Atelier Meruru: The Apprentice of Arland - Test/Review - insidegames

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Atelier Meruru: The Apprentice of Arland – Test/Review

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Veröffentlicht 11. Juli 2012 | 12:49 Uhr von Lucardis

atelier_meruru

Mit Atelier Meruru: The Apprentice of Arland schicken Gust und NIS America nun den letzten Teil der Arland-Trilogie ins Rennen. Doch kann das Abenteuer auch beim dritten Mal noch überzeugen? Hat man sich etwas neues einfallen lassen, oder ist man auf Nummer sicher gegangen und bietet den Fans genau das, was sie kennen und mögen, aber eben auch nicht mehr, wie es bereits bei Atelier Totori: The Adventurer of Arland der Fall war? Wir haben das eigenwillige JRPG mal genauer unter die Lupe genommen und wollen euch unsere Eindrücke natürlich nicht vorenthalten.

atelier_meruru (7) In Atelier Meruru: The Apprentice of Arland schlüpft man als Spieler mal wieder in die Haut einer jungen Frau, welche dieses mal den Namen Meruru trägt, ihres zeichens Prinzessin von Arls, einem kleinen Königreich nahe dem von Arland. Ihr größter Traum ist es ein Alchemist zu werden, doch als Meruru anfängt ihre Pflichten als Prinzessin zu vernachlässigen und zuviel Zeit im Workshop der neuen Dorf-Alchemistin Totori verbringt, verbietet ihr Vater ihr kurzer Hand den Beruf des Alchemisten zu erlernen. Doch nach einigem Hin und Her können sich beide auf einen Kompromiss einigen: Wenn Meruru es schafft, innerhalb von drei Jahren dem Königreich Arls durch ihre alchemistischen Fähigkeiten zu Wachstum und mehr Ansehen zu verhelfen, darf sie ihren Wunsch wahrmachen.

Auch im neusten Atelier-Teil hat man, wie ja bereits erwähnt wieder drei Jahre Zeit, seine Aufgaben zu erfüllen. Musste man bei Atelier Rorona alle drei Monate einen bestimmten Fortschritt vorweisen, hatte man bei Atelier Totori einen etwas entspannteren Terminkalender. Diesesmal muss jedes Jahr eine bestimmte Leistung erbracht werden. So ist es wichtig, dass man sich um die Probleme seiner Mitmenschen kümmert oder z.B. in der Gilde Aufträge annimmt, um an Popularität zu gewinnen oder auch an sogenannte Development Points kommt, durch welche man beispielsweise wichtige Gebäude wie eine Akademie oder ähnliches für das Königreich errichtet, um so im Endeffekt natürlich auch die Population von Arls wachsen zu lassen.

atelier_meruru (6) Es gibt also mal wieder reichlich zu tun und so müssen zahlreiche Items „alchemisiert“ oder auch bestimmte Gegner besiegt werden, um eine Aufgabe zu erfüllen. Wie in den Vorgängern muss man aber immer einen Blick auf den Kalender haben, denn die Zeit vergeht bei Atelier Meruru: The Apprentice of Arland wie im Flug. So kostet Ausruhen, Zutaten sammeln, Kämpfe bestreiten, Reisen und Gegenstände herstellen wertvolle Zeit und das nicht gerade wenig. Besonders das Sammeln von Zutaten frisst die Tage nur so auf, dass man schnell mal wesentlich länger in einem Gebiet verweilt, als man eigentlich vor hatte, was hin und wieder etwas Stress aufkommen lassen kann.

In Sachen Items haben sich die Entwickler, was die Anzahl angeht, wieder mal nichts vormachen lassen und bieten dem Spieler wirklich zahlreiche Rohstoffe, aber auch herstellbare Gegenstände, die, wenn man diverse Attribute noch dazuzählt, schon fast unübersichtlich werden. Schade ist allerdings, dass wenn man die Vorgänger gespielt hat enorm viele Items schlicht und einfach recycelt wurden, sodass man hier als alteingesessener Arland-Fan nicht zuviel Neues erwarten sollte.

atelier_meruru (5) Auch an das Kampfsystem hat man nicht viele Gedanken verschwendet und es größtenteils einfach übernommen. Mit seinen bis zu zwei Mitstreitern, die sich rekrutieren lassen, stellt man sich diversen, meist putzigen, Gegnern in gewohnter rundenbasierter Rollenspiel-Manier. Es können normale Angriffe ausgeführt und geblockt werden, Special-Attacken entfesselt oder auch Items benutzt werden, was allerdings dem Alchemisten in der Gruppe vorbehalten ist. Des Weiteren können die beiden Begleiter Meruru bei Gelegenheit und auf Knopfdruck vor Feindlichen Angriffen schützen oder gemeinsam einen stärkeren Angriff ausführen. Die Anzeige, wann wer dran ist, ist ein nettes Feature, wirklich benötigt wird sie allerdings nicht, da es mit Taktik in den Kämpfen eh nicht so weit her ist. Meist sind die Gegner auch nicht allzu stark, sodass, bis auf einige Ausnahmen, die Kämpfe eine recht entspannte Sache bleiben. Allerdings muss man einfach auch dazu sagen, dass bei Atelier Meruru keineswegs großes Gewicht auf Kämpfe gelegt wird, vielmehr auf Atmosphäre und das typische Anime-Setting, über welches ich aber später nochmal ein paar Worte verlieren werde.

atelier_meruru (9) Ist man dann von einem der vielen Sammelgebiete, welche im Spielverlauf immer mehr werden, wieder zurückgekehrt kann man seine maximal 60 Items, die in den eigenen Rucksack passen glücklicherweise in ein Lager im Workshop verfrachten, sodass der platzmäßig leider relativ knapp bemessene Rucksack wieder neu gefüllt werden kann.

