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Battlefield 4 – Xbox 360 Test / Review

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Veröffentlicht 15. November 2013 | 20:27 Uhr von Fabrice

Battlefield 4

Es ist endlich wieder soweit! Mit Battlefield 4 wird nach einer einjährigen Pause das Duell gegen den Giganten Call of Duty wieder entfacht. Für den Moment ist Battlefield 4 nur für PC, PS3 und Xbox 360 erhältlich. Wenn PS4 und Xbox One aber in wenigen Wochen im Handel erscheinen, dann wird das Spiel für beide Konsolen zum Launch ebenfalls verfügbar sein.

In diesem Test befassen wir uns mit der Xbox 360 Version des Titels. Die größten Unterschiede, neben der Technik selbstverständlich, im Vergleich zu der PC und den Next-Gen Versionen, sind im Mehrspielermodus. Die Anzahl der maximalen Spieler ist weniger als halb so hoch und dadurch wurde auch die Größe der Karte verringert. Macht Battlefield 4 trotzdem auch auf aktuellen Konsolen Spaß? Und was hat es dieses Mal mit der Einzelspielerkampagne auf sich? Die kurzen Antworten sind: ja und nicht allzu viel. Die Ausführungen gleich hier im Test der Xbox 360 Version!

Turn around…

Auch wenn bei Battlefield schon immer der Mehrspielermodus für viele der wichtigste Aspekt der Spielerfahrung ist, gibt es schon seit einigen Jahren einen Storymodus. Und im Falle von Bad Company 1 und 2 war dieser sogar überraschend gut. Doch dann kam Battlefield 3 und warf eigentlich alles wieder über Bord. In diesem Vergleich ist Battlefield 4 auch eine Verbesserung, vom Hocker gehauen wird man aber wohl eher kaum.

Man übernimmt die Kontrolle über Recker, den Leader des Tombstone-Squads. Zusammen mit den Kameraden Irish und Pac, sowie der chinesischen Agentin Hannah, müssen sie versuchen einen chinesischen General zu stoppen, der seine eigene Regierung stürzen will. Dadurch bestünde die Möglichkeit das sich China und Russland zu einer Supermacht verbünden und dadurch zu einer großen Gefahr für die USA werden würde.

Es wird dabei versucht eine persönliche Geschichte rund um Tombstone und dessen Mitglieder zu erzählen, was aber nicht wirklich funktioniert. Denn viel zu oft werden einfach die Kontrollboxen für Shooter abgearbeitet. EMP-Angriffe, eine Flucht aus einem Gefängnis und eine Entscheidung die eigentlich gar keine Auswirkungen hat, sorgen zwar für gute Momente im Gameplay, aber nehmen der Geschichte jegliche Aussagekraft. Und der leider nur 4 bis 5 Stunden lange Storymodus bietet auch einige bombastische Momente die besonders optisch sehr beeindruckend sind. Die Stärken der Serie werden aber in der Kampagne zu wenig genutzt. Nur viel zu selten kämpft man auf offenen Schlachtfeldern oder darf in Fahrzeugen Platz nehmen. Stattdessen ballert man sich in der Regel durch Gebäude und Gänge. Besonders der erste Level zeigt was Battlefield drauf hat. Der zweite Level wiederum verkörpert all das was Battlefield eben nicht in der Kampagne präsentieren sollte. Das ist natürlich sehr schade, doch die Serie ist schlussendlich, völlig zu Recht, bekannt und beliebt für den Mehrspielermodus. Dadurch fällt die maue Kampagne am Ende des Tages nicht wirklich negativ auf.

Battlefield 4

 

Every now and then I feel a little bit lonely…

Die gute Nachricht ist, dass der Mehrspielermodus auch auf der aktuellen Konsolengeneration richtig gut ist, und jede Menge Spaß machen kann. Einerseits bietet der vierte Teil viele Ähnlichkeiten zum Vorgänger, was nicht schlecht ist, andererseits gibt es besonders im Detail viele Veränderungen die das Spiel als Ganzes dennoch ordentlich aufmischen, ohne die Erfahrung in irgendeiner Form zu verwässern.

