt ihr in unserem Test der Xbox One Version!

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Im fernen Osten

Shao Jun (Fans aus dem Kurzfilm Assassin’s Creed Embers bekannt), ist eine chinesische Assassine die einen Grossteil ihrer Ausbildung bei Ezio Auditore verbracht hat. Unruhen im Heimatland, haben sie dazu gebracht, dorthin zurück zu kehren. Sie versucht ihren Orden vor der kompletten Zerstörung zu retten. Auch ein Artefakt der Vorläufer, welches sie von Ezio erhalten hat, spielt eine Rolle in der Geschichte. Wirklich allzu spannend ist diese aber nicht gestaltet. Der Stil der Zwischensequenzen ist cool. Wer sich jedoch, nicht perfekt mit Assassin’s Creed auskennt, wird an vielen Stellen nicht viel damit anfangen können. Die Schatulle um die sich die Geschichte dreht, ist beispielsweise schon in Assassin’s Creed 3 vorgekommen. Für Fans ist es bestimmt toll selbst die Kontrolle über Shao Jun zu übernehmen. Für den Rest könnte es aber einfach eine weitere Assassine sein.

Was das Gameplay angeht, entfernt es sich am weitesten von der eigentlichen Hauptserie. Es ist ein 2D Stealth Game (theoretisch 2,5D), kein Third-Person Adventure Game mehr. Das ist sowohl die grösste Stärke als auch die grösste Schwäche. Hauptsächlich rennt, springt, schleicht, rutscht und kämpft man sich von links nach rechts über den Bildschirm. Der Stealth Teil funktioniert auch wirklich gut. Jeder Gegner der unterwegs ist, hat einen Sichtkegel der zu jeder Zeit auf dem Bildschirm angezeigt wird. Es ist zwar völlig unlogisch das eine Wache einen nicht sieht, nur weil man jetzt eben einen Zentimeter vor dessen Sichtkegel steht, als Gameplay Mechanismus funktioniert es jedoch gut. Persönlich ziehen wir das einer „realen“ Logik vor.

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Vorbei sind die Zeit von Entdeckung und Personalisierung

Weil diese Mechanik so gut funktioniert, sorgt das Stealthgameplay auch zu keiner Zeit für Frustration. Wenn man entdeckt wird, weiss man auch wieso. Je weiter man im Spiel voran kommt, desto bessere Methoden haben die Gegner um einen zu entdecken. Ehemals sichere Schatten werden zu unsicheren Verstecken, wenn eine Wache mit einer Fackel daher kommt. Gewisse Holzböden sorgen für Lärm wenn man auf ihnen rennt und die Liste geht immer so weiter. Es hält bei Laune, sorgt konstant für eine Herausforderung und dadurch bleibt das Spiel auch frisch. Die meisten Situationen lassen sich jedoch mit den gleichen simplen Methoden überlisten. Die Gadgets wie z.B. die Lärmpfeile die einem zur Verfügung stehen, lösen die kniffeligsten Aufgaben relativ einfach.

Nicht ganz so gut funktionieren die Kämpfe. Ähnlich wie in den nummerierten Spielen, basiert das Kampfsystem auf gut getimeten Kontern und Ausweichmanövern. In diesem Fall, macht es einfach wenig Spass. Es gibt nur einfache und schwere Angriffe mit der gleichen Waffe. Konter sind einfach auszuführen und außer dem Schwert, können keine zusätzlichen Tools in den Kämpfen verwendet werden.

Gar nicht vorhanden ist dieses Gefühl der Freiheit und des Entdeckungsdrangs. Jedes Level geht von Punkt A nach Punkt B. Das Gefühl stehen zu bleiben, die Welt zu beobachten oder zu untersuchen, fehlt fast komplett. Einzig und alleine Upgrades die ein wenig neben den Hauptwegen liegen, können Forschernaturen ein wenig befriedigen. Ebenfalls abhanden gekommen ist die Möglichkeit, seine Assassine irgendwie zu personalisieren. Man schaltet keine neuen Waffen oder Outfits in der Kampagne frei, was wirklich schade ist. Upgrades können, wie erwähnt, im Spiel selbst gefunden werden.

Der Wiederspielwert ist jedoch auf jeden Fall da. Nach Abschluss der Kampagne, wird der Neues Spiel+ Modus freigeschaltet. Man übernimmt alles was man freigeschaltet hat, tritt aber gegen gewieftere Gegner mit mehr Gesundheit an. Neben diesem höheren Schwierigkeitsgrad, gibt es in jeder Mission auch noch Nebenquests, welche einen mit weiteren Upgrades belohnen. Jeder Abschnitt wird zudem mit Punkten bewertet. Die beste Punktzahl gibt es wenn man Abschnitte schnell, ohne Tote und ohne entdeckt zu werden abschliesst. Muss man jemand lautlos ausschalten ist die Wertung zwar noch gut aber eben nicht mehr perfekt. Schlecht wird sie erst wenn man entdeckt wird und in den offenen Kampf gehen muss. Dies ist für Komplettionisten ein Traum und eine Herausforderung.

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Im impressionistischen Stile

Für die Optik wurde ein Wasserfarben Stil gewählt, welcher, laut Entwicklern, den chinesischen Künstlern aus dem 16. Jahrhundert nachempfunden ist. Es sieht auch wirklich gut aus. Es fehlen aber die Wow-Momente. Nur am Anfang des Spiels haben wir mal kurz angehalten, um in Ruhe die Spielwelt anzusehen. Sie sieht zwar gut aus, lädt aber trotzdem nicht zum verweilen ein.

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Unser Fazit

74 %

Stellenweise macht Assassin's Creed Chronicles: China vieles richtig. Es spielt seine Stärken im Bereich der Stealth-Bereiche aus und weiß dadurch auch zu gefallen. Im Kontrast dazu stehen die Kämpfe und die fehlenden Möglichkeiten zur Erkundung. Optisch gefällt es zwar, kann aber nicht vollends überzeugen. Es macht jedoch meistens Spaß und zum günstigen Preis für welchen es angeboten wird, kann man sich schwer beschweren.

Pro

  • + Gute Stealth Elemente
  • + Ständig neue Herausforderungen
  • + Geschichte für Fans sicher interessant
  • + Netter Grafikstil
  • + Viel Wiederspielwert

Kontra

  • - Ödes Kampfsystem
  • - Zu wenig Personalisierungsmöglichkeiten
  • - Kaum Möglichkeiten zur Erkundung
  • - Grafik hätte etwas mehr wow-Effekte vertragen
  • - Plattforming kaum herausfordernd

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
68 %

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