Das Alchemie-System zur Erstellung neuer Gegenstände ist geradezu süchtigmachend, sodass man nur allzu schnell die Zeit um sich herum vergisst. Da denkt man sich „Mache ich noch eben dieses hier und jenes… und das, bevor ich es vergesse“ und schon ist wieder eine halbe Stunde rum – und außerdem viel zu viel Zeit im Arls-Universum, sodass man sich wirklich einen strammen Terminkalender anlegen sollte, um nicht irgendwann den Überblick zu verlieren und gegen Ende des Spiel überhaupt nichts mehr auf die Reihe  zu bekommen.

atelier_meruru (10) Sehr stressabbauend sind hingegen die Gespräche zwischen Meruru und ihren Mitmenschen. Meist sind die Dialoge zwar völlig belanglos, allerdings doch fast immer sehr unterhaltend und so freut man sich jedes Mal, wenn man wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und so etwas wie eine „Zwischensequenz“ zu Gesicht bekommt. Zwar darf man hier keine Filme oder ähnliches erwarten, sondern nur minimalistisch animierte In-Game Charaktere oder gemalte Standbilder, welche hin und wieder eine Regung zeigen. Trotzdem ziehen gerade diese Gespräche und Erlebnisse den Spieler mit ihrem speziellen naiv-kitschig-japanischen Charme in den Bann und lassen einem die Charaktere nach und nach ans Herz wachsen – vorausgesetzt man mag den Stil des Spiels. Kann man mit Anime nichts anfangen und die Naivität von Meruru geht einem schon nach drei Minuten auf den Keks sollte man die Disk lieber ganz schnell wieder aus dem Laufwerk nehmen, denn dann wird auch das Sammeln und mischen von Gegenständen das Ruder nicht rumreißen, da das Spiel einfach von seiner Atmosphäre und dem etwas eigenwilligen, eben angesprochenen, Charme lebt.

atelier_meruru (4) Generell ist die Aufmachung und Grafik sehr liebevoll und farbenfroh gestaltet, in Städten findet sich sogar manches Detail, technisch kann Atelier Meruru: The Apprentice of Arland aber keinen Blumentopf gewinnen. In Dungeons/an Sammelpunkten sind oft nur wenige Details zu finden und solche Gegenden hätte man auch fast schon zu Playstation 2-Zeiten erkunden können.

Musikalisch macht Atelier Meruru allerdings einen besseren Eindruck. Man hat sich komplett neue Musikstücke einfallen lassen, welche einen stets fröhlich auf Schritt und Tritt begleiten. Mochte man die Melodie von Atelier Rorona lieber, kann man auch hier für Abhilfe sorgen und einfach die Musik im Optionsmenü umstellen. Dazu wurden außerdem enorm viele Gespräche vertont, wobei man die Wahl zwischen Englisch und Japanisch hat. Die Untertitel sind dabei auf Englisch, Deutsch ist hierbei allerdings wieder keine Option.

Unser Fazit

81 %

Atelier Meruru: The Apprentice of Arland bietet serientypische Kost und schließt die Arland-Trilogie solide ab. Wieder können zahlreiche Items (die leider stark aus den Vorgängern recycelt wurden) synthetisiert und gesammelt werden, wobei man aber den recht strammen Kalender im Auge behalten sollte, bevor man zuviel trödelt, was jedoch schneller passieren kann, als einem lieb ist, da das Alchemie-System einfach süchtig macht. Es gibt viele Orte, an die man mit seiner kleinen Truppe mit maximal zwei Begleitern reisen kann, doch sollte man nie unvorbereitet auf Zutatensuche gehen, da dort die Ein oder Andere Gefahr lauert. Die normalen Gegner, welche zumeist einen eher putzigen als bedrohlichen Eindruck machen, sind allerdings an keiner Stelle wirkliche Stolpersteine, wiederholen sich aber leider etwas zu oft. Das Kampfsystem ist auch eher minimalistisch gehalten und jeder Taktik-Freund wird sich an den Kopf fassen. Ich würde es eher als zweckmäßig bezeichnen, da das Spiel keineswegs viel Wert auf die Auseinandersetzungen legt. Die Grafik des Titels haut heutzutage niemanden mehr vom Hocker, allerdings sind die Gegenden trotz alledem sehr farbenfroh und liebevoll gestaltet, ebenso wie die Charaktere und Gespräche. Mag man diesen zugegebenermaßen etwas speziellen japanisch-kitschig-naiven Stil nicht, sollte man lieber die Finger von Atelier Meruru lassen, denn dann wird wohl kein wirklicher Spaß aufkommen, da das Spiel neben natürlich dem Alchemie-System von seinem Charme lebt, welcher außerdem durch die fröhlich gestimmten Musikstücke unterstützt wird, die einen durch das ganze Abenteuer begleiten.

Pro

  • kitschig-japanisches Flair
  • überzeichnete, sympathische Charaktere
  • süchtigmachendes Alchemie-System
  • Viele Sammelorte
  • Viele Gegenstände/Rohstoffe
  • witzige & kurzweilige (aber meist belanglose) Dialoge
  • Man trifft alte Bekannte
  • Viele Aufgaben
  • 10 verschiedene Enden

Kontra

  • Dialoge oft einfach belanglos
  • Viele Items als Vorgängern recycelt
  • Tätigkeiten verschlucken zuviel In-game Zeit
  • Aufgaben wiederholen sich oft
  • kaum Abwechslung

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
76 %
Steuerung
 
79 %
Gameplay
 
82 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
85 %

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