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Bastion – Test / Review

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Veröffentlicht 28. Juli 2011 | 20:14 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 7. November 2016

Bastion Summer of Arcade 2011 1280x720

Langjährige XBox Spieler kennen ihn schon, den Summer of Arcade. Alle Jahre werden den Spielern über mehrere Wochen hinweg
unterschiedliche Arcadegames mit grossem Potential versorgt. Auch das Jahr 2011 bildet keine Ausnahme und auch dieses Jahr gibt es fünf frische Downloadspiele aus den verschiedensten Genres.

Den diesjährigen Auftakt macht Bastion. Bastion ist ein Action-Rollenspiel das nicht nur märchenhaft aussieht sondern eben auch wie ein Märchen präsentiert wird. In einer Welt die von einer Katastrophe heimgesucht wurde, muss der Protagonist die titelgebende Bastion wiederaufbauen in der er mächtige Artefakte findet. Ob Bastion ein gebührender Start für den Summer of Arcade ist haben wir in unserem Arcadetest herausgefunden!

Bastion Summer of Arcade 2011 1280x720

Eine Welt in den Wolken

The Kid wacht auf könnte das Gefühl haben er ist immer noch in einem Alptraum gefangen. Als er nämlich aus seinem friedlichen Schlaf erwacht liegt die Welt um ihn herum in Trümmern. Ein schreckliches Ereignis, passenderweise nur die Katastrophe genannt, hat fast die ganze Welt mitsamt deren menschlichen Bewohnern ins Verderben gestürzt. Alles was noch übrig ist sind ein paar letzte Überreste der einstigen Zivilisation und der allerletzte Zufluchtsort der Menschen: die namensgebende Bastion. Die Bastion, eine grosse Insel der Zuflucht, wurde jedoch nie fertiggestellt. Jetzt liegt es an The Kid die Bastion aufzubauen um zumindest ein gewisses Mass an Normalität zu gewährleisten. Dazu muss er die Ruinen der Vergangenheit besuchen um alte Artefakte mit grosser Macht zu finden.

Die Geschichte von Bastion ist an und für sich nicht weiter speziell. Ein junger Held zieht aus um die Welt zu retten, ihm zur Seite steht ein alter, weiser Mann der ihn mit Informationen und Ratschlägen versorgt. Bis zu diesem Punkt kennen wir die Geschichte schon aus etlichen anderen Medien. Was wirklich speziell ist, ist der Erzählstil. Alles was man als Spieler macht und sieht wird vom Erzähler kommentiert. Egal ob das die aktuelle Waffenauswahl ist, neue Gegnerarten die man zum ersten Mal sieht oder wichtige Storyelemente. Das verleiht dem Spiel eine ganz spezielle Atmosphäre die wirklich einzigartig ist. Zwar gibt es selten einmal eher unpassende Kommentare des Erzählers, das tut der Atmosphäre aber keinen Abbruch. Es ist wirklich schön mal einen innovativen Ansatz in Sachen Storytelling zu erleben und dieser Umstand macht Bastion zum Teil auch so interessant wie es schlussendlich geworden ist.

Bastion Summer of Arcade 2011 1280x720

Umfangreiches Waffenarsenal

Was das Gameplay angeht erfindet Bastion das Rad definitiv nicht so neu wie es das mit der Geschichte gemacht hat. The Kid kann zwei Waffen und einen Spezialangriff mit sich führen. In der Regel teilen sich die Waffen in Fern- und Nahkampfwaffen auf. Die Auswahl ist dabei umfangreich und bietet viel Abwechslung. Eine Kriegsmachete mit hoher Angriffsgeschwindigkeit, ein Speer mit hoher Reichweite oder ein mächtiger Hammer mit hohem Schaden bieten für jeden Geschmack und Spielstil das richtige Werkzeug. Wer seine Gegner lieber im Fernkampf fertig macht greift auf Duell-Pistolen, einen Armeekarabiner oder einen Bogen zurück um den Feinden erst gar nicht zu nahe zu kommen. Obwohl die Waffenauswahl im Prinzip abwechslungsreich ist, ist es das Kampfsystem nicht wirklich. Man rennt zu seinen Feinden hin, haut sie in Stücke oder erledigt sie aus der Distanz. Es gibt keine Kombinationen oder unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten. Wer eher defensiv vorhergeht arbeitet dagegen mit Ausweichrollen und seinem massiven Schild. Wer im richtigen Moment einen Angriff abwehrt, startet einen Konterangriff der anständig Schaden verursacht. Alles in allem bietet das Kampfsystem nicht wirklich viel Tiefgang, was auch ein grosses Problem von Bastion ist. Im Grunde ist es am einfachsten sich die stärksten Waffen zu schnappen und einfach fröhlich auf die Gegner ein zu kloppen. Auch die unterschiedlichen Spezialangriffe können den Karren in dem Bereich nicht aus dem Dreck ziehen.

