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Baila Latino – Test / Review

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Veröffentlicht 13. September 2016 | 16:44 Uhr von Alexander Winkel

Baila-Latino

Jetzt wird es so richtig heiß, wenn temperamentvolle, heiße lateinamerikanische Rhythmen aus den Boxen fetzen und uns Salsa, Meerenge und weitere Stile offeriert werden. Doch wer in Baila Latino sein Tanzbein schwingen möchte, muss ein Faible für diesen Musikstil und zudem ein feuriges Temperament haben, um hier noch Schritt halten zu können. Die Konkurrenz zu Zumba und Just Dance bedient damit ein ganz spezielles Klientel!

Baila Latino ist wie Just Dance oder die Zumba Ableger ein typisches Tanzspiel, welches am besten mit der Kinect Kamera gespielt wird. Die bis zu sechs Spieler dürfen aber auch ein Smartphone mit Smartglass nutzen, um ihre Hüfte zu schwingen. In unserem Test hat diese Variante aber leider nicht ganz geklappt, was durchaus an der Kompatibilität der Spracheinstellungen bzw. der Länder zwischen Konsole und Smartphone liegen kann. Baila Latino ist derzeit zudem nur auf dem amerikanischen Kontinent zu haben.

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Das extrem farbenfrohe und kunterbunte Spiel in echter sehr schlichter Optik spricht vor allem Leute an, die sehr gerne Salsa, Meerenge oder Cha Cha Cha tanzen und damit heißblütige Latino Dancer sind. Hier braucht man Schwung, ordentliches Rhythmusgefühl und ein wahres Faible für spanische, feurige Songs. Hierzulande spricht Baila Latino daher nicht unbedingt die breite Masse an und wer bereits bei Zumba Fitness aufgrund der Musik die Nase rümpft, sollte einen riesigen Bogen um diesen Titel machen. Viele der insgesamt 20 lateinamerikanische Songs sind unserem Gehör kaum gängig, bis auf Ai Se Eu Te Pego, Macarena und Tic Tic Toc werden nur wenige noch Titel wie Oye Que Rico, Yo Quiero oder Se Acabó La Malanga kennen. Die restlichen Songs des Spiels dürfen völlig fremd sein.

Viele Songs haben wirklich eine tollen Rhythmus, bringen die Hüfte zum Schwingen, fallen jedoch akustisch wie auch vom Rhythmus her sehr ungewohnt aus. Dasselbe gilt auch für die Choreographien. Diese sind original Tänzen entnommen und somit bisweilen recht anspruchsvoll gehalten. Dass jeder seine Arme gekonnt zu Macarena bewegen kann, ist klar, flotte Stepps und schwungvolle Hüften sind aber oft ein Problem. Eine Anzeige versucht auch mit zusätzlich Bewegungsrichtungen vorab zu informieren, was zu tun ist. Oftmals scheitert dies aber an der Auffassungsgabe. Lieber auf den Tänzer oder die Tänzerin schauen und versuchen, dies nachzuahmen. Wie bei Just Dance kann man auch bei Baila Latino bemängeln, dass es keinen Grundkurs für die Songs gibt und der Trainingsmodus vermisst wird.

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Da die Tänze flüssig in die jeweiligen Bewegungen übergehen und weniger auf einzelne Moves basieren, fällt es auch erfahreneren Just Dance Veteranen schwer, hier mitzuhalten. Während viele Songs zwar recht einfach sind, fallen manche wirklich knackig schwer aus. Mitunter scheint hier auch die Erfassung der Bewegungen irgendwann nicht mehr zurecht zu kommen. Baila Latino fühlt sich zu anspruchsvoll an – was gewisse lateinamerikanische Tänze schließlich auch sind. Daher sollte man sich nicht frustrieren lassen.

Wer alleine das Parkett beackert, wird auf Highscore-Jagd gehen. Praktischerweise werden die Punkte gleich nach absolvieren des Titels in weltweiten Tabellen eingetragen und man kann sich zudem mit all seinen Freunden vergleichen. Von Glück kann man jedoch fast schon sagen, dass Baila Latino nur mit 20 Songs daher kommt. Denn nach jedem Tanz kann der Titel wiederholt werden, oder man landet wieder im Hauptmenü und muss die komplette Song-Liste erneut durch scrollen. Die Bedienbarkeit lässt nicht nur bezüglich der Erkennung der Schritte, sondern auch im Menü ein wenig zu wünschen übrig. Der Partymodus ist noch schmückendes Beiwerk. Es wird immer um die bessere Wertung getanzt, egal ob bei der Eliminierung oder im (Ausdauer-)Kampf. Hier hätte man etwas mehr bei Just Dance abschauen können, um eine Party wirklich einheizen zu können.

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Unser Fazit

68 %

Baila Latino ist ein grundsolides Tanzspiel bezogen auf eine ganz kleine Nische für ein ganz bestimmtes Publikum: Denn wer bereits bei Zumba Fitness aufgrund der Musik flüchtet, wird mit den feurigen lateinamerikanischen Songs überhaupt nicht glücklich werden. Es Werden mit den 20 Songs einzig allein Latin Dancer angesprochen und nur wenige Titel wie Macarena sind auch in unseren Gefilden wirklich bekannt geworden. Die Sammlung ist in sich aber stimmig und variantenreich, wie auch die Tänze. Diese fallen bisweilen schwer aus, leider aber auch dank der etwas schlechteren Erkennung durch Kinect. Außerdem sind die quietsche bunten Farben nicht jedermanns Sache, passen jedoch zur Thematik.

Pro

  • + Tanzspiel für eine ganz bestimmte Interessengruppe (Latin Dancer)
  • + 20 recht gut durchgemischte Songs, ein paar wenige auch bei uns sehr bekannt
  • + Mehrspielermodus für bis zu 6 Spieler und mit Smartphone

Kontra

  • - Tanzspiel für eine ganz bestimmte Interessengruppe (Latin Dancer)
  • - Kein Trainingsmodus vorhanden, um die Schritte zu erlernen
  • - Teils sehr schwere Choreographien
  • - Manchmal erkennt Kinect die Moves nicht wirklich
  • - Recht hoher Preis

Unsere Bewertung

Grafik
 
40 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
65 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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