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Batman: The Telltale Series – Episode 5: Stadt des Lichts Test / Review

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Veröffentlicht 12. Januar 2017 | 16:38 Uhr von Fabrice

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Mit “Stadt des Lichts” ist das große Finale von Telltale’s Batman Saga endlich da. Qualitativ konnte die erste Staffel seit ihrem Start stark zulegen. Die vorletzte Episode hat uns fast komplett überzeugt und machte Hoffnung auf ein ebenso gutes Ende. Leider kann der Schwung nicht in die Episode mitgenommen werden und lässt einen eher faden Nachgeschmack zurück. Ein letztes Mal haben wir uns nach Gotham gewagt, um herauszufinden wieso das Staffelende nur bedingt funktioniert.

Alles was bisher passiert ist, hat den Weg für ein explosives Ende auf jeden Fall geebnet. Umso enttäuschender, dass dabei viele der aufgebauten Geschichten einer eher schwachen Abschluss finden. Obwohl der Plot um Selina Kyle eigentlich schon ein anständiges Ende gefunden hat, taucht sie in dieser Episode erneut auf. Die ganze Szene mit ihr fühlt sich sinnlos an und passt nicht zu den restlichen Geschehnissen. Es kommt das Gefühl auf, dass sie nur dabei ist, weil sie eben eine wichtige Figur im ganzen Mythos ist.

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Im Gegenzug kommen andere Momente zeitlich zu kurz. Unverständlich ist auch, wie die erfahrene Journalistin Vicky Vale, einfach nicht von alleine drauf kommt, wer Batman unter der Maske ist und für die längste Zeit völlig auf dem Schlauch steht. Sie präsentiert die offensichtlichsten Fakten, zieht aber keine eigenen Schlüsse. Es ist frustrierend dabei zusehen zu müssen, wie sie komplett gegen ihr Naturelle agiert. Zusätzlich hinterlässt die allerletzte Szene der Staffel ein komisches Gefühl. Als der Charakter “John Doe” eingeführt wurde, war klar, dass er noch eine wichtige Rolle spielen würde. In dieser Staffel ist er nichts weiter als eine prominente Nebenfigur. Die erwähnte Szene etabliert ihn als Hauptantagonisten in der mit Sicherheit kommenden, zweiten Staffel. Das ist nicht überraschend und wurde in andere Medien mit der Fledermaus schon unzählige Male gemacht.

Dem gegenüber stehen ganz klar die extrem starken Charaktere. Besonders beeindruckend sind Bruce Wayne bzw. Batman und Vicky Vale bzw. Lady Arkham. Die Backstory von beiden kann man als tragisch bezeichnen. Der Unterschied wie sie damit umgehen, wird fantastisch dargestellt. Bruce der versucht Gutes zu tun und Vicky die versucht Chaos zu stiften. Es sind zwei Figuren mit einer überraschend ähnlichen Vergangenheit, welche dann zwei sehr unterschiedliche Wege gewählt haben, um damit umzugehen. Zudem sind einige der Nebenfiguren, besonders Alfred, Harvey Dent und Jim Gordon, glaubhaft und gut dargestellt. Alle machen eine sichtliche und nicht an den Haaren herbeigezogene Entwicklung durch.

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Beim Gameplay bleibt alles wie gehabt. Kämpfe sind weiterhin wenig spektakulär. Es sind einfach nur Quick Time Events und daran ändert sich nichts. Auch muss mal wieder Detektiv gespielt werden, wobei dieser Teil langsam ausgelutscht ist. Ein paar Beweise zu verbinden, ist beim ersten und zweiten Mal interessant, verliert jedoch immer mehr an Unterhaltungswert.

Technisch ist die letzte Episode der Season überraschenderweise die unausgereifteste. Neben dem Üblichen, Framerate Einbrüchen und kurzen Freezes, sind die Untertitel völlig inkonsistent. Geschätzt sind mindestens ein Drittel, wenn nicht sogar mehr, der deutschen Untertitel und Antwortmöglichkeiten, in Englisch. Für alle die sich auf die deutsche Übersetzung verlassen, ein sehr großes Problem.

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Unser Fazit

77 %

Mit Stadt des Lichts findet die erste Staffel von Telltale’s Batman ein solides und befriedigendes Ende. Wir kommen nicht drum herum, viel verschenktes Set-Up zu erkennen. Die Balance zwischen Set-Up und Auflösung geht leider nicht auf. Trotzt den Mängeln beim Gameplay und bei der Technik, sind die Charakte und die Story stark und können einen problemlos für die ganze Spielzeit unterhalten.

Pro

  • + Toller Abschluss für die meisten Charaktere
  • + Rundes Ende
  • + Gutes Setup für ein Sequel

Kontra

  • - Technisch sehr enttäuschend
  • - Unnötige Storymomente
  • - Beim Gameplay bleibt alles beim alten

Unsere Bewertung

Grafik
 
64 %
Sound
 
92 %
Steuerung
 
78 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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