Fast schon interessanter als die normalen Kämpfe sind die alten Übungsplätze für die verschiedenen Waffen. Dort wird man mit unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert um neue Upgrades für die Waffen freizuschalten. Mit dem Bogen muss man beispielsweise viele Ziele mit möglichst wenigen Schüssen zerstören. Mit der Machete wiederum muss man so schnell wie möglich etliche Feinde in einem grossen Gebiet erledigen. Der Mörser stellt einen vor die Aufgabe mit drei Schüssen so viele Gegner wie nur möglich platt zu machen. Diese Herausforderungen sind echt spannend und fordern einen auch indem man nicht nur kopflos in den Kampf rennen kann wie sonst.

Auch wenn die Kämpfe den Grossteil des Spiels ausmachen, gibt es trotzdem genug zum machen und erledigen. Sammelt man genügend Erfahrungspunkte, steigt man im Level auf. Anders als in normalen Rollenspielen kann man nicht direkt irgendwelche Punkte verteilen um seine Werte zu verbessern. Stattdessen muss man die Destille der Bastion besuchen und eines von mehreren alkoholischen Getränken aussuchen. Diese bieten unterschiedliche, passive Verbesserungen für The Kid. Eines der Getränke sorgt für eine höhere Gesundheit, ein anderes bietet einem mehr Plätze um Gesundheitstränke mit sich zu führen während ein anderes die Wahrscheinlichkeit erhöht kritische Treffer zu landen. Dieses System ist zwar prinzipiell sehr interessant, bietet aber auch wie das Kampfsystem zu wenig Tiefgang. Zwar kann man mit den Getränken herumexperimentieren und verschiedene Kombinationen ausprobieren, viel Abwechslung bietet dieses System dennoch nicht. Um im Kampf zusätzlich noch mehr auszuteilen, kann man seine Waffen upgraden und ihnen neue Effekte hinzufügen. Dieser Aspekt ist interessant gestaltet und spornt einen an so viele Kristalle (die Währung im Spiel) zu sammeln wie möglich.

Auch ansonsten bietet Bastion vieles zum ausprobieren und erledigen. Es gibt verschiedene kleinere, waffenbezogene Herausforderungen die einem zusätzliche Kristalle einbringen. Zusätzlich kann man im Schrein verschiedene Götzen aktivieren die auch mehr Kristalle versprechen, gleichzeitig aber auch den Schwierigkeitsgrad deutlich nach oben schrauben. Gerade dieser Punkt bietet doch einen gewissen Wiederspielwert. Für ein Arcadespiel ist somit der Umfang ziemlich passend. Das Spiel wird nicht unnötig in die Länge gezogen und wer eine Herausforderung sucht findet diese in den etlichen, zu schaltbaren Götzen. Wem das immer noch nicht genug ist, der kann sich in einer von drei Arenen versuchen und dort gegen jeweils 20 Feindeswellen antreten. Wer hier zusätzliche Götzen aktiviert, kommt garantiert ins Schwitzen.

Bastion Summer of Arcade 2011 1280x720

Zauberhafte Spielwelt

Obwohl das Gameplay einige Schwächen aufweist, kann vor Allem der Look von Bastion extrem überzeugen. Das Spiel scheint direkt einem Märchenbuch entsprungen zu sein, denn die zauberhafte Aquarell-Optik sorgt für ein ganz spezielles Feeling. Die sich aufbauenden Levels, das Gegnerdesign und die abwechslungsreichen Waffen sprühen nur so von Kreativität und ziehen einen richtig in das Spiel hinein. Störend sind jedoch ab und zu auftretende Slow-Downs. Besonders nervig ist das wenn man gerade auf einem schmalen Pfad balanciert, weshalb man im Anschluss in den Abgrund stürzt und unnötig Energie verliert. Ausserdem gibt es gewaltig etwas auf die Ohren. Der Erzähler macht einen hervorragenden Job und gerade wer der englischen Sprache mächtig ist, wird dadurch noch tiefer in die Welt von Bastion hineingezogen. Ebenfalls toll sind bestimmte Lieder die in gewissen Situationen immer mal wieder zu hören sind. Sie setzten feine Akzente und ein geniales Spielerlebnis.

Unser Fazit

85 %

Bastion schafft es den Spieler in eine märchenhafte Welt zu versetzten. Gerade der fantastische Look, die überzeugende Soundkulisse und der perfekt gewählte Erzähler ziehen einen nur so in das Abenteuer von The Kid hinein. Hat man das Spiel aber beendet und blickt zurück auf eben dieses Abenteuer, bleibt ein eher zwiespältiger Eindruck. Das Gameplay bietet kaum Tiefgang und weder der Action, noch der Rollenspiel Anteil von Bastion hebt das Spiel von der grauen Masse ab. In Verbindung mit der Präsentation eines Märchenbuches stört das jedoch keineswegs, weshalb Bastion ein Abenteuer für 1200 Microsoft Points ist das jeder erlebt haben sollte.

Pro

  • + Märchen zum selbst erleben
  • + Zauberhafter Look
  • + Genialer Erzähler
  • + Anständiger Umfang
  • + Viele Gameplayelemente
  • + Grosse Waffenauswahl
  • + Einnehmendes Spielerlebnis
  • + Spannende Herausforderungen
  • + Tolle Soundauwahl

Kontra

  • - Gelegentliche Slow-Downs
  • - Wenig Tiefgang im Gameplay
  • - Generische Story
  • - Unausgereiftes Rollenspielsystem
  • - Kämpfe in der Regel nicht allzu spannend

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
80 %

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