Battlefield 4 steht, mehr als je zuvor in der Serie, für die virtuelle Kriegsführung im großen Maßstab. Auf 10 Karten können sich auf Xbox 360 und PS3 bis zu 24 Spieler gegenseitig über den Haufen ballern, sprengen oder Gebäude über dem Kopf zusammen brechen lassen. Die Karten selbst sind dabei schön abwechslungsreich. Auf Operation Locker kommen keine Fahrzeuge zum Einsatz. Es ist eine relativ kleine Karte in denen es um den Kampf Mann gegen Mann geht, in einem russischen Gefängnis in dem die meisten dünnen Wände problemlos pulverisiert werden können. Karten wie Hainan Resort oder Zavod 311 sind da das genaue Gegenteil, wird die Karte doch von Panzern, Jeeps, Helikoptern oder bei Hainan sogar von Booten dominiert. Weil auf der Konsole die Spielerzahl deutlich kleiner ist als auf dem PC oder den kommenden Konsolen, wurden auch die Karten dem entsprechend angepasst. Sie sind im Verhältnis kleiner, bieten weniger Fahrzeuge, können aber dank dieser Veränderung immer noch jede Menge Spaß machen. Selbst auf den großen Karten wird man selten ruhige Minuten haben, ständig passiert etwas und Missionsziele wollen erfüllt werden. Eine der großen Neuerungen bietet die so genannte Levolution. Auf jeder Map können die Spieler diese Levolution-Momente auslösen. Sprengt man auf Flood Zone einen Damm, dann wird das Level geflutet. Ist man auf dem Straßenlevel unterwegs, kommt man meist nur noch schwimmend voran. Dafür können Boote jetzt viel besser durch die Straßenschluchten manövrieren. Auf Siege of Shanghai wiederum kann man einen Wolkenkratzer zum Einsturz bringen. Staub legt sich über die Karte, wodurch die Sicht eingeschränkt wird. Zudem fehlt natürlich der Wolkenkratzer, wodurch die Mitte der Karte durch einen riesigen Haufen Schutt dominiert wird. Aussehen tun sie eigentlich alle gut. Jedoch sind die Effekte nicht immer allzu spannend. Besonders auf Flood Zone kann es mühsam werden, wenn man nur noch schwimmend voran kommt. Das Team das die Dächer kontrolliert wird eine gute Zeit haben, während das andere Team wohl eher frustriert wird.

Bei den Spielmodi sind natürlich die alt bekannten Battlefield Favoriten wieder dabei. Bei Conquest müssen drei auf der Karte verteilte Flaggen erobert werden, während man versucht die Tickets des gegnerischen Teams auf diese Weise auf null zu bringen. Bei Rush wiederum ist jede Karte in mehrere Abschnitte unterteilt. In jedem Abschnitt müssen die Angreifer zwei Bomben zur Detonation bringen, während das andere Team versucht die beiden Plätze so lange wie möglich zu verteidigen. Es sind aber auch neue Modi verfügbar wie z.B. Obliteration. In diesem hat jedes Team mehrere Punkte auf der Karte die nicht gesprengt werden dürfen. Die Bombe um das jedoch durchzuführen, erscheint an einer zufälligen Position auf der Karte und muss von dort zu einem der Sprengplätze gebracht werden. Was an dieser Stelle gesagt werden muss, ist das nicht jeder Modus auf jeder Karte gleich gut funktioniert. So kann Rush auf Operation Locker zu einem ziemlichen Krampf werden, wenn sich beide Teams keinen Meter schenken und das Spiel einfach nicht voran geht.

Das Gameplay an sich ist jedoch erste Klasse. Besonders das Handling der Waffen fühlt sich noch besser an als im Vorgänger an, wodurch Spielmodi wie Team-Deathmatch oder Domination in denen es keine Fahrzeuge gibt überraschend unterhaltsam sind. Battlefield 4 zeigt definitiv das es sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss und neben der Kriegsführung im großen Maßstab eben auch anders kann! Nett ist auch das jede Klasse von Anfang an eine anständige Ausrüstung zur Verfügung hat. Eine Waffe mit mehreren Aufsätzen und die Gadgets der jeweiligen Klasse müssen nicht alle freigeschaltet werden. Das gleiche gilt auch für Fahrzeuge, welche von Anfang an schon über gewisse Tools verfügen. Selbstverständlich müssen weitere Waffen, Aufsätze und Gadgets freigespielt werden indem man fleißig Erfahrungspunkte sammelt, die man für die unterschiedlichsten Aktionen erhält. Schön ist in diesem Fall, das Teamspieler deutlich mehr Erfahrungspunkte erhalten werden als Einzelkämpfer die einfach nicht mit den anderen Spielern zusammen arbeiten wollen!

Battlefield 4

 

Every now and then I get a little bit terrified…

Optisch ist Battlefield 4 selbst auf den aktuellen Konsolen beeindruckend. Besonders in der Kampagne gibt es immer wieder Momente die einfach bombastisch aussehen. Eine großartige Weitsicht, eine stabile Bildrate und detaillierte Texturen bringe die Grafikmöglichkeiten der Xbox 360 wohl langsam aber sicher an ihre Grenzen. Auch der Mehrspielermodus läuft dieses Mal deutlich flüssiger und stabiler als noch beim letzten Mal, was für ein gemütlicheres Spielerlebnis sorgt. Der Sound wiederum ist noch besser gelungen. DICE lässt die Muskeln spielen, besonders bei den Effekten der Waffen in verschiedenen Umgebungen. Die deutsche Sprachausgabe ist zwar alles andere als Lippensynchron, dennoch aber wirklich gelungen.

Es ist aber nicht alles Gold was glänzt. So sind mir persönlich gleich zwei Mal die Spielstände der Einzelspielerkampagne völlig abhanden bekommen. Nachdem ich mich durch die halbe Kampagne gekämpft habe, und am nächsten Tag weiterspielen wollte, war der Spielstand weg. Die Kampagne wurde neu gestartet, doch bereits in der zweiten Mission ist das Spiel komplett eingefroren und die Konsole musste neu gestartet werden. Nach dem Neustart war der Spielstand erneut verschwunden, was einfach nicht passieren darf. Das Spiel einfrieren, und verloren gehen von Spielständen scheint ein weit verbreitetes Problem zu sein. Es ist eigentlich selbstverständlich dass diese Probleme im Laufe der Zeit behoben werden. Dennoch ist es schon fast ein Schlag ins Gesicht der Fans die sich das Spiel zum Release holen und dann von diesen Problemen geplagt werden!

Unser Fazit

85 %

Die Kampagne ist zwar nicht wirklich spannend, und durch technische Probleme laufen viele Spieler, mich eingeschlossen, Amok. Das ist aber auf lange Sicht gesehen nicht wirklich schlimm, denn der Mehrspielermodus ist absolut gelungen. Das Gunplay ist besser als je zuvor in der Serie, die Karten sind toll gestaltet und viele Spielmodi sorgen für massig Abwechslung! Was Grafik und Sound angeht, ist Battlefield 4 eine richtige Granate und lässt auch auf Xbox 360 und PS3 so richtig die Muskeln spielen!

Pro

  • + Bombast-Grafik
  • + Exzellentes Sounddesign
  • + Motivierender und abwechslungsreicher Mehrspielermodus
  • + Levolution!
  • + Flüssige Bildrate
  • + Verbessertes Gunplay

Kontra

  • - Kampagne nicht wirklich packend
  • - Verschwindende Spielstände
  • - Freezes
  • - Nicht alle Modi passen zu allen Karten im MP

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
92 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
86 %
Multiplayer
 
93 %
Spielspaß
 
84 %

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